Leben oder sterben?

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Vier Monate.
Vier verdammte Monate ist der elendige Krieg her und weder Severus noch Hermine sind aufgewacht.
Der Anblick wirkte erschreckend auf den Jungen der überlebte, wie sie beide so leblos, nicht bewegend, so............tot da lagen.
Er erinnerte sich noch gut an den Tag an dem beide hierher, in den Krankenflügel von Hogwarts, kamen. Der Tag an dem der Dunkle Lord endgültig fiel.
Als plötzlich Severus an der Großen Halle vorbeilevitiert wurde und die Schüler ihre erschreckten Blicke nicht von dem geschundenen Tränkemeister lassen konnten.
Und Hermine, die direkt danach folgte, als sie voll Blut bedeckt von Draco getragen wurde.
Als die Weasleys und der Rest des Ordens beide Ordensmitglieder, vor allem Hermine, erblickten machten sie sich Sorgen und folgten.

Warum? Warum hätte ich nicht viel früher für sie da sein können, ich bin daran schuld, dass sie beide vielleicht sterben, dachte Harry wutentbrannt und sauer auf sich selbst als er zwischen den Betten der beiden saß.
Nachdem er sah, was Severus für ihn tat und Minerva ihn aufgeklärt hatte schien all der Hass der sich gegen den Tränkemeister aufgestaut hat wie weggeblasen.

Warum ist das Schicksal so unfair, warum gerade die beiden? ,fragte er sich, tief in Gedanken versunken bemerkte er nicht wie Severus als Erster die Augen öffnete.

Severus sah den Jungen an, welcher mit gesenktem Kopf, vollkommen am Boden zerstört neben ihm saß. Der Junge hatte Schuldgefühle, er machte sich Sorgen, etwa um ihn......?

Er entschied die Stille zu durchbrechen, als er sah wie dem Jungen eine Träne vom Gesicht tropfte: "P-Potter."
Verdammt, sein Hals kratzte und es tat so elendig weh zu sprechen.
Wasser, er brauchte Wasser.

Harry sah auf und dem Tränkemeister direkt in seine tiefschwarzen Augen: "Wasser, bitte." ,krächzte der dunkle Mann.

Harry ließ keine Sekunde verstreichen und brachte Severus sofort ein Glas Wasser, fast schon so schnell wie ein Hauself.
Severus trank, stellte das Glas ab und wollte gerade ansetzen, um etwas zu sagen, aber Harry kam ihm zuvor: "Oh Sir, ich bin ja so froh, dass Sie leben. Es tut mir alles so leid, all das was zwischen uns passiert ist, ich will mich entsch-....."

Und wieder wurde er durch eine erhobene Hand unterbrochen: "Ich weiß Potter, ich habe Sie all die Monate gehört, als Sie hier zwischen den Betten saßen und ich nehme die Entschuldigung an, Sie sind eben doch nicht wie Ihr Vater. Abgesehen davon muss ich mich für mein Verhal-....."

"Nein, Nein Sir, bitte entschuldigen Sie sich nicht bei mir, ich weiß was mein Vater Ihnen angetan hat, ich will mich dafür auch entschuldigen." ,sagte der Junge vorwurfsvoll.

"W-woher.......?"

"Professor Mcgonagall hat es mir erzählt, ich möchte mich auch für Sirius entschuldigen. Ich hätte nie gedacht, dass er so ein Idiot sein kann."

Severus nickte lediglich.
Dann sah er nach links, auf das Bett auf dem Hermine lag.
"Wie geht es ihr?" ,fragte Severus mit schuldbewusster Stimme.

"Ich weiß es nicht. Aber ich könnte Poppy holen." ,schlug Harry vor.

"Mach' das, bitte. Sie darf nicht sterben nachdem sie mich gerettet hat." ,es war fast schon ein Flüstern, das seinen Lippen entfloh, doch Harry verstand.

Poppy kam gefolgt von Minerva, welche überglücklich war 'ihren Jungen' wieder in die Arme schließen zu können.
Sie stoppte neben Severus' Bett, setzte sich auf einen Stuhl und schloss ihn in eine wahre Löwenumarmung.
Typisch Löwenmama.

Severus legte beruhigend seine Arme um sie und streichelte mit einer Hand ihren Rücken auf und ab.
Sie wich ein Stück zurück und erst dann sah Severus wie schrecklich sie aussah.

"M-Minerva du siehst müde aus, eher so als hättest du Monate lang nicht geschlafen." ,stellte Severus erschreckend fest.

"Hab' ich auch nicht" ,schluchzte die jetzige Direktorin bitterlich, "jedes mal wenn ich die Augen schließen musste, j-jagten mich Gedanken von deinem Tod, i-ich dachte ich würde meinen Jungen verlieren."

Severus drückte sie noch einmal etwas fester und gab ihr zuletzt noch einen Kuss auf die Stirn, was sie immer zum Lächeln brachte.

Minerva wollte gerade weiter erzählen wie froh sie war, dass er lebte, doch plötzlich war ein Schrei zu vernehmen, welcher zu Poppy gehörte und alle in Alarmbereitschaft versetzte.

"TRÄNKE, ICH BRAUCHE SOFORT TRÄNKE. ICH MUSS SIE STABILISIEREN, SONST STIRBT SIE." ,schrie die Medihexe aufgebracht und wirbelte durch den Krankenflügel.

Sofort war jedem bewusst, dass sie von Hermine sprach, deren Atmung sich deutlich verlangsamte. Severus quälte sich aus dem Bett und setzte sich auf den Stuhl, welchen Harry zuerst besetzt hatte.

Er flüsterte: "Nein, bitte nicht, das darfst du mir jetzt nicht antun. Wenn du dein Leben für mich riskiert hast, nur weil du mich retten wolltest, dann könnte ich mir das nie verzeihen." ,während er das sagte stiegen Tränen in seine Augen, sie durfte nicht sterben, nicht wegen ihm.

Er fühlte sich schrecklich. Das durfte doch einfach nicht wahr sein. Nein, er würde nicht schon wieder eine Hexe sterben lassen, die er eigentlich retten kann.

30 Minuten später:

Tatsächlich haben die Tränke des St. Mungos ihren Zweck erfüllt und Hermines Atmung stabilisierte sich wieder.
Alle waren so erleichtert, dass sie doch nicht sterben musste.

In diesem Moment, in dem der Krankenflügel von erleichtertem Ausatmen erfüllt war, öffneten sich schnell die Türen und ein in schwarz gekleideter, langhaarig, blonder Mann trat mit schnellen Schritten auf Hermines Bett zu.

Er fragte nur: "Geht es ihr gut, ich spürte plötzlich, dass sie kurz davor war zu sterben?"

"J-ja, jetzt geht es ihr wieder gut, naja den Umständen entsprechend." ,bestätigte Poppy dem gut aussehenden Mann.

"Wer bist du überhaupt?" ,platzte es aus Harry heraus, da seine *Gryffindorsche' Neugier*, wie Severus es nannte, überhand gewann.

"Alucard, Alucard Tepes, Sohn von Vlad Dracula, Bruder von Lilith und Bruder von 6 weiteren Geschwistern." ,erklärte er vornehm und verbeugte sich.

"Lilith?" ,konnte sich Minerva die Frage nicht verkneifen.

"Ja, meine Schwester, Lilith. Sie scheint euch noch nicht erzählt zu haben wer sie ist. Sie hat ihr Äußeres immer verdeckt und gab sich als Hermine aus." ,informierte er alle.

"Das heißt ja, Herm-......ich meine Lilith ist Draculas Tochter." ,sprach Harry empört.

"So konnte sie mich auch retten." ,murmelte Severus, in seinen imaginären Bart.

"WAS?" ,fragte Minerva.

"Das hieße ja, willkommen in der Familie, Mr. Snape." ,meinte Alucard.

"Oh Merlin, worauf habe ich mich da nur eingelassen?" ,fragte Severus mehr sich selbst als alle anderen.

Blutrot (Snamione)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt