if you're not by my side

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„Eine Einzige?", wiederholte Vanessa ungläubig. „Du willst mir doch nicht sagen, dass du nur eine Einzige geraucht hast, so wie du riechst!"
Leon gab sich geschlagen. „Na gut, womöglich warn es auch mehrere, aber was ist denn schon dabei?"
Vanessa biss sich auf die Lippen und schüttelte den Kopf.
„Das glaub ich nicht, das glaub ich einfach nicht. Du hast es mir versprochen! Du hast versprochen, du rauchst nicht!"
„Mein Gott das war eine Party, da raucht und trinkt man nun mal", sagte er genervt.
„Wenn du der Ansicht bist, dann-", schrie sie aufgebracht.
„Dann was?" unterbrach er sie, nicht in leiserem Ton.
Sie suchte nach den richtigen Worten, fand sie aber nicht, stammelte unsinniges Zeug herum und sagte schließlich: „Ach vergiss es!" und ging schnellen Schrittes ins Zimmer hinein.
Leon dachte nicht daran, ihr zu folgen, in diesem Zustand war sie unerträglich. Aber er war wohl auch ein bisschen grob gewesen...
Als er sehr viel später das Zimmer betrat, erwartete er, dass sie schlief, kuschelte sich in die Decke und schloss die Augen. Doch der Streit ließ ihm keine Ruhe, so konnte er nicht schlafen. Seine Hand tastete vorsichtig auf die andere Seite des Bettes und erwartete, gleich eine andere zu fühlen, ebenso wie das Kribbeln. Doch dieses blieb aus. Da war keine Hand. Leon verzog die Augenbrauen und tastete weiter, doch alles, was er fühlte, war die kalte Decke. Seine andere Hand huschte zu dem Lichtschalter neben dem Bett. Vorhin hatte er das Licht nicht aufdrehen wollen, um sie nicht zu wecken. Doch das war unnötig gewesen, denn wie er feststelle, war Vanessa nicht im Bett. Und auch sonstwo im Zimmer. „Wahrscheinlich ist sie im Bad", versuchte er sich zu beruhigen, doch die Abwesenheit seiner Freundin ließ ihn sehr Nervös werden. Wo steckte sie bloß?
Er schlüpfte in seine Strandlatschen, zog sich ein Shirt über und betrat den Gang. Das ganze restliche Haus war am Schlafen. Auf Zehenspitzen huschte er ins Bad, doch dieses war leer. Ebenso wie das zweite und alle restlichen Zimmer. Der Anführer bekam es mit der Angst zu tun. Was, wenn Vanessa etwas zustoßen würde? Nein, das könnte er sich nie verzeihen! Von der Angst um seine Vanessa gepackt, rannte er die Treppen hinab und stürmte aus dem Haus.

Ein paar Betrunkene lallten ihm nach, als er den Strand entlang lief. Er wollte sich gar nicht ausmalen, was passieren könnte, wenn seine Freundin solchen Kerlen in die Arme lief.
Immer schneller rannte er, immer müder wurde er, doch er musste wach bleiben. Für Vanessa!
Mit jeder Sekunde wurde seine Angst größer und stieg ins Unermessliche.
Als er etwa eine halbe Stunde lang gelaufen war, musste er eine Pause einlegen. Sein Herz hämmerte wie verrückt und einen Moment lang hatte er Angst um sich selbst, doch die Sorge um Vanessa siegte. Er beschloss zurück zum Haus zu laufen, dann in die andere Richtung, und falls er sie nicht finden sollte, würde er die Jungs wecken und die Polizei informieren.
Den ganzen Weg zurück musste er fürchterlich weinen. Er war ja so ein Idiot gewesen!
Wäre er ihr doch gleich nachgelaufen, hätte er sie davon abhalten können. Moment, wovon eigentlich? Er verdrängte den Gedanken schnell wieder, dass sich Vanessa etwas antun könnte und lief weiter. Nach 2 Stunden vergeblicher Suche kehrte er mit geschwollenen, roten Augen zum Standhaus. Es blieb ihm keine Wahl. Er musste sofort zur Polizei.
Er stieg die Treppe zum Hauseingang hinauf, stützte sich dabei auf dem Geländer und blickte sich noch einmal um, bevor er das Haus betrat.
„Vanessa, wo bist du bloß?", flüsterte er völlig am Ende.

Leonessa - Firework | Die Wilden KerleGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt