Kapitel 24

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Ich weiß, dass ich gesagt hatte, dass es noch drei Kapitel gibt, doch das ist das Letzte von diesem 'Buch'. Das Zweite fange ich so schnell wie möglich an. :) Scorch Trials - The Lover wird es heißen. :) Ich hoffe, dass ihr auch das lesen werdet. :)
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Thomas gab ein geschocktes 'Nein' von sich, bevor er ihm half sich auf den Boden zu legen. Ich griff nach Newts Hand und sah zu Chuck und Thomas. Es war herzzerreißend. Als Thomas damals auf die Lichtung kam empfand er Chuck als nervig, das hatte man gesehen. Doch nach und nach wurden sie echte Freunde und jemand wie Chuck verdiente es einfach nicht zu sterben. 

Er hatte so ein gutes Herz, hat nie jemandem etwas übel genommen, egal was derjenige gesagt oder getan hat. Also warum musste es gerade ihn erwischen? 

Dann bewegte Chuck sich nichtmehr. Teresa sah geschockt aus und man konnte sehen, dass sie ein paar Tränen in den Augen hatte. Newt legte seine linke Hand auf seinen Mund und auch er sah so aus, als hätte er Tränen in den Augen. Nun konnte ich es ebenfalls nicht weiter unterdrücken und ließ ihnen freien Lauf. 

Immer wieder sagte Thomas etwas zu Chuck. Scheinbar hatte er noch Hoffnung, dass er sich vielleicht wieder bewegen würde, doch das würde nicht passieren. Leider. Auch ich würde ihn vermissen. Das würde jeder, der gerade hier in diesem Raum war und das waren nicht allzu viele. 

Aufeinmal stürmten Leute hier hinein. Niemand schien es Anfangs für voll zu nehmen. Zu mitgenommen waren wir von Chucks Tod. Ob Gally noch lebte? Keine Ahnung und um ehrlich zu sein hoffte ich, dass er tot war. Niemand, der einem unschuldigen Jungen das Leben nahm verdiente es, weiter zu leben.

Dann wurden wir leicht Richtung Tür gezerrt und rannten schlussendlich selber raus. Doch am Ausgang blieb ich stehen. Thomas war noch immer bei Chuck und wurde von ihm weggezerrt. Der Arme, dachte ich. Ich wurde geschubst, damit ich weiter lief. Wir waren in einer Wüste. Es war heiß und trocken. Überall war Sand, welcher ebenfalls heiß war. Von weitem erkannte ich die Umrisse einer Stadt, doch ich konnte sie nicht genauer ansehen. 

Schließlich erreichte ich einen Helicopter und Newt half mir hinein. Thomas wurde ein Stück hinausgeschliffen, bevor auch er hier her gerannt kam. Ich konnte ihn verstehen, aber ich konnte auch unsere Retter - konnte man sie so bezeichnen? - verstehen, denn weshalb sollten sie einen toten Körper mitschleppen? 

Newt und ich halfen ihm hier rein, dann wurde die Tür geschlossen und der eine Mann nahm seine Mütze, die sein ganzes Gesicht verdeckt hatte, ab. 

"Keine Angst, jetzt seit ihr in Sicherheit", sagte er und wir alle sahen ihn an. Wieder hielt ich die Hand von Newt, als ich aus dem Fenster sah. Alle drängten sich in die Richtung, um hinaussehen zu können und da sahen wir es: Das Labyrinth. Von hier oben sah es so winzig und doch riesig aus. Wir konnten die Lichtung sehen.

Ein Ort, an dem Einige fast drei Jahre verbrachte haben. Ein Ort, der uns alle fürimmer verändert hat. Auch mich. Alle ließen sich nach hinten fallen. Dieser Anblick war für alle einfach unbeschreiblich. Zu wissen, dass man dort unten war. 

Ich legte meinen Kopf auf Newts Schulter und erst jetzt merkte ich, dass mir einfach alles wehtat und ich froh darüber war zu wissen, dass wir in Sicherheit waren.

Kurz bevor ich eingeschlafen war landete der Helicopter. Die Türen wurden geöffnet und mir wurde hinaus geholfen, genauso wie den anderen. Sie drängten mich weiter zu gehen, doch ich wollte nicht. Ohne Thomas, Newt, Teresa oder Minho würde ich nirgendwo hingehen. Das konnten sie vergessen. Irgendwann blieb ich stur stehen und sie versuchten garnicht erst, mich wieder zum gehen zu bewegen. 

Ich wartete darauf, dass jemand an mir  vorbeilief. Der Erste war Thomas, weshalb ich auch schlussendlich weiterging. Wir kamen an einem Gebäude an und gingen durch die Tür. Dahinter waren ein paar Tische auf denen Essen stand. Meine Augen wurden groß. Alles Mögliche war dabei. Selbst Pizza. Wir sahen uns alle einmal an, bevor wir zu ihnen gingen und sich jeder einen Teller füllte.

Zusammen mit Newt, Teresa, Minho und Thomas saß ich an einem Tisch und aß, genauso wie die anderen. Wie lange ist es her, dass ich keine Pizza mehr gegessen hatte? Auf jedenfall eine halbe Ewigkeit. Alle schlugen sich den Magen voll, bevor uns gesagt wurde, dass wir uns ausruhen sollten.

Wir standen auf und wollten zusammen in den Schlafraum gehen, von dem uns erzählt wurde, doch Teresa und ich sollten in einen extra Raum. Erst protestierten wir, doch als wir bemerkten, dass wir keine Chance hatten gingen wir mit ihnen. Was war daran so schlimm, dass wir bei den Jungs schlafen wollten? Wir hatten es schließlich auf der Lichtung auch getan. 

Teresa und ich zogen uns um und machten uns das erste Mal seit einer Weile wieder vernünftig bettfertig. Sogar duschen konnten wir. Dann legten wir uns in das Doppelstockbett. Es gab mehrere in diesem Raum, doch wir waren die Einzigen, die hier drinnen waren. 

"Denkst du, dass wir hier in Sicherheit sind?", fragte sie irgendwann. Eine Weile überlegte ich. Waren wir das denn? Clyde hatte von einer Phase zwei gesprochen, doch die konnte ja jetzt nicht mehr durchgeführt werden.

"Ja, ich glaube schon", antwortete ich ehrlich. Aber ich sagte auch nur, dass ich es glaube. Nicht, dass ich der Überzeugung war, dass wir es waren.

Bevor ich mir erlaubte einzuschlafen dachte ich über alles nocheinmal nach. Alby war tot. Chuck war tot. Zart ebenso. Alles waren gute Menschen, die für eine Organisation sterben mussten, die den Leuten helfen sollte. Man könnte dies als eine Ausrede dafür betrachten, doch das war es nicht. Für Mord gibt es keine Ausrede und genau das hat ANGST getan. Sie haben unschuldige Jugendliche umgebracht.

Ich spürte irgendwann, wie meine Augen immer schwerer wurden und ich ließ es zu. Langsam aber sicher glitt ich in einen tiefen Schlaf.

Maze Runner - The Liar ✓Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt