• Viel mehr als unsere Fähigkeiten sind es unsere Entscheidungen, die zeigen, wer wir wirklich sind. ~ J.K. Rowling •Gegen 12 Uhr bin ich endlich aufgestanden. Meine Eltern sind beide arbeiten und ich habe Sturmfrei. Die Ruhe hält nur wenige Minuten, denn mein Handy klingelt. Mit einem Lächeln ging ich ran. „Was gibts?", frage ich Jessi. „Ich wollte fragen ob du nachher mit kommen willst ans Meer.", fragt sie fröhlich. „Klar.", sage ich. „Sollen wir dich abholen?", fragt Jessi. „Klar gerne. Mein Wagen is noch nicht geliefert worden.", sage ich genervt. „Okay. Wir sind in einer Stunde da.", verabschiedet sie sich.
Na dann mal los. Schnell springe ich unter die Dusche und rasiere nochmals schnell meine Beine. Dann schlüpfe ich in meinen weißen Bikini und ziehe mir ein Sommerkleid drüber. Meine Tasche packe ich in Rekord Zeit und in der Küche packe ich noch eine Flasche Wasser ein. Dann hupt es auch schon. Als ich raus gehe staune ich nicht schlecht. Dort steht ein fetter RangRover der super neu aussieht. Ich steige hinten ein und dann sehe ich auch wer den Wagen steuert. Es ist der Typ dessen Namen ich immer noch nicht kenne. „Hey", begrüße ich Jessi und Ryan. Der Typ sagt nichts. Dieses Mal hat er ein Basecap auf und auch das hat er wieder tief ins Gesicht gezogen. Dazu trägt er eine RayBen Sonnenbrille und einen Kapuzenpulli und seine Kapuze hat er über den Kopf gezogen. Ist dem nicht warm? Es sind mindestens 28 Grad.
Das einzige was läuft ist Musik und keiner der anderen redet. Ich fühle mich wirklich sehr unwohl bei dieser Stille. Dann fangen die Jungs ein Gespräch an. Wieder bekam ich das Gefühl diese Stimme zu kennen aber zuordnen konnte ich sie nicht.
„Wann hast du wieder ein Spiel?", fragt Ryan neugierig. „In zwei Wochen.", gab der Typ ruhig und leise zurück. Sie reden noch weiter über viele Themen.
Das war mein Moment mich zu erkundigen. „Warum ist der so eingehüllt?", frage ich leise Jessi neben mir und nicke zu unserem Fahrer. Sie sah erst etwas überfordert aus und dann sah man ein Grinsen an ihren Mundwinkeln zupfen. „Wirst du noch sehen.", gab sie nur zurück. Ich sah sie mit einem Dein-ernst-jetzt Blick an. Sie zuckte nur mit den Schultern und sah dann aus dem Fenster. Gut also werde ich aus ihr nichts raus bekommen.
Endlich kamen wir auch zum stehen. Ich habe hier zwar gelebt aber an diesem Strand war ich noch nie. Wir haben vor einem Haus geparkt welches sehr teuer aussah. Ich konnte schon Will, Ali, Lilly und John sehen. Neben ihnen stand eine Blondine. Sie sah bildschön aus und strahlt förmlich. Jedes Mädchen würde eifersüchtig auf sie werden. Sie war einfach wunderschön. Ihre Haare saßen perfekt und ihr Körper war perfekt.
Wir steigen endlich aus und ich begrüßte alle. Die Blondine stellte sich als Mandy heraus. Sie war sehr nett jedenfalls soweit ich das beurteilen konnte. Dann kam unser Fahrer und küsste sie kurz und danach strahlte sie noch mehr.
Will fragte mich wie es mir ginge und ob ich mich freue auf den Strand. Die anderen waren schon voraus gegangen. Sie gingen zwischen zwei Häusern durch und Will schloss hinter uns ein Tor. Wo waren wir denn hier ?
„Wo sind wir hier?", frage ich leise. Will sah mich forschend an. „Na bei ihm zuhause.", erklärt er und nickt zu dem verhüllten Typen. Ähm ok ? Jetzt verstehe ich gar nichts mehr.
Am Strand war es leer. Kaum jemand war da und langsamen verstand ich auch warum. Es war ein Privatstrand von den Häusern die hier anliegend waren. Also hatte der Typ nicht nur ein luxuriöses Haus, nein auch einen eigenen Strand. Ich sah mich nach ihm um, aber konnte ihn nicht ausfindig machen. „Kann ich dich mal was fragen?", frage ich Will als die anderen schon zum Wasser stürmen und wir noch bei unseren Sachen standen. „Klar immer.", sagt er freundlich. „Wer ist der Typ? Und warum ist er immer so verhüllt?", frage ich leise. Dann sah er mich schockiert an. Warum waren alle so seltsam drauf wenn ich frage. „Ähm naja ... also das ist so..", fängt er an und schaut mich dann nochmals prüfenden an. „Das ist Dean.", sagt er so schnell das ich es kaum verstand aber bei diesem Namen zog sich immer mein Herz zusammen, also hatte ich mich nicht verhört. „Was!?", sage ich hysterisch. Er schaut mich warm und mitfühlend an. „Warum habt ihr mir das nicht gesagt?", frage ich verzweifelt. Sowas konnten sie mir doch nicht antuen. Er saß gestern neben mir und ich habe darüber geredet das ich nach ihm noch keine Beziehung eingehen konnte. „Naja erst dachten wir du ignorierst einfach das er es ist. Aber dann ist uns aufgefallen das du ihn nicht erkennen kannst. Ich meine wir kennen ihn so aber du nicht.", erklärt er. „Naund ihr hättet mir sowas nicht verheimlich dürfen.", sage ich laut und sauer. „Wir wussten das du dann heute nicht mit gekommen wärst.", sagt er leise und entschuldigend. „Ja ganz Recht. Wir sind bei meinem EX zuhause, mit seiner Freundin!?", meine Stimme war zuerst wütend aber dann brach sie und ich blinzelte um die aufkommenden Tränen zu unterdrücken. Will nahm mich in den Arm. „Es tut mir leid das du es so erfahren musstest.", sagt er leise und drückt mir einen Kuss auf den Scheitel. Ein leichtes Zittern macht sich in mir breit. Will merkte es und streichelt mir vorsichtig über den Rücken.
Dann hörte ich Schritte. Natoll es kann nur er sein. Alle anderen waren im Wasser. Ich löste mich von Will und versuchte mich unter Kontrolle zu bringen und meine wahrscheinlich roten Augen zu verstecken. Er sollte nicht sehen das ich wegen ihm so drauf war. Will war meine erlösende Rettung. Er setzte mir seine Sonnenbrille auf.
Und als ich dann meinen Blick vom Boden abwende sah ich ihn. Er trug nur eine Badehose und seine Sonnenbrille. Und jetzt erkannte ich ihn auch. Diese braunen Haare die immer so glänzten und das niedliche Lächeln welches er immer im Gesicht hatte wenn er gut drauf war. Aber sein Körper hat sich sehr verändert. Er ist viel breiter geworden. Das meine ich im positiven Sinne. Er hatte früher schon leichte Muskeln aber jetzt hatte er ein wahres Sixpack, breite Schultern und seine Oberarme sind doppelt so breit wie früher. Er sah einfach nur heiß aus. Bevor ich noch weiter glotzen konnte kam er bei uns zum stehen. Schnell drehe ich mich zum Meer und sah den anderen beim planschen zu. „Warum seit ihr noch nicht im Wasser?", fragt Dean. Und jetzt wo ich wusste das er es ist, konnte ich auch seine Stimme einordnen. Sie ist tiefer und rauer geworden, nicht mehr so wie früher. Bevor jemand was sagen konnte zog mich Will in Richtung Wasser. Ich folgte ihm denn ich wollte nicht in seiner Nähe sein.
So viele Fragen schossen mir im Kopf herum. Warum habe ich ihn nicht gleich erkannt? Warum war er so eingehüllt? Warum lebt er in so einer Gegend und Vorallem in so einem Haus mit Strand? Warum hatte er eine Freundin? Jessi hatte doch gesagt das er nie darüber hinweg gekommen ist. Anscheinend ist er das ja bestens. Und warum störte es ihn gar nicht mich zusehen? Aber weiter konnte ich nicht nach denken denn ich geriet in eine Wasserschlacht zwischen Will, Ryan und Jessi. Schnell entschied ich mich für Wills Seite. Lange war ich abgelenkt und ich bekam gar nicht mit wie lange wir im Wasser gewesen sein müssen. Erst als mir langsam Kalt wurde, gingen wir alle raus. Ich hatte die ganze Zeit nicht auf Dean und Mandy geachtet. Wahrscheinlich habe ich sie mit Absicht ignoriert.
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Ein Schritt in die Vergangenheit
RomanceMit 18 Jahren ist Nelia abgehauen, nach einem schmerzvollen Ereignis. In NewYork tauchte sie unter und nur ihre Eltern wussten wo sie sich aufhielt. In Ihren Collagejahren baute sie sich ein neues Leben auf. Aber was passiert wenn sie wieder nachh...