Kapitel II

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Nachdem alle zu Ende gegessen haben, hielt Professor Dumbledore noch eine kurze Rede, die ein paar Regeln sowie Verbote enthielt, wobei manche Slytherins nur die Augen verdreht hatten.

Merkwürdigerweise spürte ich während des Abendmahls oft Mals Dumbledores Blicke auf mir, weshalb ich ihn ebenfalls anschaute, er mich jedoch nur warm anlächelte. Auch Peyton merkte dies, trug lediglich nur ein Stirnrunzeln dazu bei, ehe sie friedlich weiter aß.

Gerade führen uns unsere Hauslehrer runter in den Kerker, in welchem sich unser Gemeinschaftsraum sowie unsere Zimmer befinden.

»Professor Snape ist ein wenig merkwürdig, findest du nicht?«, merkt Peyton plötzlich an, während sie neben mir her läuft, den Blick dabei misstrauisch auf Snape gerichtet.

Ich hebe meine Augenbrauen. »Da finde ich Dumbledore merkwürdiger.«

Nun zu mir schauend nickt sie. »Da hast du auch wieder recht. Den ganzen Abend lang hat Dumbledore dich sowie Harry Potter im Auge gehabt.«
Etwas neugierig sehe ich in ihre großen, braunen Augen. »Harry auch?« Sie nickt.

Während unseres Gesprächs bemerke ich gar nicht, dass wir uns nun im Slytherin-Gemeinschaftsraum befinden.

»Nun gut.«, peitscht Snapes dunkle Stimme durch den Raum, als wir Erstklässler uns setzen. »Erst auch einmal von mir... Willkommen an unserer Schule.«

Peyton sieht kurz vielsagend zu mir, ich zucke lediglich mit meinen Mundwinkeln.

»Schuluniformen findet ihr in euren Zimmern, die euch von den Hauselfen gezeigt werden. Das Passwort des Zugangs zum Hause Slytherin lautet Reinblüter. Mehr erfahrt ihr im Unterricht morgen. Bis dahin: gute Nacht.« Schon verschwindet er aus unserem Gemeinschaftsraum.

Kurz ist es still im Raum, kein einziger Schüler sagt ein Wort, als Malfoy plötzlich in die Mitte tritt und mich anfunkelt. »Reinblüter, also... Kann man von dir nicht behaupten, nicht wahr, Granger? Du bist eine Beschmutzung für das Haus Slytherin! Was würde Salazar nur sagen?«

Wut durchströmt meinen Körper, hastig springe ich auf, schiebe Peytons Hand von meinem Arm und trete auf Malfoy zu. Alle Blicke der Slytherins liegen auf uns.

»Falls du es noch nicht bemerkt hast, Malfoy, leben wir im Jahre 1991, was bedeutet, dass es schon lange nicht mehr wichtig ist, ob man reinblütig oder muggelstämmig ist. Wenn ich doch wirklich eine Beschmutzung für Slytherin bin und Salazars Name in den Dreck ziehe, wieso hat mich der sprechende Hut dann in dieses Haus eingeteilt? Soweit ich weiß, macht der sprechende Hut keine Fehler.«, entgegne ich mit solch einer Kälte in der Stimme, sodass sich die Augen vieler Schüler weiten, so auch die von Malfoy, jedoch bekommt er sich recht schnell wieder unter Kontrolle.

»Was glaubst du, wer du bist, dass du so mit mir redest, Schlammblut?!«, knurrt er wütend und tritt noch einen Schritt auf mich zu, jedoch gehe ich einen Schritt nach hinten, damit wir uns nicht allzu nah sind. »Ich glaube, dass ich Hermine Granger bin und, dass du dich nicht so aufführen solltest, nur, weil du ein Malfoy bist.«, sage ich schlicht, ehe ich stumm durch die große Tür gehe, um mein Zimmer aufzusuchen.

Glücklicherweise kommt mir auf dem Weg direkt ein Hauself entgegen.
»Oh! Guten Abend, mein Name ist Eve, Miss. Darf Eve fragen, wo die restlichen Slytherinschüler sind?«, lächelt er mich breit an, ich erwidere es leicht.
»Wahrscheinlich wollen die anderen Schüler noch ein wenig ihre Zeit im Gemeinschaftsraum verbringen. Könnten Sie mir mein Zimmer zeigen? Mein Name ist Hermine Granger.«

Tief In Der Dunkelheit | ABGEBROCHENGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt