Fünf

3K 72 3
                                        

Samantha

Er setzte sich uns gegenüber, ich wollte ihn garnicht so genau ansehen, vielleicht trug er Schmalz locken oder sogar einen Schnurrbart, so ein abgehobener Schnauzer.

„ schweigen wir uns nun die restlichen drei Stunden an oder wollen wir über was reden?"
Hörte man seine Stimme nun, meine beiden Freundinnen scheinen gerade abzustürzen, ich kann mir bildlich vorstellen wie es in ihnen aussieht.

„ ich glaube sie brauchen einen Moment."
Bekam er knapp zurück, ich würdigte ihn keinen einzigen Blick, wofür auch?

„ was liest du für ein Buch?"
Nun hatte er mich, leider, denn wenn es um meine Bücher ging wahr ich wie eine andere Person.
„ ein Leben in Worten."
Bekam er zurück, kurz schien er zu überlegen.
„ dass hab ich letztens gelesen, das Buch ist gut, ich lese eigentlich nicht so oft aber wenn mich ein Titel anspricht lese ich halt auch mal..."

„ dass ist mein Buch, bin die Autorin"
Kam es ruhig aus mir, kurz darauf, da es still wurde würdigte ich ihm doch den blick.
„ du bist also Autorin? Magst du kein Fußball?"
Ich schüttelte Schlicht weg den Kopf und sah zu meinen beiden Freundinnen, Stella schaffte es sich endlich zu reparieren, Hanna folgte kurz darauf, Gott sei Dank, das wahren ihre drei Stunden und nicht meine.

Sie begannen mit reden, währenddessen lies ich in alle ruhe weiter, bei so manchen Dingen muss ich meine Freundinnen komisch ansehen, auf was die alles kommen.

Mein Blick flog durch den Raum, wie lange musste ich hier denn noch sitzen? Julian hat wohl meinen Blick durchs ein Raum lesen können und sah zu mir.

Jetzt, wo ich ihm dass erste mal so in die Augen sah, kam er mir irgendwie bekannt vor.
„ kenne ich dich irgendwoher?"
Fragte nun auch er nach, diese blonden Haare, die blauen Augen, mein Kopf setzte die Teile zusammen weshalb meine Gesichtszüge kurz verzogen.

„ ich hab dich angerempelt vorgestern beim Einkaufszentrum."
Er scheint nun auch sein Rätsel gelöst zu haben und bringt ein wissendes „ ahhh stimmt!" von sich.
Klar stimmt dass, natürlich stimmst du mir zu, wieso denn auch nicht.

„ Sag mal wieso bist du eigentlich da? Du siehst nicht gerade nach einem Fan aus."
Ich schlug mein Buch zusammen und packte es in meine Tasche ein, sah wieder zu Julian und zeigte zu Stella und Hanna.

„ ich habe dass gewonnen und deshalb muss ich hier sitzen, und ne ich bin definitiv kein Fan von dir oder all den anderen Ball jungen auf dieser Welt, es gibt wichtigeres."
Sein Gesicht verzieht sich deutlich ins unverständliche.
„ Ball jungen?"
Fragte er abwertend nach, ja jetzt kommt dass arrogante wohl raus.

„ ja, weil du und alle deine Freunde da draußen, kleine Kinder seid die nie erwachsen werden und mit einem Ball spielen und dafür bekommt ihr Millionen von sinnlosen Euros in den Arsch geschoben."
So, nun wahr meine Meinung draußen, Stella sowie Hanna seufzten genervt auf, Julian sah nicht gerade glücklich über diese Meinung aus, was mich aber überhaupt nicht kümmerte.

„ und ich keine Menschen die nichts bedeuten- du bist nur ein weiterer von dieses Millionen Menschen die denken nur weil sie Tricks mit ne Ball können, sie gleich Legenden sind, es gibt echte Legenden und die haben dafür keine Millionen in den hintern geschoben bekommen, die wahren auch arm und haben sich alles selbst erarbeitet...! Gut, Hanna und Stella, genießt eure Zeit mit eurer tollen Legende ich warte draußen im Auto, so was dummes...!"
Fluchte ich beim loslaufen, stieg wenig später in den Wagen und lehnte mich zurück.

Vielleicht wahr dass gemein, die ganze Wahrheit direkt zu sagen, vielleicht sind Hanna und Stella nun auf mich sauer, aber dann ist dass so, es interessiert mich nicht.

Meet me in Person Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt