Ungute Gefühle

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Grimmauldplatz 12, Küche
Lilith

Selbst mit dem Wort 'angespannt' konnte man dieses Essen nicht beschreiben. Alle, Severus, Sirius, ich und natürlich der ganze Weasley-Clan saßen unten in der Küche des Black-Anwesens. Wir sitzen alle schon 15 Minuten am Tisch und nicht ein Wort ist bis jetzt gefallen. Das Einzige, das ich unter anderem wahrnahm waren Ronalds Blicke, welche meist auf mir ruhten. Und gefallen tun mir diese Blicke erst recht nicht, im Gegenteil, dachte der Blödmann echt ich gäbe ihm noch eine Chance, niemals. Severus jedoch ignorierte Ronalds mit Gift gefüllte Blicke, welche gegen ihn gingen. Wenn Blicke töten könnten und Severus gegen sowas nicht immun wäre, dann hätte Ron ihn sicher schon 100-Mal getötet. Molly beäugte mich und Severus etwas komisch, da wir nicht besonders viel aßen, weil 1. wir haben uns schon in Hogwarts die Bäuche vollgeschlagen und 2. Vampire waren von dem Essen, dass die Menschen verspeisten nicht besonders angetan, da das Blut, welches sie anderen absaugen sowohl Durst als auch Hunger stillt. Doch die Weasleys wussten noch nichts von meinem Leben oder von Severus' Schicksal. Sie waren komplett ratlos, wussten nichts und solange sie nicht fragen würden, würde auch ich nichts sagen. Ich denke auch es wäre besser, wenn sie so lange wie möglich unwissend bleiben, zumindest bis ich mit Severus verheiratet bin, damit Molly nicht versuchen würde mich mit Ronald zu verkuppeln. Okay, George spielt wieder in einer anderen Liga, ihm würde oder werde ich es noch sagen, aber wie schon viele weise Menschen sagten 'alles mit der Zeit'.

Meine Gedankengänge, welche bis eben noch auf Hochtouren arbeiteten, wurden ganz plötzlich von Molly's ach so glücklicher Stimme unterbrochen: "Ach Hermine, es ist doch schön dich auch mal wieder bei uns zu haben. Wir haben dich so lange nicht gesehen, es ist schön, dass es dir gut geht." ,trällerte das magische Hausweib glücklich. Ich weiß der Ausdruck 'Hausweib' ist nicht der netteste, aber es war nunmal die Wahrheit. Ich meine, Molly hat 7 Kinder, einen Ehemann und ein Haus um das sie sich kümmert. Sie putzt und kocht und näht den ganzen Tag, arbeitet nicht. Sie ist eben ein 'Hausweib'. Zudem kümmerte sie sich auch noch um Sirius, welcher im Gegensatz zu Arthur fähig war sich um sich selbst zu kümmern. Ganz ehrlich, gäbe es Molly nicht könnte keiner für die Familie kochen. "Hmm, oh ja, danke das ist sehr nett von Ihnen Mrs. Weasley." ,ich wusste nicht, was ich sagen sollte außer das, da ich zuvor noch viel zu tief in meinen Gedanken steckte. "Oh Liebes, wir haben uns solche Sorgen gemacht als du ohnmächtig im Krankenflügel lagst, oh ja, besonders Ronald. Er war ganz krank vor Sorge." ,war sie so leichtgläubig, oder unterstützte sie Ronald doch bewusst, fängt das mit dem Verkuppeln jetzt schon an? "Kann ich mir vorstellen, aber es geht mir jetzt wieder gut und alles ist in aller bester Ordnung." ,ich versuchte allem so gut wie möglich auszuweichen, allem was Ronald und seine 'Besorgnis' enthielt. Ich wollte davon nichts hören. Ob Molly wusste, was er mir angetan hatte?

"Das ist schön zu hören Hermine, wirklich." ,Bills Lächeln war so ehrlich, so offen. Bill war wie George einer der...... wie sollte man es am besten sagen? Einer der 'verstehenden' Weasleys. Genau, er wusste wie ich mich fühlte, er wusste wann ich Gesellschaft brauchte, oder wann ich alleine sein wollte und man konnte sich normal mit ihm unterhalten, ohne dass nur ein Wort über Quidditch fiel. Ich hatte nie etwas gegen diesen 'Sport', wirklich, aber ich verstand einfach nie wie Harry und Ron und selbst Ginny stundenlang darüber reden konnten.

