„Warum bist du so ein Arschloch. Ich habe mir nichts erhofft, damit das mal klar ist, außerdem bist du nicht mal mein Typ. Seit du mich kennst behandelst du mich wie Scheiße. Ich habe auf sowas ehrlich keine Lust. Wir machen jetzt dieses dämliche Referat und danach löschst du meine Nummer." ich sprach Klartext, auch wenn vielleicht nicht alles davon stimmte, sollte er kapieren, das er mich nicht so behandeln durfte.
Er sah mich mit einem Emotionslosen Blick an und sagte gar nichts dazu.
„In der Kiste da sind Karteikarten, die habe ich vorhin für die Präsentation gekauft, gib mir mal welche."
Ich fasse es nicht. Er ging gar nicht auf das was ich gesagt hatte ein. Ihm war es scheiß egal wie ich mich fühlte oder was ich über ihn dachte. Ich nahm die Karteikarten und warf sie ihm nicht grade Leicht auf den Kopf. Genau in dem Moment wo sie eigentlich mit seinem Kopf zusammen prallen sollten sah er hoch und die Karten trafen sein Auge. Oh nein!
Schnell stand ich auf und ging zu ihm.
„Oh mein Gott das wollte ich nicht, es tut mir so Leid. Ist alles gut bei dir?" ratterte ich runter. Ich hatte so Schuldgefühle, ich hoffe es ist nichts schlimmes passiert. Er hielt sich sein Auge und versuchte es zu öffnen. Nicht einmal jetzt zeigte er, das er schmerzen hatte oder sonst irgendeine Emotion. Als er es geschafft hatte sein Auge halbwegs zu öffnen bemerkte ich das es Knall rot war. Ich riss die Augen auf, oh nein ich hatte ihn wirklich verletzt. Das war nicht meine Absicht, klar wollte ich ihm die Karteikarten an den Kopf schmeißen aber nicht ins Gesicht.
Ich legte meine Hand auf seine Wange und strich mit meinem Daumen darüber. Dabei sagen wir uns tief in die Augen und erst jetzt bemerkte ich, wie nah wir uns standen. Unbewusst ließ ich meine Hand weiter runter gleiten, bis mein Daumen seine Lippe berührte. Ich strich sanft über seine weichen und vollen Lippen, ehe ich meine gegen seine drückte. Ohne zu zögern erwiderte er den Kuss. Dieser Kuss, er war genauso schön wie der erste. Diese Liebe, die in diesem Kuss versteckt war, war so unglaublich stark. Obwohl wir uns augenscheinlich nicht ausstehen konnten, war dieser Kuss voll mit Leidenschaft, mit Sehnsucht, mit all dem, was einen perfekten Kuss ausmacht. Dieser Moment war unbeschreiblich. Er bat mit seiner Zunge um Einlass, den ich ihm gewährte. Wenige Sekunden später tanzten unsere Zungen und dadurch wurde der Kuss noch intensiver. Es war wie eine Sucht. Plötzlich löste er sich und holte uns beide wieder in die Realität zurück. Wir sahen uns beide mit großen Augen an. Er schüttelte den Kopf und schlug sich die Hände gegen die Stirn.
„Nein, das dürfen wir nicht."
Ich nickte leicht, war aber immer noch benebelt von diesem Kuss. Ich konnte gar nicht richtig denken.
Ich hatte das Verlangen ihm meine Geschichte zu erzählen, die Geschichte, von der nur meine Familie und Katy Bescheid wusste. Ich hatte das Gefühl das würde einiges erleichtern. Ich könnte ich fragen, ob wir mehr Zeit mit einander verbringen könnten, für meine Flashbacks.
Ich verwarf den Gedanken sofort wieder. Nein, es ist besser wenn er es nicht weiß. Ich kriege das bestimmt auch so hin.
„Liam ich... das war nicht gewollt... ich weiß auch nicht was los war." versuchte ich mich zu erklären.
„Ist nicht schlimm, sowas darf einfach nur nicht mehr vorkommen, ich- also..." er stoppte kurz und ich bemerkte erst jetzt, das er gerade absolut überfordert war, und es diesmal nicht hinter seinem Pokerface versteckte. Er hörte auf zu reden um sich wieder zu sammeln.
„Wir sollten einfach weiter arbeiten, wir haben nicht mehr viel Zeit."
Ich nickte und sah wieder auf mein Notizblock. Während ich auf die Buchstaben und Sätze auf dem Papier sah, waren meine Gedanken die ganze Zeit bei ihm. Wirklich über das Referat nachgedacht habe ich nicht.
P.o.V. Liam
Fuck fuck fuck fuck fuck!
Es ist schon wieder passiert, genau das was ich verhindern wollte. Wir haben uns erneut geküsst, dieses Mal noch intensiver. Ich vermisse es, ihre weichen und zarten Lippen, ihren Geruch. Einfach alles, und wenn sie mich küsst, dann schaltet sich mein Hirn automatisch aus und ich gehe meinem Verlangen nach. Ich muss aufhören, mich selber stoppen. Es lief so gut, sie hatte begonnen mich nicht mehr zu mögen, sich nicht mehr für mich zu interessieren, und jetzt sowas.
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Forget me
Fiksi RemajaIch fühle mich so schwach, ich kann weder mein Arm noch mein Bein bewegen. Mein ganzer Körper wackelt. Ich höre meine Mutter schreien. „Mira wach auf, bitte." Ich merke, das ich auf einer Liege liege. Um mich herum höre ich Leute die irgendwas von...
