Kapitel 7

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Das wohl schlimmste oder eher gesagt nervigste am Party machen ist der Morgen danach. Das Gefühl, dass alle Gelenke schwer wie Blei sind, der Schlaf irgendwie nie ausreicht, egal wie lange man schläft oder noch schlimmer; schnarchende Zimmergenossen. Maven's Schnarchen ist ein so penetranten Geräusch, dass ich mittlerweile nicht mehr einschlafen kann. Mein Hals ist außerdem trocken, daher beschließe ich mir kurz ein Glas Wasser aus der Küche zu holen und mich danach wieder auf die Matratze zu legen.

Leise tapse ich auf Socken durch die Wohnung und stoße mit dem kleinen Zeh gegen den Türrahmen. Einen Schmerzschrei unterdrückend jauchze ich auf und drehe mich abwartend zu den schlafenden Schönheiten um. Glücklicherweise wacht keiner auf. Schnellen Schrittes laufe ich aus dem Zimmer heraus und atme im Flur durch. Nach einigen Schritten stehe ich in der Küche und fülle mir ein Glas Wasser ein. Mit wenigen Zügen trinke ich das Glas aus und fülle es wieder, bevor ich es wieder zur Seite stelle.

Jetzt gibt es nur noch die Frage ob ich noch zur Toilette gehen soll oder ob ich auch so einschlafen könnte. Allerdings sehe ich schon vor mir, wie ich unter der kuscheligen Bettdecke liege und dann doch nicht einschlafen kann, weil ich auf die Toilette muss. Und jetzt wo ich schon mal stehe kann ich den kurzen Abstecher machen. Immer diese Debatte ob man noch zur Toilette gehen möchte oder es sich verkneifen kann.

Fix erledige ich mein Geschäft auf der Toilette und befinde mich nach kurzer Zeit wieder im Flur. Die Tür schließe ich leise hinter mir, darauf bedacht, dass keiner aufwacht. Langsam drehe ich mich um und erleide den Schock meines Lebens. Jetzt ist es soweit, all meine Horrorfilm Ängste werden war, ich werde geholt. Am Ende des Flures kann ich eine schemenhafte Gestalt ausmachen, die sich mir schnell nähert. Mit jedem Meter mehr sehe ich, wie Blake es ist dem ich meinen Schock zu verdanken habe.

Nur in einer Shorts bekleidet steht er mit mir im Flur. Weder er noch ich sagen etwas. Ein kurzes Nicken gefolgt von einem Lächeln meinerseits lässt ihn erkennen das ich ihn wahrgenommen habe. Schläfrig laufe ich wieder zum Zimmer, während er in de rKüche zugange ist. Ich könnte mich jetzt auch zu ihm gesellen aber das wäre in dem Moment glaube ich nicht angebracht. Dazu bin ich auch müde und möchte schnell wieder unter meine kuschelig warme Bettdecke kriechen.

Einige Stunden nach meinem nächtlichen Spaziergang sitze ich nun mit Justus, Noah, Ella, Max, Sam, Maven, Jamie und Blake am Frühstückstisch. Wir alle haben uns entschlossen erstmal zu frühstücken, bevor wir uns an's aufräumen machen. Dementsprechend sitzen wir alle in einem Chaos maximalen Ausmaßes.

„Kann mir jemand mal die Butter geben?" Fragend sieht Jamie in die Runde und versucht mit ausgestrecktem Arm an die Butter heranzukommen. Gerade als seine Fingerspritzen die Schachtel berührten greift Ella nach der Butter. Ein empörter Ausruf ertönt, gepaart von einem fiesen Gemurmel.

„Ja Moment, ich muss nur noch kurz zu Ende schmieren." Beschwichtigend hebt sie kurz die Hände und muss grinsen. Das hätte sie natürlich auch machen können, nach dem Jamie fertig gewesen wäre aber nicht mit Ella.

„Dann mach mal schneller. Oder schneid dir ein Stück ab.", drängelt Jamie ungeduldig und hält die Hand offen.

„Moment noch...", kommt es leise von Ella. Sie streicht noch einmal mit ihrem Messer die Butter auf ihr Brötchen. Gerade als sie fertig ist schnappt sich Maven mit einem bösen Grinsen dieButter vor Jamie's Nase weg. Geschockt schaut Jamie ihn an.

„Was soll das denn, stell dich hinten an!", meckert Jamie drauflos. Ein Grummeln von seinem Magen durchfährt ihn. Es scheint sehr ernst bei ihm zu sein.

„Moment noch...", kommt es dieses Mal auch von Maven.

„Ja ja Moment noch, das ist der neue Spruch anscheinend. Sieh zu wie du nach Hause kommst.", zickig schaut er Maven an und streckt ihm kurz die Zuge heraus.

ELEVEN TASKS TO DO Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt