Raus, raus, hinaus

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Im Moment war es mir egal was aus meinem Vater werden würde.

Ich wollte nur noch weg
und sicher stellen das ich meinen Vater nie wieder sehe.

Ich wollte ihn nicht mehr wiedersehen.

Niemals.

Egal was passieren würde.

Ich würde nicht umkehren und ihn um Vergebung bitten.

Niemals.

Dazu war ich zu stolz
und das wusste ich.

Mein Vater hatte in mir ohne hin nie mehr gesehen als einen Bediensteten.

Ich wollte ihn nie wieder sehen...

Wollte seine  Stimme nicht mehr hören...

Und vor allem wollte ich nie wieder von ihm geschlagen werden...

Doch irgendetwas sagte mir,
das ich ihn wieder sehen würde.

Irgendwann...

Ich wusste nicht woher dieses Gefühl kam...

Es war einfach da...

Und urplötzlich fürchtete ich mich vor diesem Tag,
welcher hoffentlich noch in weiter ferne lag.


Eilig lief ich los.

Ich wollte weg,
weit weg.

Glücklicherweise hatte ich mir schon früher Gedanken über das Weglaufen gemacht.

In den richtig schlimmen Momenten,
als ich nicht mehr konnte.

Als ich am Boden war.

Als ich,
wie jetzt,
nur noch fort wollte.

Weit fort.

Deshalb hatte ich einen Plan.

Früher oder später würde mein Vater mich sicher wieder als Haushaltskraft brachen.

Aber dann würde ich schon weg sein.

Weit weg.

Am besten in einem anderen Land.

Ach eigentlich war es egal wo,
nur nicht mehr hier.

Schnellen Schrittes ging ich zur Haltestelle.

Ich würde mein Geld nicht für ein Ticket verschwenden müssen,
die Menschen würden mich übersehen,
so wie sie es schon immer getan haben.

Und zum ersten Mal,
war ich froh darüber unsichtbar zu sein.


Es hielt eine Bahn als ich den Gleis gerade betrat.

Ich beeilte mich und stieg ein.

Ich wusste nicht wohin die Bahn mich bringen würde,
aber das war mir im Moment auch egal.

Sie würde mich in mein neues Leben bringen...

Das spürte ich...

Langsam merkte ich wie mich die Müdigkeit übermante und ich viel in einen tiefen Schlaf.



Ich spürte eine Erschütterung die mich aus dem Land der Träume riss.

Ich brauchte einen kurzen Moment um zu wissen,
wo ich mich befand.

Doch schließlich prasselten die Erinnerungen der vergangenen Stunden auf mich ein.

Ich war...

Ja,
wo war ich eigentlich?

Ich verließ die Bahn und sah mich um.

Ich kannte diese Stadt,
von Bildern und aus Filmen.

Ich war in Hamburg...



Sorry, das hier so lange nichts mehr kam. Ich hatte Schulaufgaben stress und erste jetzt wieder Zeit und Lust diese Geschichte fortzusetzen.



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