Grimmauldplatz 12, Küche
Severus

Ich konnte Lilith praktisch ansehen, wie unwohl sie sich tatsächlich fühlte. Und natürlich bemerkte ich die Blicke des jüngsten Weasley-Knaben ohne überhaupt meinen eigenen Blick zu heben. Das einzig Gute hier in dieser Küche waren meiner Meinung nach Bill und George Weasley, ja tatsächlich auch Black war mir angenehmer als diese Horde von wilden Wieseln. Und natürlich war nach ewiger Stille Molly die erste, die den Mund aufriss und über ihren ach so besorgten Ronald sprach. Das Einzige, das sie damit noch bewirkte war der Anstieg von Lilith's Unwohlsein. Merlin sei Dank waren Bill und George nicht so hirnzerfressen und sprachen Lilith mit ruhigem Ausdruck an. Ich sah nämlich, wie sie das merklich beruhigte. Kein Wunder, ein warmes ehrliches Lächeln war genau das richtige, um einer Frau das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit zu geben. Molly jedoch musste es wie immer übertreiben. Vielleicht war es ja nett gemeint von ihr, aber sie war trotzdem immer so laut. Ich frage mich heute noch wie Arthur das nach so vielen Jahren Ehe immer noch aushalten kann.
Nach Bills nettem Kommentar wollte Molly gerade wieder anfangen weiterzureden, aber bevor sie es noch unangenehmer machte: "Das ist äußerst nett Molly genauso wie die Einladung zum Essen, aber L-Hermine und ich haben noch wichtiges zu besprechen." ,schlagartig verfinsterte sich ihr Blick, also doch, sie wollte dass Lilith Ronald heiraten würde, aber nicht mit mir, bei dieser Wette hat sie jetzt schon verloren. Ich konnte es mir denken, schließlich redete sie dauernd über ihre perfekten Enkelkinder, so wie sie es bei den Ordenstreffen immer tat. "Severus, bleibt doch noch ein bisschen, es ist doch gerade so schön." ,und bleib damit ich dich vergiften kann, ohne dich gehört Hermine Ron und dann werde ich Harry dazu bringen Ginny zu heiraten, erst dann habe ich was ich will, einen berühmten Harry Potter an der Seite meiner Tochter und die schlauste Hexe an der Seite meines jüngsten Sohnes, hach... das wäre die perfekte Familie und das Geld erst. ,Molly's Gedanken verliefen in eine äußerst gehässige Richtung und da Severus gelernter Legellimentiker war bekam er jedes einzelne Wort mit und beschloss es war Zeit zu gehen.
"Komm' Hermine, wir müssen los." ,Black gab ich noch einen Blick, der ein Zeichen sein sollte.
"J-ja." ,war ihre relativ.... Nein, ihre kürzeste Antwort, die sie je gegeben hat, denn auch sie bemerkte Molly's durchaus fiesen Blick. Auch Bill und George Weasley ließ das nicht kalt, ihre Blicke sagten alles.
Black wollte offensichtlich auch aus dieser äußerst angespannten Atmosphäre verschwinden, denn er erhob sich und sprach in Molly's Richtung: "Danke für das Essen Molly, es war köstlich, aber ich muss jetzt auch los." ,und ohne eine weitere Begründung verlies er auch die Küche.

"Molly scheint nicht besonders glücklich darüber zu sein, dass du so viel Zeit mit mir verbringen willst." ,sprach meine Liebste zu mir. "Glaub' mir, die ist alles andere als glücklich, Schatz." ,war das Einzige, das ich erstmal herausbrachte.

Black folgte uns zurück in die Bibliothek und ich besiegelte die Tür mit einem Geräuschebann und verschloss sie anschließend, schließlich bräuchten wir keine ungebetenen Gäste.

Nun konnte das große Denken beginnen. Black wollte helfen, dann sollte er auch mit denken.
Schließlich könnte eine der gefährlichsten Hexen auf freiem Fuß sein.
Doch kaum drehte ich mich um, sah ich wie mein Liebes schon wieder bei den schwarzmagischen Büchern herumstöberte.
Hach, mein dunkler Engel. *grins* 

Blutrot (Snamione)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt