"Tut- tut mir leid Jimin... ich... ich..." mir fehlten die Worte. Was sollte ich sagen? Ich will nicht seine Gefühle verletzen. Doch warum küsst er mich. Warum? Warum musste er das nur tun?
"Nein Chaeyoung sag nichts. Es ist alles gut" und somit schritt er langsam zurück "wir sollten wieder zurück gehen. Die anderen warten bestimmt."
"Oh... ähm... ja..."
Auch wenn er auf einmal so tat, als ob nichts passiert wäre, wusste ich, dass ich mit ihm reden musste. Doch er meidete mich den restlichen Nachmittag, blieb still, lachte kaum. Man sah es ihm, dass es ihm zu schaffen machte. Mein schlechtes Gewissen nahm von Sekunde zu Sekunde zu.
Spät am Abend, machten wir uns auf den Rückweg. Er in einem anderen Auto. Ich halb am Verzweifeln, den Blicken eines startenden Jungkooks ausgesetzt.
Genau deshalb rutschte mir ein genervtes "Was glotzt du so?" über meine Lippen.
"Wow. Das kleine Mauerblümchen hat Dornen. Autsch."
"Klappe Jungkook."
Irgendwie überbrückte ich die letzten Minuten der Autofahrt und wir hielten am Dorm der Jungs. Viel zu gerne würde ich sehen, was die Jungs noch alles verändert hatte, bis sie bald dort einziehen.
Nach einer kleinen Tour in der viel zu teueren Wohnung, machten wir uns auf den Weg ins Wohnzimmer. Zumindestens war das der Plan.
Auf einmal wurde mein Handgelenk gegriffen und ich wurde in einen der nahegelegenen Flure gezogen. Die anderen hatten schon längst das Wohnzimmer erreicht und hatten es nicht gemerkt. Als ich mich zu der Person umdrehte, erkannte ich Jungkook.
Fragend sah ich ihn an. Was sollte das hier nur?
Alles um uns herum war still, nur das gedämpfte Lachen der anderen hörte man von nebenan. Doch Jungkook Blick zog mich in seinen Bann. Er betrachtete jede Einzelheit meines Gesichtes und strich mir sanft eine Strähne aus dem Gesicht.
"W-was wird das?" stotterte ich unsicher. Er machte mich nervös. Sehr nervös und das sollte keineswegs so sein.
"Du und Jimin also?" murrte er jedoch nur kalt.
"Was? Wie kommst du auf so einen Scheiß? Wir sind Freunde. Nur Freunde und auch wenn da mehr laufen würde, würde es dich als letzte Person etwas angehen."
"Ich weiß von dem Kuss, also lüg mich nicht an."
"Was? Woher?"
"Das ist nicht wichtig. Beantworte mir einfach nur meine Frage."
"Das hab ich. Ja es gab einen Kuss, aber ich hab ihm auch gesagt, dass da nicht mehr sein kann. Aber das ist etwas zwischen mir und Jimin. Dich geht es kein Stück an. Warum willst du das überhaupt wissen? Du hast keinen Grund. Also lass mich einfach in Ruhe die letzten Tage, damit ich, die ich hier verbringe, noch genießen kann."
Somit riss ich mich aus seinem Griff um mein Handgelenk und ging ein paar Schritte zurück.
"Doch hab ich" kam es leise von seinen Lippen, sodass ich es kaum verstehen konnte.
"Was?"
"Was?"
"Was hast du gerade gesagt?"
"Ähm... nichts... ich hab nur geatmet," versuchte er sich rauszureden.
Sein Ernst? Das ist sein Versuch sich rauszureden? Nicht mit mir.
"Sehr witzig. Ich hab es genau gehört. Also sag nun, warum solltest du einen Grund haben, dass es dich etwas angeht."
"Wie du gesagt hast. Es geht mich nichts an."
Dieses Mal war ich diejenige, die ihm am Handgelenk festhielt, als er Anstalten machten, weg zu laufen. "So einfach kommst du mir nicht davon. Die ganze Zeit tust du so, als ob ich dich nicht ein Stück interessieren würde. Seit Anfang an warst du der griesgrämige Kotzbrocken, der sich als mein Nachbar herausstellte. Du mochtest mich nicht. Ich dich nicht. Doch dann hast du dich verändert. Das erste mal in meinem Leben, hatte ich mich wirklich darüber gefreut, wenn jemand nett zu mir war, nur weil du die gleiche Person warst, die mich am Anfang angekotzt hat. Sogar die Essensschlacht... und dann warst du wieder der Alte. Der unerreichbare. Der der so kalt war. Ich weiß ja nicht mal warum. Mal bist du so, mal so. Jungkook so kann das nicht weitergehen. Also sag mir einfach was dein Problem ist. Bin ich so unausstehlich, dass du es nicht mit mir aushaltest in einem Raum zu sein, ohne einen blöden Spruch loszulassen? Sag es mir? Sag mir endlich die verdammte Wahrheit!"
Aufmerksam verfolgte er jedes Zucken in meinem Gesicht, doch ich blieb ernst.
"Du willst wissen, was los ist? Du willst die Wahrheit wissen? Du willst mein Problem wissen?" fragte er mich.
"Ähm ja. Was hab ich denn gerade gesagt? Hast du überhaupt zugehört?"
"Mein Problem bist du."
Sein Ernst? Ich? Dieser Arsch. "Weißt du was? Ich kann das nicht mehr. Tut mir leid. Wenn ich dein Problem bin, dann sollte ich jetzt..." Doch schon wieder ließ er mich nicht ausreden, denn er überbrückte die letzten paar Meter, die uns trennte.
Dann geschah das, was ich nie gedacht hatte. Ein zweites Mal an diesem Tag spürte ich ein paar Lippen auf meinen, doch dieses mal war es anders. Alles war anders. Denn dieses Gefühl, das ich spürte war unbeschreiblich.
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27.06.2020
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Heartbeat
FanfictionVielleicht war es Schicksal ihn zu treffen. Vielleicht sollte es so sein. Vielleicht war es auch nur ein blöder Zufall. Wer weiß das schon. Doch seine Worte verließen ihren Kopf nicht mehr. Die Worte: "Versprich mir bitte eins. Verlieb dich nicht i...
