Irgendwann, nach unzähligen, wunderschönen Küssen, nahm Ben mich erneut an die Hand und zog mich mit ihm. Hinter den Bäumen versteckt befand sich ein kleiner See an dessen Ufer einige größere Steine standen. Vorsichtig packte Ben mich an der Hüfte und setzte mich auf einen der Steine, bevor er selbst nach oben kletterte. »Von hier aus kann man super den Sonnenuntergang beobachten«, flüsterte Ben mir ins Ohr und legte seinen rechten Arm um mich. Glücklich legte ich meinen Kopf auf Bens Schulter und genoss den Augenblick mit ihm.
Es dauerte nicht lange, da färbte die Sonne den Himmel und den See in ein orange-rotes Licht. Zufrieden kuschelte ich mich noch mehr an Ben und genoss die Nähe zu ihm. Wir saßen noch eine Zeit so da, bis ich anfing leicht zu zittern, was Ben natürlich sofort bemerkte. »Hey mein Schatz, ist dir kalt? Ich glaube, wir sollten mal nach Hause gehen. Du zitterst ja richtig.« Ich nickte nur und schon löste Ben sich von mir und kletterte vom Stein. Als er den Boden erreicht hatte, nahm er meine Sauerstoffflasche auf seinen Rücken und breitete seine Arme aus. »Komm, spring runter. Ich fang' dich auf!« Grinste Ben mich an. Vorsichtig drehte ich mich und sprang in Bens Arme. Kaum war ich in seinen Armen, wirbelte Ben mich in der Luft herum und ich begann vor Freude laut zu lachen. Als wir uns ausgedreht hatten, machten wir uns also auf den Weg zu Ben.
»Wie gesagt, es herrscht ziemliches Chaos bei mir«, erwähnte Ben, als er den Schlüssel ins Schloss steckte. »Jetzt stell dich nicht so an und sperr schon auf.« Ich begann zu lachen. Ich muss zugeben, bei Ben hätte ich mit schlimmerem gerechnet. »Das bisschen Geschirr und die paar Klamotten am Sofa nennst du Chaos? Bei mir sieht es nicht viel anders aus Schatz.« Verlegen kratzte Ben sich am Hinterkopf. Grinsend ging ich auf Ben zu. »Wenn dich dein ›Chaos‹...«, ich deutet mit meinen Fingern Anführungszeichen an, »... so sehr stört, räumen wir das eben zusammen auf. Und danach erwarte ich eine Führung durch deine Wohnung«, schmunzelte ich, während ich Ben in den Arm nahm. »Du musst das nicht aufräumen, setz dich doch schon mal aufs Sofa und ruh dich aus. Und danach zeige ich Ich dir unsere ...«, das ›unsere‹ betonte er besonders stark, »... Wohnung. Ich bin gleich wieder bei dir.« Sanft gab Ben mir einen Kuss auf die Stirn und drehte sich schnell weg. Nicht schnell genug allerdings, denn direkt hatte ich Ben schon am Arm zurück zu mir gezogen. »Erstens, entweder du lässt mich dir helfen oder wir gehen gleich zu deiner Führung über. Und zweitens: was genau meinst du mit ›unserer‹ Wohnung?« Fragend sah ich Ben an. »Ist ja schon gut. Ich würde gerne sofort aufräumen, dann wäre das erledigt. Und zu deiner Frage: ich weiß, dass du deine Wohnung nicht aufgeben willst und das verlange ich auch nicht von dir, aber meine Tür steht dir immer offen und von heute an wird das nicht nur mein Reich sein, sondern unseres. Auch, wenn du nicht immer hier wohnst.« Grinsend nahm Ben mich an die Hand und zog mich in die Küche. Noch bevor er mit dem Abwasch beginnen konnte, zog ich ihn zu mir und gab ihm einen langen, leidenschaftlichen Kuss.
Etwa 20 Minuten später hatten wir alles aufgeräumt, weshalb Ben sich aufs Sofa fallen ließ. »Na, na, mein Freund, so war das nicht abgesprochen. Soll ich mir meine Führung jetzt selbst geben, oder wie?« Seufzend stand Ben auf und kam mit den Worten »du solltest dich langsam mal ausruhen, meinst du nicht«, auf mich zu. »Wenigstens das Bad und das Schlafzimmer könntest du mir zeigen. Und wer weiß, vielleicht gefällt es mir dort ja so gut, dass ich gleich ins Bett falle«, zwinkerte ich Ben nun vielsagend zu. »Und da würdest du natürlich gleich schlafen gehen, ist klar«, Bens Stimme wurde unmittelbar strenger. »Verstehst du nicht, dass ich mir einfach nur Sorgen mache?« Gerührt sah ich Ben an. »Ich verspreche dir, dass ich mich danach sofort ausruhen werde, soweit du dabei bist. Das ›wo‹ lasse ich ganz bei dir. Und dein Bett kann ich ja auch Morgen ausgiebig testen, wenn du dir dann weniger Sorgen machst.« Dankbar sah Ben zu mir. »Das wäre mir wirklich lieber. Na komm mit, ich zeige dir das Bad und danach legen wir uns ins Bett.« So ließ ich mich nun von Ben durch seine wirklich schöne Wohnung ziehen.
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Don't make me leave
أدب الهواةIch habe mich mal an einer etwas dramatischeren Fanfiction versucht. Die Kapitel dieser Story setze ich etwas länger an, allerdings kann ich nicht sagen, wie lange ich das beibehalten werde. Sicher wird es auch mal Kapitel mit nur rund 1000 Wörtern...