Gerade als ich das heiße Wasser der Badewanne an machen wollte, klopfte es hysterisch gegen die Tür.
„Sofia...es tut mir leid. Bitte renn nicht immer weg und lass uns darüber sprechen. Ich habe nicht nachgedacht, ich wollte doch auch nur meinen Bedürfnissen nachgehen", murmelte er und verschluckte den letzten Satz.
Voller Hass und Wut presste ich ein „Verschwinde" aus meinem Mund. Hat er wirklich gesagt, dass er seinen Bedürfnissen nachgehen wollte? Ich glaub ich spinne.
Plötzlich hörte ich, wie sich das Schloss bewegt und ich blickte panisch zur Tür. Schnell stieg ich aus der Wanne und zog hastig mein T-Shirt drüber. Gerade als ich die Hose anziehen wollte, platze Damiano rein. Ich zog mein T-Shirt so gut es ging runter, doch an den Beinen konnte man all meine Verbrennungen und Wunden erkennen. Ich versuchte weiterhin sie zu verstecken, doch vergeblich. Damiano stand vor mir, blickte mich entsetzt, verletzt und fassungslos an. Er riss mein T-Shirt hoch was mich einfach nur schockierte. Ich schämte mich, ich schämte mich so stark dass ich am liebsten im Erdboden versunken wäre.
„Wa...was, wie, wa...wieso? Was ist das Sofia? Was machst du?! Wer war das ?! Was ist hier los?!", stotterte er. Ihm vielen die Worte. Immer wieder wiederholte er die Frage;
Warum.
„Bitte lass mich alleine, ich muss mich anziehen", sagte ich leise und blickte auf den Boden, während ich mir meine Hose über zog.
„Tust du dir selbst weh?", fragte Damiano entsetzt und lief mir in die Küche nach. Bitte lauf mir nicht nach, ich kann dir nicht in die Augen schauen.
„Hör auf mir auszuweichen und beantworte mir die beschissene Frage Sofia!", schrie er mich an und packte mich am Handgelenk und drückte mich gegen die Küchendiele.
Ich blickte ihn an. Meine Augen wurden nass, ich konnte nichts mehr zurückhalten. Ich sackte in seinen Armen zusammen und keine Sekunde später Sachsen wir gemeinsam am Boden. Ehrlich gesagt dachte ich, dass er mich alleine lassen würde, wie er es immer tat, doch diesmal war er bei mir, ganz nah. So nah, dass ich sein Herz rasen hörte.
Er hob meinen Kopf am Kinn an und wenn ich mich nicht irrte, waren seine Augen auch mit Wasser befüllt. Tatsächlich, er weinte. Die Tränen liefen ihm die Wangen runter.
„Damiano, du weinst", sagte ich erkenntlich und schluchzte. Meine Tränen wurden somit immer mehr und ich konnte mich einfach nicht mehr selbst beruhigen. Immer wieder schnappte ich nach Luft.
Damiano wischte sich hastig die Tränen weg und schüttelte den Kopf.
„Wieso tust du das? Ist es wegen der Ver...", ich unterbrach ihn. „Bitte sprich es nicht aus. Ja, natürlich ist es deswegen".
Er stand auf und ich dachte dass jetzt der Zeitpunkt gekommen wäre, dass er mich verlässt, doch er streckte mir seine Hand entgegen und deutete mit dem Kopf auf meine Terrasse. Fragend schaute ich ihn an.
„Frische Luft", sagte er kurz und knapp. Er war sicherlich abgeneigt von mir. Er bleibt sicher aus Mitleid nur bei mir.
Da es heute regnete und zu Abwechslung mal etwas kälter war, schnappte Damiano einer meiner Decken vom Sofa und legte sie um mich.
Still stand ich an meiner Terassentür und schaute Damiano zu, wie er meinen Sonnenschirm öffnete und meinen Kuschelsessel darunter stellte.
Er sagte nichts, er reichte mir nur seine Hand. Ich verstand schnell und griff nach seiner Hand. Gleichzeitig setzten wir uns gemeinsam auf den Sessel, ich auf seinem Schoß. Er umklammerte meinen Bauch und vergrub sein Gesicht in meinem Rücken. Sein warmer Atem beruhigte mich und langsam merkte ich, wie erschöpft ich mich immer weiter fallen ließ.
Mehrere Minuten saßen wir genauso da, ohne ein Wort miteinander zu reden. Das einzige was man hören konnte, waren die Regentropfen auf meinem Sonnenschirm und das Plätschern der Pfützen.
„Ich werde ihn umbringen. Ich werde das wieder gut machen", sagte er eiskalt, ohne jegliche Emotionen.
Ich zuckte zusammen und drehte mich nach ihm um. Er blickte mich nicht an. Er biss sich auf seine Unterlippe und ballte seine Hände zu Fäusten.
„Wen bringst du um?", fragte ich mit runzelnder Stirn.
„Rafael", sagte er voller Hass und schnaufte aus.
„Wer ist Rafael? Damiano, wer ist Rafael?", fragte ich ernst.
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Leute, ich muss erstmal wieder ins Schreiben reinkommen, daher nur ein kleines Kapitel. Falls es auch noch nicht so spannend und gut ist, liegt es daran, dass es total ungewohnt ist für mich!
Wie geht es euch? Habt ihr wieder Schule? Oder studiert ihr schon ?
Bis bald 🫶🏻
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I wanna be yours|| Damiano David FF
RomanceSofia ist ein 20.jähriges Mädchen, welches eigentlich aus Norwegen kommt aber in Italien Musik studiert. Eigentlich wollte sie nur ein neues Leben mit ihrem Traum - Studienplatz beginnen, doch als sie Damiano David traf, war das Musikstudium Nebens...