"Aaron, ist alles okay?" Ich drückte seine Hand als Aufmunterung und als Zeichen dass er mir alles erzählen konnte. Den ich würde wie er jetzt für mich da gewesen war, für ihn da sein.
Er nickte bloß und fing an mich näher an den See zu führen. irgendetwas war anders an ihm. Worüber hatte er gedacht dass sich seine Stimmung so schlagartig geändert hatte?
Frag ihn doch. Du wolltest die Wahrheit wissen.
Sie war wieder zurück.
Nein. Ich wollte ihn nicht fragen. Es schien ein Thema was er umgehen wollte und das verstand ich.
Wie lange willst du dieses Spiel noch weiterführen?
Welches Spiel sollte das sein? Ich spiele kein Spiel. Es ist wie ich es sage.
Nein. Nein, ist es nicht. Du weißt es. Nein, du merkst es.
Was merke ich?
Finde es doch raus. Du musst ihn nur fragen. Komm, erinner dich.
Die Neugier drückte. Sie wollte es wissen. Alles wissen. Meine Erinnerungen. Es waren meine! Immerhin hatte ich ein recht darauf! Ich wollte es wissen.
Ich stoppte. Aaron schaute mich verwirrt an.
"Sag es mir." Sagte ich bloß und kniff die Augen zusammen.
"Was soll ich dir sagen, Ayla?"
"Die Wahrheit. Ich möchte sie wissen! Sag sie mir, sag mir wer ich bin und was du weißt! Ich hab ein recht darauf!!" Ich schrie das Ende fast und die Wut machte sich in mir breit. Ich hatte die Lügen satt.
Ich konnte Aarons Gesichtsausdruck nicht lesen. Ich konnte einfach nicht erkennen was er gerade dachte.
"Ayla, das bist nicht du."
"Natürlich bin ich das!"
"Nein. Du wirst einfach nur beeinflusst. Ayla, bitte. Wach auf." Er sagte das sanft aber ließ meine Hand los. Und damit verschwand die wohlige Wärme.
Mein Kopf fing an zu schmerzen und mir wurde schwindelig.
Möchtest du nicht die Wahrheit wissen? Du musst bloß die Türe öffnen.
Welche Türe? Won was redest du? Was willst du von mir? Wieso lässt du mich nicht in Ruhe? Lass mich!
"Geh weg... lass mich in Ruhe..." flüsterte ich und die Tränen stiegen mir in die Augen.
"Ayla?" Fragte Aaron und machte einen Schritt auf mich zurück.
"Was habe ich dir getan? Warum bloß ich..." meine Stimme zitterte sowie mein gesamter Körper. Es war als ob ich betäubt wäre doch ich blendete mein gesamtes Umfeld aus.
Als plötzlich Bilder vor meinem geistigen Auge erschienen. Bilder, so viele dass ich sie nicht ordnen konnte.
Ich war ein Mädchen. Ein kleines Mädchen mit ungewöhnlichen Aussehen. Und Männer sah ich. Viele Männer. Und ich sah-
Schmerz, Blut, Messer, Schmutz, Dunkelheit.
Plötzlich stiegen mir grausame Geräusche in die Ohren.
Schreie. Meine Schreie. Lachen. Nicht das meine. Beleidigungen. Die an mich gerichtet waren. Und zuletzt meine ersticktes Weinen.
Ich hielt meinen Kopf und fing an zu schreien. Grausam. So grausam. Grausam.
Lasst mich in ruhe! In ruhe! Hilfe! Warum hört ihr mich nicht? WARUM HÖRT MICH KEINER?!
Irgendjemand schüttelte mich doch ich nahm es überhaupt nicht war. Meine gesamte Konzentration war auf all die grausamen Erinnerungen meinerseits gerichtet.
Doch dann-
Sah ich goldene Augen. Eine kaputte Tür. Tote böse Männer. Meine gelösten Fesseln. Die Wärme von Händen die mich trugen.
Ein Lächeln.
Gut, "Ayla", öffne die Tür. Werde wieder zur kleinen Puppe die du warst. Lass es zu. Kehre zurück zu deinem wahren Ich.
Plötzlich wurde alles schwarz und ich merkte nur noch wie ich umkippte. Doch die Angst und der Schock verließ meine Knochen nicht. Nein, sie waren fest in ihnen verankert. Als ob ich mit ihnen geboren wäre.
Als ob ich damit groß geworden wäre.
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Moon & Sun
FantasíaAyla wacht in einem Krankenhaus auf ohne jegliche Erinnerung an ihre Vergangenheit und mit schweren Verletzungen. Ihre Tante Emma und ihr Onkel Luke nehmen sie zu sich nach Belvington, einer kleinen Provinz, unberührt von der Außenwelt. Dort trifft...
