Am nächsten Morgen frühstückte ich erstmal. Mein Handy klingelte. "Hey, tut mir leid das ich mich jetzt erst melde. Ich hatte mein Handy vergessen." sagte Sieanna. "Schon Ok." sagte ich. "Und ist dieser Ty immer noch so laut?" "Bis jetzt ist es ruhig." "Gut. Und wie geht es dir sonst so?" "Ganz gut. Habe viel zu tun. Und bei dir?" "Ich bereite mich auf mein Wochenende vor. Das wird echt toll." Wir redeten noch ein bisschen. Danach setzte ich mich mit meiner Mappe an die Theke und zeichnete noch ein wenig
. Es wurde Zeit das meine Arbeit begann, dann hatte ich mehr zu tun und war ständig beschäftigt. Zwischendurch holte ich mir eine Coke oder ass ne handvoll Gummibärchen. Später als ich auf die Uhr sah war es schon Mittag. Wenn ich am zeichnen war, vergass ich meist die Zeit. Als es an der Tür klopfte stand ich auf und öffnete sie. Ty stand davor. "Hey, kannst du mir ne Milch leihen?" fragte er mich. "Klar, einen Moment." ich liess die Tür offen, was sich als Fehler erwies. Den er folgte mir. Ich holte die Milch und gab sie ihm. "Nette Wohnung." sagte er und sah sich meine Fotos an. "Familie?" fragte er mich. "Ja." Ich wollte nicht das er hier war. "Ich muss gleich los und.." "Schon gut. Bin ja weg." sagte er und ging tatsächlich. Erleichtert schloss ich die Tür. Ich machte mir den Fernseher an und setzte mich auf die Couch. Irgendwann hörte ich leise Musik und hoffte das es so blieb. Ich holte mir gerade einen Apfel als der vertraute Bass durch die Wände dröhnte. Wenn es nicht lange ging war es Ok, aber wahrscheinlich ging das wieder den ganzen Tag. Ich steckte ein Buch in meine Tasche, zog mich schnell um und lief in den Park. Dort suchte ich mir ein schattiges Plätzchen und las in meinem Buch. Es handelte von einem Serienkiller der früher als Kind als Experiment für seinen Vater herhalten musste. Ich mochte gute Thriller oder Krimis. Ab und zu auch mal eine Liebesschnulze. Aber eher seltener. Ich war so vertieft in mein Buch das ich nicht merkte wie sich jemand zu mir setzte. Erst als eine Hand sich auf meine Schulter legte. Ich sah erschrocken auf und sah dass es der Typ von der Haltestelle war. "Wo ist den dein Freund?" fragte er mich. "Der müsste jeden Augenblick hier sein." sagte ich und versuchte meine Angst zu verbergen. Er hielt mich am Oberarm fest und drückte zu. "Ich lass mich nicht verarschen. Ty hat keine Freundin. Und ich habe keine Angst vor ihm." sagte er und zog mich hoch. Ich wollte ihm meinen Arm entziehen doch er war stärker. "Ich mag es nicht wenn man mich für dumm hält. Du kleine Schlampe." zischte er wütend und gab mir eine Ohrfeige. Meine Wange brannte und ich bekam richtig Angst. Hier sah uns niemand, der Platz war verdeckt durch Sträucher. Er presste mich gegen einen Baumstamm, mein Rücken tat weh durch die Rinde. "Lass mich los." ich schrie und trat um mich. Er versuchte mir meinen Mund zu zuhalten, aber als das nicht funktionierte gab er mir wieder eine Ohrfeige. Mein Kopf dröhnte und ich zitterte am ganzen Körper. Plötzlich waren Stimmen zu hören. Ich nutzte diese Change, schrie wie am Spiess. Er schreckte zurück und liess mich los. Ich rannte aus dem Park, die Strasse entlang zu meiner Wohnung. Vor meiner Tür wollte ich sie aufsperren, aber ich zitterte so stark und meine Sicht war verschleiert durch meine Tränen. Er fiel mir immer wieder hin. Irgendwann bin ich dann auf die Knie und hab angefangen zu schluchzen. "Was ist denn hier los?" fragte Ty der in seiner Tür stand. "Iich...krieg die Tür nicht auf." stotterte ich schniefend. "Deswegen heulst du?" Ich schüttelte den Kopf und sah einfach nur auf den Boden. Verwirrt sah er mich an, kam dann näher und sah was los war. Meine Wange hatte einen dicken roten Fleck und mein Arm auch. "Was ist passiert?" fragte er mich. Ich schluchzte, konnte ihm nicht antworten. Er nahm meinen Schlüssel, schloss die Tür auf und half mir rein. Ich setzte mich auf die Couch. "Der..der Typ von der Haltestelle war im Park. Er war....wütend." erzählte ich ihm. "Dieser Mistkerl." knurrte er. Er sah sich meine Wange an, ging zu meinem Kühlschrank und holte dort eine kalte Packung raus und legte sie mir vorsichtig an die Wange. "Keine Angst, er wird dir nichts mehr tun." sagte er. Warum war er jetzt wieder so nett? Ich hatte mich wieder beruhigt und das zittern hatte auch nachgelassen. "Sollte etwas sein, komm rüber. Ich geh mir jetzt den Typ schnappen." sagte er und schon war er weg. Ich stand auf und ging Duschen. Ich fühlte mich schmutzig und das kühle Wasser tat gut auf meiner erhitzten Haut. Ich trocknete mich ab und zog mir eine graue Jogginghose und ein weisses Top an. Ich holte mir eine Aspirin und nahm sie mit einem Schluck Coke. Ich legte mich auf die Couch und schlief auch schon rasch ein. Ich fühlte mich ausgelaugt, ich wollte einfach nur schlafen und den Vorfall vergessen.
Später wurde ich durch das Klopfen an meiner Tür wach. Verschlafen stand ich auf, bemerkte das es schon dunkel war, ging an die Tür und machte sie vorsichtig auf. Es war Ty. "Wie geht es dir?" fragte er mich und kam rein. "Besser." sagte ich. Er setzte sich in den Sessel und sah mich an. "Der Typ wird dir nichts mehr run." meinte er. Was hatte er getan? "Was hast du gemacht?" fragte ich ihn. "Ich hab mit ihm geredet." sagte er. "Willst du etwas Trinken?" "Ein Bier." Ich ging in die Küche und holte ihm ein Bier aus dem Kühlschrank. Er nahm es dankend an. "Solltest du je ein Problem mit jemanden haben komm zu mir." meinte er. Ich sass auf der Couch, eine Coke in der Hand und fühlte mich ein bisschen unbehaglich. Er liess meine Wohnung kleiner wirken durch seine Grösse und Masse. Heute hatte er eine schwarze Jogginhose an und ein weisses Tanktop. Seine Tattoos und Muskeln stachen dabei gut hervor. "Danke für die Hilfe." "Kein Problem. Wo ist eigentlich deine Familie?" fragte er mich. "Sie sind in der Nähe von Boston." erzählte ich ihm. Zu viel würde ich nicht verraten. "Und du bist ganz alleine hier?" "Ja, ich habe hier meine Arbeit gefunden." "Was arbeitet du?" "Ich will Designerin werden." "Für Klamotten?" "Ja." "Cool. Wenn etwas ist komm rüber. Er trank sein Bier aus und ging rüber in seine Wohnung. Ich holte mir mein Buch und las noch etwas.
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L.A.
RomanceMia lebt nun in Los Angeles und versucht ein neues Leben zu beginnen. Ihr neuer Nachbar macht es ihr am Anfang schwer,und dazu erhält sie Drohungen aus ihrer Vergangenheit.
