Dieser Junge

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Erwin POV

Ich betrat die Klasse an Morgen und sah zu mir runter ein kleiner dünner Junge stand vor mir, zusammenzählen konnte ich deswegen wusste ich das muss der neue sein. Meine Hand legt sich kurz auf seine Schulter um die Aufmerksamkeit zu bekommen von ihm diese wurde mir allerdings direkt weggeschlagen.
Temperament hatte der kleine und seine Augen stahlgrau wunderschön aber eiskalt. Mit ihm stimmt irgendwas nicht.
Das waren die Sachen die mir direkt durch den Kopf schwirrten, irgendwie passt er hier nicht rein. Kurz stellte ich ihn vor was mit einem „Tch" seiner Seite protokolliert wurde. Er setzte sich und starrte nur aus dem Fenster bis er schließlich einschlief.
Das kann doch wohl nicht wahr sein! Neu und direkt schlafen im Unterricht! Seine Noten werden sicher nicht gut werden und wenn er sich so benimmt mehr als verdient.
Ich dachte nach und schlug ein Buch neben ihn auf den Tisch, die sanfte Tour hatte er sich nicht verdient bis her und schlafen duldete ich sowieso nicht bevor ich irgendwas realisieren konnte. Stand der kleinere vor mir mit gehobener Hand panischen Atmen und einem analysierenden Blick.
Wow da kann gewaltig was nicht stimmen. Jeder erschreckt sich aber keiner würde seinen Lehrer schlagen weil man geweckt wurde und diese Augen warum ist er panisch? Es ist doch nichts passiert?
„Nimm die Hand runter und setz dich" sagte ich einfach streng und er setzte sich sofort. Natürlich überhören ich das geflüstere nicht und auch einzelne Wortfetzen konnte ich sehr deutlich hören, und die waren nun wirklich keine warmen Worte. Schrecklich muss sich sowas an fühlen am ersten Tag, aber ich hoffte das Hange das einfach wieder richtet. Sie lässt sich nämlich nicht so schnell unter kriegen.
Levi machte zwar nicht sonderlich mit den Rest der Stunde aber wenigstens schenkte er mir ein Teil seiner Aufmerksamkeit. Als es klingelt lies ich alle gehen.
„Ackermann mit dir muss ich noch reden"
Gelächter und Gerede kam wieder, was er für ne Strafe bekam und das er sich ja was anhören dürfe. Nach ein wenigen Minuten waren wir auch schon alleine, er schaut mich nicht einmal an und wenn ich seine Augen wahrnehmen konnte sah sein Blick langweilig und genervt aus. Das muss eine Maske von ihm sein.
„was gibt es Herr Smith?"
„Ich will wissen wieso mein Schüler die Hand gegen mich erhebt ohne zu zögern." ich versuchte ruhig zu sprechen um sein Vertrauen zu gewinnen, aber das war schwerer als gedacht die Situation brachte mich doch ein wenig in Rage, immerhin kriege ich nicht jeden Tag fast eine Backpfeife.
„Ich habe mich erschrocken...es waren Reflexe" murmelt er.
„Reflexe sind nicht einfach ohne Grund so ausgeprägt...ist auf deiner alten Schule etwas mit dir gemacht worden? Oder Zuhause? Ich kann dir helfen wenn du redest weist du?"
„Tch. Danke. Ich brauche keine Hilfe und erst recht nicht von ihnen oder der Klasse, und tun sie niemanden zwingen bei mir zu sein." der kleinere wurde immer kühler beim sprechen.
Woher weis er was ich vorhabe?
„Werd ich nicht die Menschen werden freien Stückes zu dir kommen. Levi...als dein Klassenlehrer bin ich verpflichtet sowas deinen Eltern zu erzählen..."
„Tch. Hab ich nicht." und schon geht er aus der Tür raus in die Pause.
Er hat keine Eltern? Wer nimmt denn acht auf ihn volljährig ist er immerhin nicht?
Viele Fragen brummten durch meinen Kopf. Und geschockt über die Tatsache die er erzählte schaute ich auf die Tür in der Hoffnung er hat mich verarscht damit er kein Ärger kriegt. Langsam ging ich zum Lehrerzimmer und las Levi's Akte von der alten Schule die wir bekommen hatten.
Freundet sich mit älteren an...
Verdacht auf Drogen oder Alkohol...
Wohnt alleine...
Eltern Tod....
Keiner ist zuständig für ihn...
Bitte was? Das kann nicht sein. Egal wie Levi drauf ist aber Drogen und Alkohol Probleme hatte er wohl kaum, hoffe ich. Wahrscheinlich nimmt er die Trenddroge auf einer Party , aber nicht mehr oder?
Mein Kopf brennt vor Fragen und ich suchte bei meinen Kollegen um Rat wie ich mit so einem Kind kooperieren kann. Klar wir hatten immer mal schwere Fälle bei uns aber mit denen konnten wir reden, der kleine bricht jeden Versuch ab und das ziemlich erfolgreich da werde ich doch nie eine Chance haben.
Ich bereite mich auf den weiteren Schultag vor der ohne Probleme verlief, bis ich raus gehe zum Auto. Ein Levi mit einer Zigarette in der Hand gemütlich am Rauchen. Das las ich nicht zu.
Ich nahm seine Zigarette trat sie aus und schickte ihn nachhause. Als Quittung dafür krieg ich einen Todesblick und Knurren zu geworfen, aber damit kann ich leben.

Mehr als „nur" ein lehrerWo Geschichten leben. Entdecke jetzt