Die Wahrheit

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„Ich glaube ja. Ich bewege schon meine Zehen.", sagte Derek mit einem Hauch von Hoffnung.
„Toll, ich bewege auch meine Zehen.", gab Stiles
zurück.

Plötzlich durchschnitt ein Alarm die entstandene Stille und im ganzen Gebäude ging das Licht aus.
Passend zu diesem Zeitpunkt schaffte ich es meine Fesseln zu zerschneiden.

Scott stürmte gerade in den Raum und fuhr seine Krallen aus um meine Seile zu zerschneiden.
„Nicht nötig.", sagte ich stumpf, schnappte mir meine Armbrust und verschwand im Gebäude.

Hinter mir merkte ich noch wie Scott seinem besten Freund hoch half und mit ihm in eine andere Richtung verschwand. Als ich tiefer in den Gängen verschwand viel mir der Rauch im Gebäude auf.

Allerdings war dies kein Rauch der wegen eines Feuers entsandt. Ich kannte diese Art von Rauch. Sie wurde von einer Rauchbombe ausgelöst und es gab nur eine Familie in Beacon Hills die diese mit allen möglichen anderen Waffen in ihrem Haus aufbewahrten.

Wahrscheinlich hatte Gerards Rede bei Allison mehr bewirkt und sie hatte sich zusammen mit dem Rest meiner Familie gegen Derek Hale verschworen.

Mit vorsichtigen Schritten und einer geladenen Armbrust ging ich durch die Gänge und suchte nach irgend jemandem. Vorzugsweise nach Melissa und dem Sheriff.

In einem kleinen Raum voller Akten blieb ich plötzlich leise stehen. Schritte von beiden Seiten aus dem Gang ließen mich meine Armbrust nach draußen richten.

Ein plötzliches stechen in meinem Bein ließ mich zusammen sacken.
„Keyla ?", fragte die Stimme von meiner Schwester.

„Oh mein Gott. Es tut mir so leid. Ich...", fing sie an. Ich sah runter auf mein Bein in dem ein Pfeil drin steckte. Auch meiner Vater tauchte am Türrahmen auf.

Trotz der Schmerzen bewegte ich mich dazu aufzustehen. Ich zog den Pfeil aus meinem Bein und schnappte schnell nach Luft um einen Schrei zu verhindern.

„Weißt du noch was ich dir beim Rave gesagt habe ?", fragte ich an Allison gewannt.
Sie sah mich verwirrt an.

„Du solltest nach Hause gehen.", sagte ich zwischen zusammen gebissenen Zähnen.
„Vielleicht solltest du das jetzt auch tun, bevor du hier Möchtegern Cat-Women spielstund einfach so Leute erschießt.", fügte ich wütend hinzu und sah in ihren Augen das sie eindeutig verletzt war.

„Und vielleicht hättest du mir sagen sollen das du nicht meine Schwester bist.", gab sie zurück und ließ eine Träne frei.
„Wann wolltest du es mir sagen? Mhm?", fragte sie verletzt.

„Oder du ?", fragte sie erneut und sah zu Dad.
„Wieso müssen alle Menschen mich immer anlügen.", sagte sie mit zitternder Stimme.

Langsam blickte ich von meinem Bein auf und sah fassungslos zu Dad, der geschockt zu Allison sah.

Ein Schatten zog meine Aufmerksamkeit auf sich. Der Kanima sprang von der Decke und wollte gerade mit seinen Krallen ausholen um Dad zu töten, als ich und Allison im gleichzeitig einen Pfeil in den Kopf jagten.

Der Kanima stieß einen Schrei aus und rannte auf Allison zu. Dieser reagierte schnell und machte sich auf den Weg nach draußen oder aufjedenfall weg von ihr.

Schnell lief ich zu meinem Vater der bewusstlos auf dem Boden lag.
„Dad. Jetzt ist wirklich eine miese Zeit für Schönheitsschlaf.", sagte ich und hockte mich über ihn.

Mein Bein blutete immer weiter und ich suchte nach etwas um die Blutung zu stoppen. In dem Raum in dem ich vor Sekunden noch war fand ich einen Schal. Diesen nahm ich und wickelte ihn als Druckverband um mein Bein.

Passend dazu wachte mein Vater auf.
„Wo ist sie ?", fragte er nachdem er sich aufgesetzt hatte.
„Sie ist vor Jackson weggerannt. Ich weiß es nicht.", gab ich wieder.

Dads Blick wanderte langsam zu mir runter. Seine Augen trafen meine und in seinen Augen konnte ich Reue erkennen.

„Es tut mir leid das ich es dir nich gesagt habe, aber ich hatte es Kate versprochen.", fing er leise an.
„Woher weiß sie es?", fragte ich ernst.

„Ich denke Gerard hat es ihr gesagt.", sagte Dad und sah mich traurig an.
„Mieser Bastard.", flüsterte ich wütend.

„Woher weißt du es ?", fragte er mich und ein paar Flashbacks flackerten in meinem Kopf auf.
„Ist nicht wichtig. Los Rette deine Tochter.",sagte ich und humpelte in die andere Richtung.

„Du wirst auch immer meine Tochter sein Keyla. Auch wenn du mir das hier vielleicht nie verzeihst.", hörte ich Dad leise murmeln.

***

Meine Armbrust hatte keine Pfeile mehr, also bückte ich mich um die zwei Ringdolche aus meinen Stiefeln heraus zu ziehen.

Im Gebäude hörte ich plötzlich eine weibliche Stimme. Leider war meine Sicht durch den Rauch ziemlich eingeschränkt und alles verschwamm ein wenig durch meinen hohen Blutverlust.

Ich folgte den Stimmen und fand schließlich Melissa in einer Zelle und den Sheriff an die Wand gekettet mit einem paar Handschellen.

„Kommen sie, kommen sie, kommen sie. Ja, sie schaffen das.", feuerte Melissa den Sheriff an der gerade versuchte die Verankerung die an der wand angebracht war rauszureißen um die Handschellen abzubekommen.

„Hilfe gefällig ?", fragte ich leicht lächelnd und beide Erwachsenen sahen jetzt zu mir. Melissa scannte kurz mein Bein ab und schlug die Hände überm Mund zusammen.

„Oh Gott, Keyla.", sagte sie leise.
„Du musst in ein Krankenhaus.", fügte der Sheriff hinzu.
„Dafür haben wir keine Zeit.", gab ich zurück und half dem Sheriff die Handschellen zu entfernen.

„Ihr habt's geschafft.", sagte Melissa glücklich, als die Verankerung endlich nachgab.
„Passt auf.", rief sie doch schon lag der Sheriff neben mir.

Matt hatte ihn mit einem Faustschlag außer Gefecht gesetzt.
Schließlich sah er zu mir. Ein fieses Grinsen zierte sein Gesicht.

„Matt du musst das nicht tun. Mein Sohn wurde angeschossen und Keyla. Kannst du mich bitte helfen lassen.", fing Melissa.

„Wie ahnungslos seid ihr Dummköpfe eigentlich ?", fragte Matt und ging weiter auf mich zu.
Vor mir blieb er stehen und presste dann die Waffe an meinen Kopf.

„Los mach schon. Erschieß mich, doch dann wirst du nie rausfinden was mit dir passiert.", sagte ich durch zusammen gepresste Zähne.
Mein Bein schmerzte höllisch und ich hatte weder eine Ahnung wo Allison war noch ob es ihr und Dad gut gingen.

Matts Hände fingen an zu zitterten.
„Du bluffst.", sagte er und drückte die Waffe fester an meinen Schädel.
„Ach ja, was glaubst du wieso du diese Schuppen kriegst. Du wirst selbst zum Kanima.", gab ich zurück.

Ein Brüllen unterbrach unsere Konversation. Matt haute mir die Waffe gegen den Kopf und um mich herum wurde alles schwarz.

Ich vernahm noch einzelne Kampf Geräusche, doch irgendwann verstummten auch diese.

Das einzige was ich sah war schwarz und das einzige was ich hörte war endlose Stille.

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Neues Kapitel!!!!

1083 Wörter

Larah

Noch eine Argent ? //Stiles StilinskiWo Geschichten leben. Entdecke jetzt