Teil12

2.5K 79 0
                                        

„Was soll das?" fauchte er mich auf einmal wütend an und mein Ich aus der Schule kam zurück.

„Würdest du bitte etwas deutlicher werden ein, >was soll das< ohne Kontext ist irgendwie schwer zu entschlüsseln!" zischte ich zurück und machte den Fehler ihm in die Augen zu sehen. Scheiße!

Seine Augen sahen mich neugierig, wütend und jetzt auch besorgt an: „Was verheimlichst du?" fragte er.

Ich zuckte zusammen, was dazu führte, dass Stacy ihren Kopf von meinem Schoß nahm und sich friedlich zur Seite drehte. Die neugewonnene Freiheit nutzte ich sofort aus und stand auf: „Das geht dich einen Scheiß an!" fauchte ich ihn so gut es ging an, merkte aber wie schwach ich klang.

Nun stand er dann auch noch auf. Ich könnte ausflippen. Warum lässt der Typ mich nicht einfach in Ruhe?

„Interessiert mich nicht! ich verschwinde erst wenn du es mir sagst!"

WTF?! „Siehst du, aus diesem Grund halte ich mich von allen fern. Ihr mischt euch immer in Zeug ein, dass euch nicht angeht! Verdammt, sei doch einfach glücklich darüber, dass es deiner Schwester gut geht und lass mich in Ruhe!" zischte ich ihn so leise wie möglich an und wie auf Befehl begann mein Handy zu klingeln.

Stacy fing augenblicklich an sich zu bewegen und ich ging ran: „Kate?" fragte ich in der Hoffnung sie hat etwas neues über Jack herausgefunden.

„Nein!" lachte jemand am anderen Ende der Leitung.

Pure Erleichterung machte sich in mir breit und ich vergaß kurz alles: „Jack?"

„10 Punkte!" lachte er noch immer.

Was zur...: „Wo bist du? Hast du überhaupt eine Ahnung wie viele Sorgen wir uns gemacht haben?" fauchte ich ihn inzwischen eher wütend an und ignorierte Cole der mich fragend ansah.

„Tut mir ja leid, aber die Krankenhausleitung hat mich plötzlich aus dem OP gezerrt und in einen Hubschrauber in die nächste Stadt geschickt. Ich war bis eben in der längsten OP meines Lebens!" erklärte er und klang total müde, doch ich war immer noch verdammt wütend auf ihn.

„Und da hättest du nicht mal eben anrufen können? Hast du eine Ahnung wie oft wir versucht haben dich zu erreichen? Ich war sogar in deiner Wohnung und Kate hätte beinahe die ganze Behörde auf dich angesetzt!" zischte ich und ging währenddessen raus, um Stacy nicht zu wecken, denn ich hatte das Gefühl, dass ich gleich jemanden anschreien würde...

„Ist ja gut, es tut mir leid, aber ich hatte einfach keine Zeit. Ich wurde einfach so überrumpelt. Deren Arzt war in einem Autounfall verwickelt und liegt immer noch auf der Intensiv und mein Handy liegt immer noch im Krankenhaus im Spint!" entschuldigte er sich wieder, doch dieses Mal reuevoll, was mich gleich wieder weich werden ließ.

„Von mir aus, aber denk nicht, dass du aus dem Schneider bist... Moment, von wo rufst du mich dann an?" fragte ich irritiert.

„Ein Kollege hat mir sein Handy geliehen. Ich dachte mir schon, dass ihr euch sorgen macht und hab dich angerufen." Sagte er, während ich die Tür hinter mir wieder zu fallen hörte.

„Ich bring dich morgen trotzdem um, dass weißt du oder? Ich werde dir die Haut abziehen und dich abstechen!" brummte ich.

„Ich werde richtig anschiss bekommen, wenn wir uns wiedersehen oder?" fragte Jack vorsichtig.

„JA!" schrie ich plötzlich ins Telefon.

„Shh!" zischte mich Cole auf einmal an.

Wann ist der denn rausgekommen?

„Wer war das?" fragte Jack.

Ich seufzte: „Cole!"

„Wie jetzt?" fragte Jack.

Ich konnte mir sein Gesicht nur zu gut vorstellen: „Er und ein paar andere schlafen hier!" meinte ich knapp.

„WAS?! Muss ich jemanden verhauen?"

Ich lachte kurz auf: „Gott, bist du süß!" sagte ich und schmunzelte.

„Das beantwortet meine Frage nicht!" grummelte Jack am anderen Ende.

„Nein, musst du nicht!" sagte ich.

„Gut, ich komme morgen früh trotzdem zu dir!" brummte er und ich lachte erneut.

„Geht klar!"

„Ich bring dann auch die Sachen für den Check-Up mit. Den können wir bei dir machen, ich weiß ja wie sehr du es hasst im Krankenhaus zu sein!"

Mein Lachen verschwand zwar sofort trotzdem sagte ich: „Danke!"

„Ich muss los, mach keinen Unsinn und schone deine Schulter!" sagte er ernst und ich verdrehte automatisch die Augen.

„Jaja, bis dann!" meinte ich leichthin.

„Versuch zu schlafen! Ich bereite mich auf meinen Anschiss vor." verabschiedete er sich dann und legte auf.

Erleichtert seufzte ich. Gott sei Dank! Ihm geht es gut. Ich mach ihn fertig. Ich werde ihn umbringen! Wie konnte er mir so etwas antun? Verdammt er hätte kurz anrufen können oder eine Nachricht schreiben. Scheiße, irgendetwas!

„Und so gehst du mit Leuten um, die du magst?" fragte Cole irritiert.

Ich zuckte mit den Schultern: „So geh ich mit Leuten um, die mich krank vor Sorge machen!" meinte ich „Hat er sich selbst eingebrockt!"

„Will ich wissen was du machst, wenn du den Typen wiedersiehst?" fragte er mich mit hochgezogenen Augenbrauen.

Ich zuckte wieder mit den Schultern: „Er wird sich da eh wieder rausreden. Ihm steht nur der weltgrößte Anschiss bevor und wahrscheinlich auch ein paar Schläge!" sagte ich trocken und meinte jedes Wort ernst.

Cole musterte mich von der Seite. Keiner von uns sagte etwas und so langsam wurde mir das echt unheimlich: "Wir sollten wieder rein!" sagte ich und öffnete kurzdarauf die Tür.

Ein Kampf ums LebenWo Geschichten leben. Entdecke jetzt