Kapitel 28

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Nelia:

Natürlich waren auch meine Freunde gekommen und meine Familie. Dean hatte sich mit seinem Namen einen Weg in den Backstage Bereich besorgt. Natürlich kannte man Dean. Jeder kannte Dean. Er war weltberühmt und somit musste er nur mit den Wimpern klimpern. Wir hatten uns in meine Garderobe verzogen. Dean hatte mich fest im Arm und sprach mir gut zu. „Heute ist einfach nicht mein Tag. Es wird was schief gehen. Das Mikro geht nicht oder ich versinge mich.", äußerte ich meine Bedenken. Dean küsste mir liebevoll auf die Stirn. „Du schaffst das. Egal was kommt du wirst das rocken. Mach dir nicht so ein Kopf.", sagt er ruhig und streicht meinen Rücken auf und ab. Ich atme tief ein und genieße seinen Geruch. „Hey.", Dean hebt mein Gesicht an. „Du schaffst das. Ich bleibe bei dir und du rockst das da draußen.", er drückt mir lächelnd einen Kuss auf die Lippen.
Als es an der Tür klopft lassen wir von einander ab und ich öffne die Tür. „Du bist gleich dran.", erzählt mir eine junge Frau mit einem Headset auf dem Kopf. Ich nickte und sehe zu Dean. Er lächelt mir aufmunternd zu und kommt zu mir. Er nimmt meine Hand und zieht mich aus der Garderobe. Zusammen, händchenhaltend, gingen wir Richtung Bühne. Ich bekam von vielen eifersüchtige Blicke zugeworfen. Wahrscheinlich weil ich die Hand von Dean O'Halloran halte. Mein Manager und Produzent redeten noch kurz mit mir bevor ich auf die Bühne gehe. Dean steht neben der Bühne, ich konnte ihn von meiner Position aus sehr gut sehen. Er lächelte mir nochmal aufmunternd zu und dann kamen die ersten Töne. Über mir wurde meine Silhouette auf mehren Bildschirmen angezeigt. Ich konnte es nicht sehen aber ich wusste es weil ich mit Steve vorher zu geguckt hatte als die Techniker es getestet haben.

Um mich rum leuchtete alles rot

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Um mich rum leuchtete alles rot. Es war einfach toll und als ich dann anfing zu singen, waren alle Zweifel verflogen. Es ist einfach unbeschreiblich wie sich das anfühlt. Ich sang einfach. Meine Augen hatte ich geschlossen und lies meine ganzen Gefühle in meine Stimme gleiten. Ich hörte das Publikum schreien und jubeln. Ich hatte das Gefühl ich würde schweben. Ich hatte jetzt 2 Lieder gesungen und stimmte nun das dritte an. Wieder verblasste alles um mich herum und ich ließ meinen Gefühlen freien Lauf. In der Mitte des Liedes hörte ich das Publikum, es war unruhig und brüllte etwas unverständliches. Und dann ging alles ganz schnell. Ich öffnete meine Augen und dann sah ich sie. Ich sah das Publikum direkt vor mir, Handys waren auf mich gerichtet. Scheiße das darf nicht passieren. Ich schaute perplex auf den Boden vor mir. Dort lag das rechte Leinentuch auf dem Boden.

Bevor ich mich bewegen konnte wurde ich abgeschirmt

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Bevor ich mich bewegen konnte wurde ich abgeschirmt. Zwei Security Leute standen vor mir und Dean zog mich vorsichtig von der Bühne. Sobald wir aus dem Blickfeld waren, legte er seine Hände auf meine Schultern und sah mir tief in die Augen. „Hey alles wird gut.", sagt er und drückt mich gegen seine harte Brust. Ich atme wieder einmal seinen Duft tief ein und klammerte mich an ihn. Er war gerade mein einziger Halt. Und dann kam es über mich. Ich schluchzte und weinte so sehr. Ich hatte gewusst dass heute nicht mein Tag war. Ich wusste es würde etwas schief gehen, das es so gravierend ist hätte ich nicht erwartet. Sie haben mich gefilmt es ist bestimmt jetzt schon öffentlich. Ich merkte nur neben bei das Dean mich hoch genommen hatte und in die Garderobe befördert. Nun saß ich auf seinem Schoß und er beruhigte mich mit kreisenden Bewegungen auf dem Rücken und beruhigende Worten. Er sagte immer wieder dass es nich so schlimm ist und wir es wieder hin kriegen. Die Worte waren beruhigend aber die Tatsache das er diese auf Deutsch sagte, machte mich so viel ruhiger. Es war so intim für mich wenn wir deutsch redeten. Ich war ihm so dankbar dafür. Alleine wäre ich gerade aufgeschmissen. Ohne Dean an meiner Seite war ich schon immer aufgeschmissen.

