17. Normalität

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Als Katy endlich wieder das rote Gebäude betrat, lächelte sie breit. Diese Schule bedeutete, dass ihr Leben weiter ging  auch wenn sie sich nun in ein felliges Monster verwandelt konnte. Den letzten Monat lang hatte sie damit verbracht zu lernen, die Verwandlung zu beherrschen und das Rudel kennenzulernen,  sowie Zeit mit Hale zu verbringen. Der hatte sich immer benommen, mittlerweile schlief sie sogar öfters bei ihm, da seine Nähe sie am besten beruhigt und neben ihn schlief sie viel besser als allein. So verkorkst es auch war, sie genoss es. Mittlerweile verzieh sie ihm,  auch wenn sie ihm noch nicht vollends vertraute.  Beim letzten Vollmond waren sie auch wieder im Bett gelandet, mehr oder weniger freiwillig. 

"Katyyyy", rief Paige und winkte, als sie das Mädchen erblickte. Aus den Gedanken gerissen sah diese auf und entdeckte dann Paige und Victor, welche auf sie zu liefen. Sie lächelte und winkte.
"Bist du endlich wieder gesund?", fragte Victor und musterte sie besorgt. Während sie nicht unter Menschen konnte, hatte man der Schule gesagt, sie hätte eine starke Bronchitis, welche sich über die Wochen hinzog.
"Ja, danke der Nachfrage", antwortete Katy leicht lächelnd. 
"Du hast so viel verpasst", fing Paige an, ehe sie sich bei ihr Unterhakte und anfing zu erzählen, wer mit dem nun zusammen ist, während sie ihre Freundin mit zog. Alice folgte ihnen breit lächelnd und löste sich dafür von Brandon, welcher mit Hale in eine andere Richtung musste. 
Letzterer sah Victor misstrauisch nach, er mochte es nicht sonderlich, dass ein anderer Mann sich in der Nähe seiner Mate aufhielt, doch wusste er aus guten Quellen, dass dieser in das andere Mädchen, Paige, verliebt war, weswegen er keine Gefahr darstellte. Trotzdem würde Hale ihn im Auge behalten, aber er würde die Freundschaft nicht gefährden. Das alles war viel zu neu für seine Katy, sie brauchte normale Freunde, um sich wohl zu fühlen und das wollte er definitiv. 
"Du bist ruhig geblieben", stellte nun sein bester Freund anerkennend fest und er erkannte das Lob in den Worten. Viele Alphas waren viel zu besitzergreifend bei ihren Mate und das wusste auch jeder Wolf. Hale aber hatte schon immer nicht viel davon gehalten, egal wie ungestühm er manchmal war, immerhin wollze er seiner Mate ein gutes Leben ermöglichen.
"Sie ist alles für mich", erwiderte er also nur.

Die Lehrer begrüßten Katy alle wieder bei sich, fuhren aber auch recht schnell im Stoff fort. Die letzten Tage hatte sie versucht, alles aufzuholen, mit Hales Hilfe.  Das war ihr zumindest teilweise gelungen, weswegen sie sich nun verstärkt auf den Unterricht konzentrierte.
In der Mittagspause setzten sie sich, wie an ihrem ersten Tag, zusammen.  Paige und Victor ihr gegenüber,  Alice neben ihr. Als sie Hale rich, musste sie lächeln und sah zur Tür. Der Alpha trat mit mehreren Wölfen aus dem Rudel ein,  welche sich essen holten. Hale allerdings lief sofort zu ihr und setzte sich zu ihrer Rechten, was ihre innere Wölfin wohlig schnurren ließ und sie rückte nah an ihn, um seine Hand zu nehmen. 
Vic beobachtete dies interessiert.
"Seid ihr ein Paar?", fragte er neugierig und Katy nickte lächelnd.
"Ja, das ist eine lange Geschichte", meinte sie und ihr Freund beugte sich zu ihr, um ihr einen sanften Stirnkuss zu geben. 
"Dann haben wir jetzt zwei in unserer Gruppe,  die sich einen AHK geangelt haben. Da hoff ich doch glatt, das ich die nächste bin", witzelte Paige. Alice runzelte die Stirn.
"AHK?"
"Absolut heißer Kerl. Ist doch logisch, schaut euch die Sahneschnitten an", übersetzte sie.
"Ach und was bin ich?", fragte Vic neckend und seine Sitznachbarin hielt einen Moment inne. Menschen wäre das wohl kaum aufgefallen, doch Katy entging dies nicht, weswegen sie leicht schmunzelte.
"Kein AHK natürlich, Dummkopf. Dafür gehst du zu wenig zum Sport!", erwiderte sie schließlich. 

Diese Normalität, fern ab von Wölfen und Rudeln gefiel Katy, auch wenn sie die neue Welt, die sie wahr nahm,  nicht ausschalten konnte.  Ihr entging kein Geräudch oder Geruch, doch im letzten Monat hatte sie gelernt, dies auszublenden.  Da fiel ihr Blick auf ihren Cousin, Julian. Sein Blick war auf sie und Hale gerichtet, während seine Stirn in nachdenkliche Falten gelegt war. Er saß bei seinem Buchclub, wie auch das letzte Mal, als sie ihn gesehen hatte. Die anderen beachteten sie nicht, doch merkte sie, dass sie eher angespannt wirken. Hatten sie etwas gegen Hale? Oder schlimmer, wussten sie, was er war? Als Julian merkte, dass sie sein Starren bemerkt hatte,  schüttelte er nur den Kopf und drehte sich vom ihr weg.
"Komisch", murmelte sie und Hale, welcher dies beobachtet hatte, nickte leicht.
"Irgendwas stimmt bei denen nicht, wir behalten sie im Auge", meinte ihr Mate nur und Brandon nickte leicht in dessen Richtung.
"Aber mal was wichtiges: bald ist Schulball angesagt. Motto: Maskenball und eir werden alle hingehen, natürlich.", beschloss Paige und Alice quietschte entzückt auf.
"Oh ja! Wir müssen Kleider shoppen fahren! Und Schuhe, vor allem Schuhe! Und Masken!", rief sie aufgeregt und ihr Freund verdrehte kurz die Augen, lächelte dabei aber. Auch Katy fand shoppen alles andere als angenehm, aber für ihre Cousine würde sie wohl mitgehen und sie bezweifelte, dass diese ihr eine große Wahl lassen würde.

Herz Des MondesGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt