Männerdüfte und Verlassenwerden

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Langsam schritt Leon die Stufen ins Obergeschoss hinauf. In seinem Kopf schwirrten tausende Gedanken, und jeder einzelne von ihnen hatte mit Vanessa zu tun. Wenn er doch nur wüsste, wie sie zu all dem stehen würde. Ob sie tatsächlich für immer mit ihm zusammen sein wollte – so wie er.
Und am allermeisten beschäftigte es ihn, ob sie eines Tages mit ihm schlafen würde.
Das Schlimmste war, dass er so gerne mit ihr darüber reden würde, aber keine Ahnung hatte, wie er anfangen sollte, ohne dass sie es falsch verstand.
Er klopfte kurz, bevor er ins Zimmer eintrat. Schließlich wollte er Vanessa nicht stören, für den Fall, dass sie noch mit ihrem Vater videochatten würde. Doch sie war schon längst fertig und begrüßte ihren Freund mit einem zaghaften Lächeln. „Wo warst du denn?", fragte sie, als er sich neben sie fallen ließ, und sie sofort seinen Kopf auf ihrem Bauch positionierte.
„Chillen", antwortete er knapp. Vanessa zog die Augenbrauen hoch. „Aha". Der Unterton war Leon natürlich nicht entgangen. „Ehrlich", bestätigte er seine Aussage. „Und ich hab kurz mit Lukas geredet." „Lukas? Er ist schon zurück?", fragte sie überflüssigerweise. „Ja, warum?". „Bin gleich wieder da". Mit diesen Worten ließ sie ihn zurück.
Genervt atmete Leon durch. Er hatte immer noch keinen Plan, wie er „das Gespräch" beginnen sollte.
Und dass sie jetzt auch ohne eine Begründung weg war, machte es nicht gerade einfacher.
Einfach war eine Beziehung nicht, das wurde ihm von Tag zu Tag klarer.
Trotzdem wollte er sie nie gehen lassen oder gar verlassen müssen. Wenn er genau nachdachte, gab es auch keinen Grund der Welt, weshalb er sie verlassen sollte. Umgekehrt war er sich dessen leider nicht sicher. Er merkte selbst, dass er sich zurzeit sehr veränderte. Er dachte viel mehr nach, war in sich gekehrter und ruhiger. Irgendwie war er auch total sentimental geworden. Außerdem wollte er jede Minute mit Vanessa verbringen. Früher war das nicht so gewesen. Klar, er wollte Zeit mit ihr verbringen und sie küssen, aber mehr war es auch nicht. Er fragte sich, wieso das jetzt so anders war.
„Du bist verliebt mein Sohn", hörte er die Stimme seines Vaters in sich. „Du hast nur noch dieses Mädchen im Kopf". „Aber das ist doch gut und schön", redete er mit sich selbst. „Ja das ist es in der Tat. Sie macht einen besseren Menschen aus dir,"„redete die Stimme weiter. Obwohl Leon wusste, dass sich dies in seinem Kopf abspielte, fand er es sehr real. Also wieso nicht sein Unterbewusstsein fragen, wie er weitermachen sollte? Was hatte er schon zu verlieren?
„Sag mal Dad, wenn man mit einem Mädchen über Sex reden will...wie sollte man da am besten vorgehen?"
„Da fragst du den Richtigen Leon. Erst einmal ist es wichtig, dass du komplett ehrlich bist, immer."
„Aber-das bin ich doch".
„Ja aber ich meine, dass du ihr alles sagst, nichts weglässt und auch nicht übertreibst. Selbst wenn es manchmal schwer fällt und peinlich sein kann. Eine gute Beziehung ist auf Vertrauen aufgebaut. Und das Vertrauen eines Mädchens gewinnt man nur durch komplette Ehrlichkeit."
„Okay dann sag ich ihr alles. Was noch?"
„Du solltest ihr als nächstes auf jeden Fall deine Absichten klar machen."
„Gut, werde ich"
„Ach und Leon"
„Ja Dad?"
„Immer der Gentlemen bleiben"
Leon lachte und plötzlich war die Stimme verschwunden.
Er öffnete die Augen, die er vorhin geschlossen hatte, um sich besser konzentrieren zu können.

Vor ihm saß Vanessa, die ihn mit großen Augen anschaute. „Was wirst du?", fragte sie. „Uah", entfuhr es Leon. Er hatte sich erschreckt, denn er hatte nicht bemerkt, dass sie schon wieder im Zimmer war. Aufgrund seines Schocks, fiel er rücklings vom Bett.
„Alles okay?", fragte Vanessa. Ein benommener Leon setzte sich auf und schaute sie an. „Natürlich, wieso?"
Vanessa grinste leicht. „Mit wem hast du denn geredet?"
„Niemandem"
Immer ehrlich bleiben Leon
„Ja ich weiß ja", sagte er zu sich selbst.
„Schatz ist...ist alles okay mit dir? Bist du vielleicht auf den Kopf gefallen?", fragte Vanessa ernst und besorgt, aber dennoch mit einem belustigten Unterton.
„Nein, gar nicht. Mir geht's gut. Ich hab nur..." Er atmete tief durch. Okay ehrlich bleiben.
„Ich habe geübt."
Vanessa verzog den Mund. „Wofür?"
„Für ein Gespräch-mit dir"
„Was genau meinst du?". Jetzt war seine Freundin die Verwirrte.
„Ich ähhh, also earm...ich habe geübt, wie ich mit dir reden soll."
„Du willst reden?"
„Ja offensichtlich"
Vanessas Grinsen war komplett verschwunden und sie wurde ganz bleich. „Hast du etwa geübt wie du mir sagen kannst, dass du...dass du mit mir...", sie biss sich auf die Lippen, doch Leon glaubte dennoch zu wissen, was sie meinte. Sie hatte ihn verstanden.
Er nickte eifrig, ein bisschen wie ein kleines Kind.
„Aber warum?"
„Findest du nicht, dass es zwischen uns irgendwann mal Thema ist?"
„Nein", sagte Vanessa ganz leise.
„Nein?", wiederholte Leon ungläubig. Er war sich doch sicher, dass sie es auch wollte.
„Vanessa, doch noch nicht jetzt, ich dachte bloß, dass wir irgendwann mal, von mir aus erst in ein paar Jahren..."
„Ich fass es nicht. Ich will das nicht!", sagte Vanessa deutlich und wurde lauter.
„Warum? Hast du Angst?", fragte Leon sanft und nahm ihre Hand, um sie zu streicheln.
Doch sie riss die Hand weg.
„Ja verdammt! Natürlich hab ich Angst davor"
„Aber, hey, ich werde dir niemals wehtun", sagte er lieb.
„Das tust du aber gerade!"
Leon verstand kein Wort. „Vanessa, wenn du nicht willst, wir müssen nicht-"
„Nein natürlich will ich nicht. Wie kommst du überhaupt auf so eine irrsinnige Idee?
Etwas betroffen blickte Leon zu Boden. „Ich will nur das, was du auch willst", sagte er schließlich.
Vanessa schüttelte traurig den Kopf. „Wir sind doch erst so kurz zusammen" Sie stand auf und ging durch den Raum. „Verdammt, warum willst du mir alles wieder wegnehmen?
„Wegnehmen? Was denn wegnehmen?" Jetzt war es öffentlich: Leon Wessel hatte keinen Plan, von dem, wovon seine Freundin redete.
„Das fragst du noch?!" Vanessa schien empört. „Du weißt doch genau, dass ich dich liebe."
„Ja und ich liebe dich. Deshalb will ich es doch auch."
Vanessas wütender Gesichtsausdruck verschwand. „Was soll das heißen?", fragte sie flüsternd und war den Tränen nahe.
„Na dass ich, dass ich, halt gerne mit dir schlafen würde, aber wenn du es nicht willst, dann lassen wir es bleiben." Puhhh endlich war es raus.
„Denkst du, du kannst einfach so Schluss machen, und dann mit so was kommen?"
Leons Herz rutschte eine Etage tiefer. „S-s-schluss machen? Du willst...willst mich nicht mehr?"
„Ich dich? Die Frage sollte ich dir wohl stellen"
„Warum du mir?"
„Na weil du grad Schluss machen willst"

Leon zwinkerte ein paar Mal hintereinander und ließ das Gespräch Revue passieren. Plötzlich bekam er große Augen.
