Kapitel 10

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"Dawn. Da bist du ja endlich", sagt Kylie, die die Tür aufreißt und mich direkt in eine stürmische Umarmung zieht. Hinter ihr tauchen Joanna und Atlanta noch auf. Sie sehen ebenfalls erleichtert aus als sie mich sehen, dann schweift ihr Blick weiter bis sie an Hillary und Ricky hängen bleiben.

"Hey Ricky. Wie geht es deiner Schwester?", fragt plötzlich Joanna und ich sehe zwischen ihr und Ricky hin und her sobald mich Kylie aus ihrer Umarmung erlöst hat. Scheinbar kennen sich die Beiden irgendwoher, was eigentlich nicht ausergewöhnlich sein sollte, wenn Ricky der Zwillingsbruder von Vincent ist. Das die jetzt noch eine Schwester haben, das wundert mich dann doch schon. Ich hätte jetzt nicht vermutet das Vincent sogar zwei Geschwister hat. 

"Der geht es gut", antwortet Ricky und nickt lediglich.

"Kommt doch rein. Bleibt nicht da draußen stehen. Wo ist denn mein Bruder hin?", fragt Kylie, als sie Ricky und Hillary eintreten lässt. Sie sieht sich hinter uns um kann ich ihn aber logischerweise nicht entdecken.

"Keine Ahnung. Der ist vorhin einfach abgehauen. Ich hab noch nicht einmal ein Handy mit. Wir wollten essen und dann ist er einfach mir nichts, dir nichts verschwunden. Puff und weg war er", schildere ich und Kylie schüttelt nur den Kopf.

"Wenn der nachhause kommt, dann kann der etwas erleben. Dem hat man wohl in letzter Zeit ins Gehirn geschissen. Eine andere Erklärung hab ich dafür nicht mehr", sagt Kylie kopfschüttelnd und geht ins Wohnzimmer.

"Also ich kenne Ethan ja nicht gut, aber das ist wirklich komisch wie er sich benimmt und finde das auch echt seltsam", sagt Ricky und zuckt mit den Schultern.

"Ich hab auch immer gedacht, das er ein ruhiger Mensch ist. Aber von der Ruhe war nichts zu sehen, als er aus dem Café gestürmt ist", sagt Hillary und sieht zu Ricky, der sie anschließend in eine Umarmung zieht und ihr einen Kuss auf den Kopf drückt.
Irgendwie kommt es mir vor, als währen die nicht nur Freunde.
Oder ich weiß auch nicht.

"Entweder er bekommt sich wieder ein oder ich muss zu härteren Methoden greifen. Joanna überleg dir mal bitte etwas", fordert Kylie sie auf und Joanna ist sofort hell wach.

"Wir fesseln ihn an einen Tisch, knebeln ihn anschließend und peitschen ihn solange aus bis er wieder normal ist", sagt sie und wir alle sehen sie fassungslos und mit weitaufgerissenen Augen an.

"Also bei Jake funktioniert das immer."

"Du hattest eindeutig schon einmal bessere Ideen", sagt Kylie und Atlanta schüttelt ihren Kopf, während sie ein kleines Lächeln sich zu verkneifen versucht.

"Reden. Vielleicht sollte man einfach einmal mit ihm rede", schlägt Hillary vor und wir sehen sie an.

"In der Schule ist er eigentlich immer so ruhig gewesen und wenn etwas nicht funktioniert hat oder sich wer gestritten hat, dann hat er doch immer gesagt, dass sie reden sollen. Und meistens wenn sie sich unterhalten haben und diskutiert, war alles wieder gut. Warum sollte er soetwas denn immer vorschlagen, wenn es nicht funktioniert. Vielleicht sollte man einfach einmal mit ihm reden. Sich mit ihm auseinandersetzen und versuche das Problem zu lösen. Oder besser das gesagt, was ihn dazuveranlasst genauso zu reagieren wie er im Moment reagiert", fügt Hillary ihrer Aussage hinzu und alle sehen sie an. Die anderen nicken alle und auch ich denke das sie recht haben könnte. Wenn man Probleme hat, dann sollte man nicht davor weglaufen sondern darauf zu gehen und sich mit ihnen auseinander setzen.

Ich wollte gerade wieder ansetzen etwas zu sagen, als plötzlich das klingeln eines Handys mich inne halten lässt. Mein Blick wandert zu meinem Handy, das auf dem Tisch liegt und langsam sich Tisch kannte nähert. Ich schnappe es mir und entschuldige mich bei den andern ehe ich das Telefonat annehme und lausche was derjenige zu sagen hat, der auch  immer daran ist.

Mein Bad Boy & seine Liebste *wird überarbeitet*Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt