Kapitel 3

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Nur noch um diese Ecke und gleich  bin ich da. Um die Fragezeichen über euren Köpfen verschwinden zu lassen: ich war auf dem Weg zurück zu meinem Grandpa.

Und nun stand ich vor dem kleinen Laden meines Großvaters und trat ein. Das allzu bekannte Klingeln ertönt, wie in jeden Laden, wenn man nur die Tür öffnete.

Ich musste grinsen als ich ihn an der Kasse erwischte, während er gerade eine Packung Ramen aß.

"Während der Arbeit wird nicht gegessen" rief ich ihm lachend zu.

"Das muss ja gerade die richtige sagen. Was war vor einem Jahr bei deinem Ferienjob in diesem einen Café?"

Ich fing an zu schmollen. War ja klar, dass er das noch weiß: "Pfff das war gar nichts."

"Also leerte sich die Keksdose einfach so?"

"Ja gut vielleicht hab ich einmal eingegriffen, aber ich war nicht die einzige. Woher soll ich auch wissen, dass du gerade dann rein kommst und das siehst?"

"Ach Chaeyoung. Du bist noch die selbe wie früher."

"Und ist das schlimm?" gab ich grinsend von mir weil ich genau wusste, dass das  die Wahrheit war. Jap ihr habt richtig gehört. Ich hatte mich in den letzten Jahren kein Stück weiterentwickelt.

"Was denkst du denn? Genug gescherzt. Chaeyoung kannst du den Karton mit den Lebensmitteln aus dem Lager holen? Der ist mir zu schwer."

Ich musste kichern: "Und du glaubst, dass ich besser dran bin?"

"Komm schon. Hab Erbarmen mit einem alten Mann. Du schaffst das schon mit deinen Spaghettiärmchen."

"Jaja ist ja gut" und schon verschwand ich in dem kleinen Lager. Dort holte ich den Karton und lief zurück, wo ich dann anfing die Sachen in die Regale zu räumen. Doch plötzlich ertönte die Klingel und ich hörte ein lautes Lachen. Naja es klang ehr wie ein paar Scheibenwischer. Wer zum Teufel hat den so ein Lachen? Ich musste automatisch Grinsen. Diese Scheibenwischerlache steckte an. Kann man das sagen oder ist das schon beleidigend? Ach egal die hören das sowieso nicht.

Ich drehte mich neugierig um. Doch dann erstarrte ich. Ich fass es nicht. Dort war dieser Kotzbrocken wieder. Mr. Rücksichtsvoll höchstpersönlich mit seinen 6 Freunden. Man werde ich den nie los?

Das der Freunde hat wundert mich. Und diese Freunde sahen echt gut aus und total nett. Ich meine so total anders als er. Seine Freunde wirkten total sympathisch und naja ihr habt Mr. Kotzbrocken in seinem Element ja selbst erlebt. Doch er sah gerade gar nicht mehr so unfreundlich aus. Nein er lachte mit seinen Freunden zusammen. Eigentlich sieht er nicht mal so schlecht aus. Sogar ganz süß und sympathisch, wenn er so lächelt.

Warte Chaeyoung reiß dich zusammen. Du hast den Kotzbrocken doch schon kennengelernt und er ist alles andere als süß und nett.

Schnell riss ich mich zusammen und schnappte mir die nächstbeste Zeitschrift die ich fand, flitzte zu einem der Stühle, welche in der Nähe standen, setzte mich auf ihn und hielt  mir die Zeitschrift vors Gesicht.

Bitte seht mich nicht. Bitte. Das letzte was ich heute noch will, ist wieder mit diesem Typen zu reden. Was ist wenn er seinen Freunden schon gesagt hat was passiert ist. Was ist wenn er schon von meinem echt peinlichen Auftritt erzählt hat. Oh man oh man.

Erdboden bitte öffne dich und verschlinge mich. Bitte.

Eine Weile blieb ich einfach so und lugte immer wieder über die Zeitschrift.

Wo sind sie auf einmal hin? Gerade waren doch noch alle 7 auf einem Haufen.

Doch dann wurde mir die Zeitschrift aus der Hand gerissen. 

"Was soll... oh." Jap genau vor mir stand er. War ja klar. Man wie hat er bloß gesehen, dass ich es bin?

"Verfolgst du mich oder was, du Stalker?" motzte ich ihn an. Gerade hatte ich wirklich keinen Nerv für ihn und außerdem wollte ich ablenken in der Hoffnung er hatte nicht bemerkt dass ich ihn beobachtet hatte... hehe peinlich.

"Ich soll dich verfolgen. Das wünschst du dir wohl. Was denkst du denn? Wenn dann bist doch du hier der Stalker."

"Warum sollte ich denn ein Stalker sein? Ich bin hier nur in dem Laden meines Grandpas. Was ist daran falsch?"

"Genug geflirtet. Jungkook kommst du?" erklang es von der Kasse, wo die anderen sechs Jungs zu uns rüber blickten.

Er drückte mir die Zeitschrift wieder in die Hand.

"Und nächstes Mal ließ sie lieber richtig rum, dann ist es auch nicht gleich so auffällig, dass du die anderen spionierst."

Omo. Man ich Vollidiot. Er muss doch echt denken ich sei bescheuert.
Werde ja nicht rot. Wag es ja nicht. Ich warne dich.

Triumphierend grinsend zwinkerte er mir einmal zu, drehte  sich um und verließ mit seinen Freunden den Laden, als hätte er gerade einen Oskar gewonnen.

Ich starrte ihm nur hinterher. Teilweise fassungslos. Teilweise schockiert und auch verwundert.











Jungkook also. Interessant.

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09.11.2019

HeartbeatWo Geschichten leben. Entdecke jetzt