5. Kapitel - Polizeirevier

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Wir stiegen aus, ich schaute mich um und war mir von Anfang an sicher. ,,Ich geh da nicht rein!“, rief ich entschieden und riss mich von ihnen los. Jetzt zählte jeder Schritt. ,,Los, sie läuft weg!“, rief der eine Polizist dem anderen zu und der wurde sofort aufmerksam: ,,Bleib stehen!“, rief er sehr laut. Niemals!, dachte ich mir naiv. Blöderweise war ich noch nicht so geübt auf nur zwei Beinen. Mist, die holten auf! Dann stolperte ich auch noch und kam nicht wieder hoch. Ehe ich mich versehen hatte, war der eine Polizist wieder da und hielt mich fest. Also musste ich schließlich doch in dieses Gebäude.

Als ich hinein kam sah ich noch mehr von diesen Polizisten, in schwarz gekleidet und mit ernstem Gesichtsausdruck. Sie schauten mich nicht gerade freundlich an. Einer aber fletschte sogar die Zähne, oder lächelte er nur? Es war immer noch etwas schwierig das zu unterscheiden, denn einerseits sagten mir meine Instinkte das eine, doch der Fakt, dass er ein Mensch war, das andere. Leider hatte ich keine Zeit ihn länger zu betrachten, denn ich wurde in einem schnellen Tempo nach vorne gedrückt. Dann kamen wir in einen Raum in dem nur zwei Stühle und ein Tisch standen. Der eine Polizist drückte mich in den Stuhl und ging dann raus, der andere sagte beim verschwinden noch: ,,Gleich kommt jemand, warte einen Moment." Warten?! Ich musste hier raus und das schnell! Ich wartete kurz bis er außer Hörweite war, dann sprang ich blitzschnell auf und suchte einen Fluchtweg. Ein Fenster gab es, aber davor war ein dickes Gitter. Aus der Tür, so herauskommen wie ich hereingekommen bin? Nein, da waren noch die anderen Polizisten. Aber mehr Möglichkeiten gab es nicht und ich zerbrach mir schon fast den Kopf. Wenn ich nur wieder eine Katze wäre! Dann könnte ich einfach zurücklaufen. Niemand hier würde auf eine kleine Katze achten! Da... da war es wieder, dieses Kribbeln. Ich spürte es ganz genau. Was war das?! Plötzlich schrumpfte ich und merkte, wie sich mein Körper veränderte. Ich war wieder eine Katze! Juhu! Ich stand in meinen geliehenen Klamotten. Da waren Schritte! Schnell versteckte ich mich hinter dem Tisch, der zum Glück fast die gleiche Farbe wie mein Fell hatte. Ein Polizist trat ein. ,,Hallo!“ ,sagte er aber dann verstummte er, ,,Wo bist du? Verdammt! Wo ist die?!“ Hier, dachte ich mir und lache mich innerlich kaputt. Ich wusste gar nicht, dass Menschen so schlechte Augen hatten. Er schaute sich noch kurz suchend um, dann tippte er auf seinem Handy herum. ,,Ich bin's, ihr habt das Mädchen doch hergebracht, oder?“ - ,,Ja, haben wir“ ,sagte das Gerät und knackste, ,,Warum?“ - ,,Weil sie nicht hier ist!“, schrie er aufgebracht. ,,Dann lassen wir das Gebäude und die Gegend durchsuchen. Ist doch nicht das große Drama, entspann dich“, kam es seelenruhig aus dem Handy. ,,In Ordnung“, brummte der Mann genervt, legte es auf den Tisch und ging heraus.

Miau! (Woodwalkers ff) Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt