Ich sah ebenfalls zu ihm. Bestimmt konnte man mir ansehen, dass ich leicht Angst bekam. Was, wenn Gally bald alles herausfindet? Oder Alby, oder einer der anderen? Ich war mir nicht einmal sicher wie Thomas reagieren würde. Aber wahrscheinlich genauso wie Newt.
"Vielleicht ist Clyde ja der Lügner. Oder Thomas", sagte Alby. Warte was? Er denkt nun ebenfalls, dass es Thomas sein könnte? Das ist doch nicht sein ernst.
"Er ist doch schon seit einem Monat hier. Meint ihr nicht, dass dann schon eher etwas passiert wäre?", wollte Newt wissen. Er ließ es nicht so aussehen, als würde er diese Idee komplett in den Wind werfen. Doch das tat er, denn er und ich wussten wer Schuld an allem war. Ich.
"Was, wenn er bis jetzt noch keinen Grund zum Lügen gehabt hat?", entgegnete Gally. Ich kaute auf meiner Unterlippe und sah zu Minho. Er sah überhaupt nicht gut aus. Und was mir auch klar wurde ist, dass er sich bald an alles erinnern wird. An Clyde. An Thomas. Und an mich. Doch niemand hier wusste, dass es ein Heilmittel gibt. Nur ich. Und ich wusste auch, dass es in der Box ist. War es immer, nur niemand hatte ich dafür interessiert.
"Das ist erst einmal Nebensache. Wir müssen klären was wir mit Minho machen", wandte Alby schließlich ein.
"Das Selbe was wir mit Ben gemacht haben. Er wird verbannt", sagte Gally. Niemandem hier schien diese Idee zu gefallen. Nicht einmal Gally. Doch alle wussten auch, dass ihnen nichts anderes übrig blieb. Ich atmete tief ein und rannte schließlich zur Box. Es waren nur drei Spritzen. Und ich fand, dass Minho es Wert war gerettet zu werden. Er gehört zu Thomas besten Freunden. Er würde es nicht verdienen einfach zu sterben.
An der Box angekommen kletterte ich rein. Newt war mir nachgerannt und sah zu mir runter.
"Was wird das?", fragte er mich. Ich suchte mit meinen Augen die Box ab. "Es gibt ein Heilmittel gegen das Griewerzeug. Das muss irgendwo hier drinnen liegen", antwortete ich. Als Newt verstand was ich ihm sagte hatte er ebenfalls vor hier runter zu kommen, doch ich hatte die Spritzen schon. Eine warf ich ihm zu.
"Hier. Lauf los und bring sie ihm. Ich komme nach", wieß ich ihn an und er nickte. Dann machte er sich auf den Weg. Die anderen packte ich ihn meine Tasche und wollte gerade rausklettern als etwas sehr ungewöhnliches passierte. Die Box schloss sich oben. Ich wollte noch schnell raus, doch es war zu spät. Es war stock dunkel. Ich konnte kaum etwas sehen. Und dann fuhr die Box runter. Vor Schreck begann ich zu schreien. Das war nicht gut. Das war überhaupt nicht gut.
Warum wollten sie mich wieder haben? Ist es nicht so geworden wie sie es wollten? Innerlich fluchte ich, dass ich in diese blöde Box geklettert bin. Aber bereuen tat ich es nicht. Wenigstens hatten sie eine Spritze für Minho und er würde bald wieder auf den Beinen sein.
Nach ungefähr einer halben Stunde hielt die Box an. Ich wusste, dass ich angekommen war. Runter fuhr sie immer schneller als hoch. Und das hatte man auch gespürt. Ich schluckte. Was würde mich jetzt erwarten? Die Box öffnete sich an der Seite und Teresa sah mich an. Schnell stieg ich aus und wurde sofort von ihr umarmt.
"Ich bin so froh, dass du wieder da bist. Alleine mit Aris war es schrecklich. Ich brauche ein Mädchen", sagte sie zur Begrüßung. Ich nickte und erwiderte die Umarmung, konnte mich aber nicht freuen. Denn so komisch es klingen mochte, ich vermisste die Jungs schon jetzt. Besonder Newt, Thomas und Chuck. Und überhaupt: Warum war Clyde noch da?
"Was passiert mit Clyde?", wollte ich wissen und löste mich rasch aus der Umarmung. Teresa zuckte mit den Schultern. "Wahrscheinlich wird er verbannt werden. Es war nicht geplant, dass er eingesperrt wird. Eigentlich sollte er dafür sorgen, dass Thomas und Alby im Labyrinth landen und nicht mehr herauskommen. ANGST sieht sie als Gefahr für dieses Projekt." Ich riss die Augen auf.
DU LIEST GERADE
Maze Runner - The Liar ✓
FanfictionAls Beth in der Box aufwachte erinnerte sie sich an alles. Ihren Namen, den Grund weshalb sie auf die Lichtung geschickt wird und was auf dem Zettel in ihrer Hand steht. 'Tötet sie, um herauszukommen'. Alles eine Lüge, doch die Lichter wussten es ni...