DEAN:
Seit einer halben Stunde hielt ich dieses kleine, zitternde und weinende Mädchen im Arm. Nel war nicht aufzuhalten, immer wieder kamen laute Schluchzer aus ihrer Kehle und sie atmete zitternd ein. Inzwischen hatte ich sie einfach nur fest an mich gedrückt. Noch ein paar Minuten saßen wir einfach so da. Ihr Atem wurde wieder ruhiger und die Schluchzer immer leiser. Ihr Atem war immer noch zittrig aber sie weinte nicht mehr so doll. Es klopft an der Tür. Sie machte sich nicht mal die Mühe aufzusehen. „Ja?", rief ich dann schlussendlich als von Nel nichts mehr zu erwarten war. Die Tür ging auf und ich sah Will, Brian und Jessi in der Tür stehen. Sie sahen etwas überrascht aus fingen sich dann aber schnell. Sie kamen leise herein und sagten nichts. Irgendwann ertönt die Stimme von Nel. „Wie schlimm ist es?", fragt sie leise. Ich sah die drei vor mir fragend an. Sie sahen sich alle gegenseitig an. „Man bekommt es mit Sicherheit unter Kontrolle.", erklärte Brian. Sie nickt ganz leicht. „Können wir nachhause fahren?", fragt Nel dann so leise das es wahrscheinlich nur für meine Ohren bestimmt war aber der Raum war klein und mucksmäuschenstill also hörten auch unsere Freunde die Frage. Ohne auf die fragenden Blicke einzugehen, setzte ich Nel von meinem Schoß ab. Ich reiche ihr einen Pullover der über der Lehne hing und suchte dann ihren Kram zusammen. Zum Glück war es nicht viel. Die anderen sagten immer noch nichts und standen nur da. Ihre Blicke waren mitfühlend auf Nel gerichtet. „Wir können.", sagte ich als ich alles hatte. Nel nickt und ging voraus. Ihr Manager kam auf uns zu. „Wir müssen reden.", sagt er streng. Nel sah nicht mal hoch. „Mach was du für richtig hältst aber ich kann jetzt nicht.", ihr stimme ist kratzig und leise. Er nickt und sah dann doch kurz nicht so streng aus wie er sich gab. Nel ging weiter. Die drei folgten uns. Ich hatte mein Auto zum Glück auf dem Privat Parkplatz geparkt. Somit waren wir von den Fans abgeschirmt. „Wenn du was brauchst melde dich bei uns.", Brian redete laut und deutlich. Er sah aber etwas geknickt aus. Nel nickt und ging zu meinem Auto. Ich öffnete es von weitem und sie krabbelte rein. „Pass auf sie auf.", Will legte eine Hand auf meine Schulter und lächelte leicht. „Ich komme sie nachher nochmal besuchen.", sagte Brian und wieder nickte ich. Jessi sah mich misstrauisch an. Bevor sie ihre Zweifel laut äußern konnte verabschiedete ich mich. Zusammen mit einer völlig fertigen Nel fuhr ich zu mir. Wir redeten nicht aber ich legte meine Hand auf ihren Oberschenkel und sie legte ihre Hand auf meine. Ich lächelte sie immer wieder an aber das nahm sie gar nicht war. Sie starrte nur aus dem Fenster und dachte nach. Das sah man immer sehr gut an ihren Sorgenfalten auf der Stirn. Zuhause angekommen quälte sie sich langsam aus dem Auto.

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