Minuten und Augenblicke

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Sofia's Sicht

In der Nacht wurde ich von einem lauten Geräusch wach. Ich überlegte kurz im Dunklen wo ich war, weil ich nichts gesehen hatte. Ich tastete um mich herum und bemerkte eine warme Hand an meinem Oberschenkel. Ich erinnerte mich wieder. Ich war bei Damiano.
Ich schleppte mich müde und so leise wie ich konnte, aus dem Bett.
Ich war fast an der Tür, als ich eine verschlafene, raue Stimme sagen hörte:

„Wo willst du hin, Principessa?."

„Ich habe draußen etwas gehört und wollte nur mal nachsehen", sagte ich.

„Brauchst du nicht. Komm lieber wieder hierher, es war gerade so schön warm", schmollte Damiano.

Noch bevor ich zurück ins Bett konnte, hörte ich ein lautes schlieren, als wäre ein Glas zersprungen. Damiano machte das Nachtlicht an und schaute mich schockiert an. Er kam auf mich zu und nahm einen Spitzen Gegenstand in die Hand.

„Bleib hinter mir, geh nicht weiter weg", sagte er und greift meine Hand fest. Ich tat das, was er sagte und folgte ihm dicht hinterher.

........

„Was glaubst du, wer das ist?", flüsterte ich in sein Ohr.

„Sofia, wenn ich das wüsste würde ich jetzt nicht hier stehen und den Fremden beobachten", er war genervt, dass merkte ich, weil er Sofia, statt Principessa sagte und weil er komisch seufzte. Ich hielt also ab jetzt einfach meinen Mund.

Wir beobachteten gerade den Fremden Mann, der bei Damiano im Flur stand. Er suchte etwas in seiner Schublade und murmelte etwas vor sich hin, so als würde er mit jemand Telefonieren.
Plötzlich musste ich niesen.
Damiano starrte mich an. Ich starrte Damiano geschockt an. Ich war zu laut. Der Fremde Mann, von dem man nur schwarze Umrandungen erkennen konnte, blickte in unsere Richtung und Damiano rannte raus, um ihn zu fangen.

„Damiano pass auf, er hat ein Messer!", schrie ich. Mittlerweile war das kleine Licht im Flur an.

Es ging alles unfassbar schnell. Damiano und der Fremde Mann schlugen aufeinander ein. Weinend versuchte ich dazwischen zu gehen, doch Damiano schrie immer wieder ich solle sofort abhauen.

„Spinnst du ich lass dich doch jetzt nicht hier alleine, ich rufe die Polizei", schrie ich.

„Keine Polizei Sofia!", schrie er nur, bis er zu Boden fiel und sich vor Schmerzen krümmte.

„Ich hab dir gesagt, dass ich hier nichts habe! Du wirst nicht finden was du suchst, verdammt!" schrie Damiano den Fremden Mann an. Naja, fremd wohl nicht. Sie kannten sich anscheinend. Aber woher?
Ich versuchte den Fremden Mann zu fangen, doch er war schon weg, als ich bei der Haustür an kam.

„Mist", murmelte ich. Ich drehte mich und sah Damiano blut überström auf dem Boden liegen. Ich dachte erst, er sei nur geschlagen worden, doch der Einbrecher erwischte Damiano mit dem Messer.
Geschockt rannte ich zu ihm und versuchte nicht völlig in Tränen auszubrechen.

„Oh Gott Damiano! Ich rufe den Krankenwagen. Wir müssen schnell ins Krankenhaus. Du verlierst so viel Blut", sagte ich verzweifelt und drückte mit meinem Shirt auf die Wunde, um das Blut zu stoppen.
Ich suchte verzweifelt mein Handy, doch von dem war keine Spur. Wahrscheinlich hatte ich es oben liegen gelassen.
Ich wollte nicht noch mehr Zeit verlieren, deshalb fuhr ich in selbst ins Krankenhaus.

„Wo sind die Autoschlüssel?", fragte ich Damiano hastig. Er stöhnte vor schmerzen und zeigte mit dem Kopf auf den Haken im Flur.
Ich zog ihn langsam nach oben und er stütze sich mit seinem ganzen Gewicht auf mich drauf. Wir liefen ganz langsam, denn Damiano konnte kaum laufen und schwankte immer hin und her.

I wanna be yours|| Damiano David FFWo Geschichten leben. Entdecke jetzt