Vierzehn.
"It's the action, not the fruit of the action, that's important. You have to do the right thing. It may not be in your power, may not be in your time, that there'll be any fruit. But that doesn't mean you stop doing the right thing. You may never know what results come from your action. But if you do nothing, there will be no result."
— Mahatma Gandhi
April 1978
Sophia hörte rasche Schritte auf sie zukommen. Der Unbekannte schien nicht darauf bedacht leise zu sein, denn schon von weitem hörte man das Rascheln der Blätter und des Gestrüpps und immer wieder das Knacken von brechenden Ästen.
Rasch löschte sie das kleine Licht an der Spitze ihres Zauberstabs, schließlich wusste sie nicht wer da auf sie zu kam und verschwand so leise wie möglich in den tiefen Schatten. Die mit einem schwarzen Umhang verhüllte Figur rannte an ihr vorbei, ohne sie zu bemerken. Innerhalb eines Augenblicks wirbelte Sophia herum und richtete ihren Zauberstab auf den Rücken des Unbekannten. „Stupor.“
Ein greller Lichtblitz zuckte durch die Dunkelheit und traf dann den Fremden, der wie ein gefällter Baum zusammen sackte und krachend zu Boden stürzte. Sophia hatte keine Ahnung wen sie da jetzt wirklich erwischt hatte, aber es gab bestimmt nicht so viele Personen, die nachts heimlich durch den Verbotenen Wald streiften.
Vorsichtig kniete sie sich neben die bewusstlose Person und drehte sie mit einem Ruck auf den Rücken, so dass sie das Gesicht unter der Kapuze erkennen konnte. Sophia stieß einen leisen Pfiff aus. Es wunderte sie nicht wirklich, dass sie einen der Slytherins erwischt hatte und dass es ausgerechnet Emmett Wilkes war, noch weniger. Er war wahrscheinlich auch derjenige gewesen, der Lily entführt hatte. Aber wo war Lily jetzt und warum war Wilkes geflohen?
Kurz entschlossen stand sie wieder auf, packte Wilkes unter den Achseln und zerrte ihn zum nächsten Baum. Sie hörte ein leises Klappern und zwei dünne Stäbe fielen aus seinem Umhang auf den Boden. Den einen erkannte sie, es war Lilys und der andere würde wohl sein eigener sein. Doch erst einmal lehnte sie Wilkes an einen Baum und murmelte: „Incarcerus.“
Dicke Seile schossen nun hervor und fesselten Wilkes. Der würde ihr nicht mehr abhauen. Es war zwar bestimmt nicht die feine Art jemanden in den Rücken zu schießen, doch in dieser Nacht war nichts mehr fair. Genauso wenig wie der Krieg in irgendeiner Art und Weise fair war. Aber Lily würde in dieser Nacht nicht ein weiteres Opfer des Krieges werden, das schwor sich Sophia.
Damit Wilkes auch ja nicht wieder aufwachte, schockte sie ihn ein weiteres Mal und überprüfte die Fesseln. Der würde sich heute Nacht nicht mehr befreien. Und da Sophia keine Ahnung hatte wer sich noch im Wald herumtrieb und Wilkes helfen könnte, desillusionierte sie ihn noch und ließ ihn verstummen. Sicher war sicher.
Dann schnappte sie sich die beiden Zauberstäbe und steckte sie in ihre eigene Tasche. Sie ließ wieder ein Licht an ihrem Zauberstab erleuchten und machte sich auf die Suche nach Lily. Sophia hatte keine Ahnung wo sie in dem Wald war und wie lange sie eigentlich schon am suchen war. Der Wald war so riesig und die Bäume standen so eng, dass man nicht weit sehen konnte, er schien eine eigene Welt zu bilden.
Über die Begegnung mit Wilkes hatte Sophia beinahe vergessen, dass sie vor Minuten noch einen schrillen Schrei und das Geheul eines Wolfes gehört hatte. Es war auf jeden Fall Lilys Stimme gewesen und so begann sie erneut wieder zu rennen, so gut es zwischen den Bäumen ging. Langsam beunruhigte es sie, dass sie nichts wieder gehört hatte. Das konnte einfach kein gutes Zeichen sein.
Sophia rannte immer weiter, prallte beinahe gegen Bäume und schreckte einen Schwarm Vögel auf, der laut kreischend in die Luft aufstieg. Sie hatte keine Ahnung wo sie hinrannte, sie hoffte einfach nur, dass das Glück auf ihrer Seite war und sie irgendwie den Weg zu Lily finden würde. Ihre Muskeln brannten inzwischen, doch sie konnte nicht aufhören, sie durfte nicht aufhören.
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Anfang || Rumtreiberzeit (HP)
Fiksi PenggemarEin Jahr kann alles verändern. Es ist ihr letztes Jahr in Hogwarts und Lily und James sind fest entschlossen das Beste daraus zu machen. Doch es kommt alles anders. Lily und James sind gezwungen zusammenzuarbeiten, obwohl Lily James hasst. Doch Ja...
