Kapitel III

1K 45 1
                                        


۰ ♚ ✵ ♚ ۰

»... Das langt für heute, ihr dürft gehen.«, beendet Snape den Unterricht, weshalb ich sofort meine Sachen nehme, um den Saal schnellstmöglich zu verlassen.

Jedoch warte ich noch auf Harry, der keine fünf Sekunden später auch schon erscheint und mich warm anlächelt.
»Komm.«, sagt er leise, greift nach meinem Arm und zieht mich weg von den ganzen Schülern.

Auf einer Bank kommen wir anschließend zum Sitzen. Entschlossen sehe ich in Harrys grüne Augen, signalisiere ihm damit, direkt auf den Punkt zu kommen. »Rede.«

Kurz zögert er, scheint, als würde er seine Gedanken ordnen, ehe er einen tiefen Atemzug nimmt, um mir mit der selben Entschlossenheit ebenfalls in die Augen zu schauen. »Verstehst du, was sie sagt? Deine Schlange meine ich.«

Verdutzt blinzle ich einige Male. Wie kann das sein? Woher weiß er das?
»Wie –« »Beantworte bitte meine Frage, es ist wichtig.«, unterbricht er mich sofort. Ich beiße mir auf meine Unterlippe. Kann ich es ihm sagen? Er schaut mich so vertrauenswürdig an.

»Ja.«, gebe ich schließlich leise zu. »Ich kann sie verstehen... und mit ihr sprechen.«

Harry legt seinen Kopf etwas schief, ein paar schwarze Strähnen fallen ihm ins Gesicht. »Hm. Dann haben wir etwas gemeinsam.«

Meine Augen weiten sich unwillkürlich. Wie? Er kann auch die Schlangensprache verstehen? Harry ist auch ein Parselmund?
Überrascht starre ich ihn an, schon fast unglaubwürdig runzle ich die Stirn.

Harry bemerkt wohl mein Unbehagen, denn er lächelt mich auf einmal liebevoll an und zischt leise, sodass es niemand hören kann, in Parsel: »Malfoy kommt auf uns zu.«

Ohne darauf zu achten, welche Information er mir gerade mitgeteilt hat, stelle ich fest, dass sein Parsel etwas unverständlicher und irgendwie so... gezwungen klingt. Da steckt etwas dahinter, denke ich mir sofort, wende mich jedoch wieder von Harry ab, als Malfoys arrogante Stimme erklingt.

»Uh, was haben wir denn da? Rieche ich da etwa Liebe?«

Kühl legt sich mein Blick auf sein Gesicht, ehe ich ungerührt spreche: »Das muss wohl dein Parfüm sein, welches du dir verzweifelt aufgetragen hast, in der Hoffnung, dass ein Mädchen dir verfällt.« Direkt verfinstert sich sein Blick, er kommt zwei zügige Schritte auf uns zu. Dabei höre ich Harry leise lachen.

»Gerade du solltest deine Klappe halten, Granger, denn ein Schlammblut hat mir, einem Reinblut, gar nichts zu sagen. Rauswerfen sollte man dich. Unser Haus hat etwas Besseres verdient, als so etwas.«, knurrt er abwertend, mustert mich dabei und zeigt mit seinem Zeigefinger auf mich.

Harry springt wütend auf und zielt mit seinem Zauberstab auf Malfoys Gesicht, der sofort einen großen Schritt zurückweicht. Welch ein jämmerlicher Angsthase.

»Nimm das sofort zurück! Niemand spricht so über meine Freunde!«, sagt der Schwarzhaarige zornig, als plötzlich Professor McGonagall, Professor Snape und Professor Dumbledore erscheinen.

»Potter! Sofort den Zauberstaub runter!«, peitscht McGonagalls Stimme durch den Gang, sofort tritt Harry einen Schritt zurück. Dabei bemerke ich, wie Snape mich misstrauisch betrachtet.

»Geht, Severus und Minerva. Ich kümmere mich darum.«, sagt Dumbledore mit seiner beruhigenden Stimme, ohne zu zögern gehen die beiden Professoren. Anschließend legt sich der Blick des Weißhaarigen auf uns.

Tief In Der Dunkelheit | ABGEBROCHENGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt