Am nächsten Morgen wachte ich schon sehr früh auf. Die drei anderen schliefen noch, also beschloss ich, schon mal in die große Halle zu gehen.
Ich zog mir meine Schuluniform an, kämmte meine Haare, und machte mich auf den Weg.
Als ich durch die Gänge von Hogwarts wanderte, musste ich zugeben, dass mich Stolz erfüllte, wenn ich mein Slytherin Abzeichen auf der Uniform betrachtete. Natürlich, ich wollte nach Hufflepuff, aber jetzt im Nachhinein war ich sehr froh, nicht in dem Haus gelandet zu sein. Slytherin würde mir zu wahrer Größe verhelfen. Eigentlich stimmten die Gerüchte nicht. Ich kam ziemlich gut mit den Schülern aus Slytherin aus. Sie waren untereinander ziemlich lustig, und ich vertraute ihnen eigentlich sogar. Gegenüber anderen Häusern war unser Haus nicht sehr tolerant, aber das würde mich ja nicht stören. Draco konnte ich, entgegen meiner Erwartung, gut leiden. Er war zwar arrogant und zu vielen sehr gemein, aber ich würde mich gegenüber anderen vermutlich auch so verhalten, da ich nun eine Slytherin war, und das somit von mir erwartet wurde, und ich, zugegebenermaßen, sogar ziemlich Lust auf eine grundlegende Charakter Veränderung hatte.
All diese Gedanken schwirrten mir durch den Kopf. Dadurch war ich abgelenkt und lief volle Kanne in eine Person hinein. Sofort prallte ich von dessen Brustkorb ab, strauchelte, und viel der Person vor die Füße. Als ich hoch schaute, sah ich in zwei kalte, schwarze Augen.
„Wie können sie es wagen ! Passen sie gefälligst auf, wo sie hinlaufen !"
Mühsam rappelte ich mich auf, und sah zu dem, ganz in schwarz gekleideten, Mann hinauf.
„Seien sie froh, dass sie in meinem Haus sind, sonst hätten sie jetzt 10 Punkte weniger !", fauchte er.
„Es tut mir Leid, Professor ... ?"
Er sah mich giftig an.
„Snape."
Ich räusperte mich :„ Ja, äh, Professor Snape. Es wird nicht mehr vorkommen."
Er kam mir bedrohlich nah.
„Das will ich ihnen auch geraten haben, Miss ..."
Er schien zu überlegen. Ich beschloss, nett zu sein, und half ihm auf die Sprünge.
„Gray, Sir."
Er sah mich ärgerlich an, doch dann grinste er hämisch.
„Nun, kein Wunder, dass sie schon am ersten Tag scheitern. Ihre ganze Familie ist ja schließlich in Hufflepuff. Vielleicht hätten sie dort auch besser hingepasst..."
Jetzt wurde ich auch sauer. Wie sprach er denn mit mir ?!
„Nur weil meine Familie in Hufflepuff ist, heißt das nicht, dass ich genauso bin. Es gibt auch Ausnahmen, Professor. Der Hut wird schon seine Gründe gehabt haben, mich nach Slytherin zu schicken."
Er packte mich grob am Handgelenk.
„Nicht so frech, Miss Gray. Sonst muss ich härtere Maßnahmen ergreifen, und ich denke, das möchten sie nicht. Und jetzt verschwenden sie nicht weiter meine Zeit."
Mit diesen Worten ließ er mich ruckartig los, und schritt mit wallendem, schwarzen Umhang davon. Ich starrte ihm mit offenem Mund hinterher. Noch nie hatte jemand so dermaßen abwertend mit mir gesprochen. Ich kam aus einer angesehen Reinblutfamilie, somit war es eigentlich kein Wunder, dass ich es gewohnt war, mit viel Respekt behandelt zu werden. Was nahm sich dieser Snape eigentlich heraus ?! Er hatte unglaublich kalt und emotionslos gewirkt, was ich ziemlich gruselig fand. Andererseits musste ich sagen, dass mich seine spezielle Art auch irgendwie faszinierte. Wie man in seinen Augen nichts lesen konnte, aber das Gefühl hatte, für ihn wie ein offenes Buch zu sein. In welchem Fach würde ich ihn wohl haben ? Was meinte Emily... Zaubertränke?
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Slytherin Proud (Severus Snape FF)
AdventureAllison Gray, reinblütig, stammt aus einer mächtigen Zaubererfamilie. Alle in ihrer Familie sind Hufflepuffs, freundlich, und hassen den dunklen Lord, deshalb werden sie von vielen hoch geschätzt. Die Grays sind genauso reich wie die Malfoys, und h...