„Oh Vanessa", sagte er nur und zog sie sanft zu sich.
Diese erwiderte die Umarmung nicht, sondern blickte hilflos umher. Nach kurzer Zeit löste sich Leon und gab ihr einen Kuss auf die Stirn. Eigentlich wäre Vanessa jetzt ausgezuckt und hätte etwas wie „fass mich nicht an" geschrien. Aber in diesem Moment war diese Geste so passend, dass sie es einfach nur genoss. Immerhin dachte sie, es wäre ihr letzter Moment mit ihm.
Leon packte sie sachte an den Schultern und sah ihr in die Augen. Sein Vater/Gewissen oder was auch immer hatte Recht gehabt. Ehrlichkeit war am allerwichtigsten. Und nichts zu verschweigen.
Er grinste kurz, was sie nur noch mehr verwirrte.
„Vanessa", begann er. „Vanessa, dachtest du jetzt im ernst, ich würde mit dir Schluss machen?"
„Was denn sonst?", fragte sie trocken.
„Niemals würde ich das. Ich könnte doch gar nicht ohne dich leben. Ich wollte und will nicht Schluss machen. Nie! Ich liebe dich!"
Vanessas Blick wurde weicher, aber sie blieb kritisch. „Was wolltest du sonst damit sagen?"
„Ich habe geübt, ja. Aber nicht wie ich mit dir Schluss mache, denn das werde ich nie tun. Ich habe geübt wie ich dir sagen soll, dass ich gerne mit dir..." „Ja?", hackte Vanessa nach, die sich immer noch nicht ganz auskannte. Leon hatte keine Wahl. Er musste ehrlich zu ihr sein. Egal wie ungut das jetzt war. „Ich würde irgendwann mal...sehr gerne ähhh also...mit dir schlafen."
Und damit brach er Vanessas ganze Blockaden. Sie umarmte ihn fest, sodass er kaum Luft bekam.
„Das möchte ich auch", flüsterte sie rau. Leon grinste. „Ehrlich?"
„Ja, natürlich. Ich liebe dich doch auch."
Sie entfernte sich ein Stück von ihm, um ihm in die Augen sehen zu können.
„Und was gäbe es schöneres, als mit dem Jungen, den ich liebe...irgendwie...eins zu werden?"
„Nichts, denke ich"
„Ich liebe dich Leon"
Leon war überglücklich. Die Tatsache, dass sie ebenfalls mit ihm schlafen wollte, war nicht mehr so bedeutend. Viel wichtiger war der Satz „mit dem Jungen, den ich liebe". Das klang ganz so, als wäre er der absolut einzige Kerl.
„Du weißt gar nicht, wie viel mir das bedeutet Vanessa", seufzte er und zog sie in einen langen Kuss.

In den nächsten Tagen unternahmen Leon und Vanessa vorwiegend was alleine. Sie wollten einfach mal für sich sein.
Beide waren so glücklich wie noch nie zuvor.
Und beide merkten richtig, dass ihre Liebe im Aufblühen war.
Einmal hatten sie sich Räder ausgeliehen und eine längere Erkundungstour gemacht.
Beim anschließenden Picknick am Meer tauchte der Sonnenuntergang ihre Gesichter in schimmerndes Gold. Vanessa hatte sich entschieden, ein luftiges Kleid anzuziehen, selbst wenn dieses beim Radfahren, manchmal etwas behindernd war. Aber Hauptsache Leon gefiel es und sie fühlte sich wohl.
„Du Vanessa?", fragte er, als er gerade dabei war, ihr eine Weintraube in den Mund zu schieben.
Vanessa schluckte sie und fragte zurück: „Ja, du Leon?"
„Du hast mich doch letztens gefragt, welches Parfum ich benutze, weil es dir so gut gefällt."
„Jaaa, und?", sagte sie und setzte sich auf.
„Ich hab dir auch eines besorgt. Ist eigentlich ein Männerduft, aber ich dachte, wenn ich mal nicht da bin, dann hast du eine schöne Erinnerung". Mit diesen Worten übergab er ihr das 40ml-Fläschchen.
„Oh Leon. Das ist so süß von dir. Sie sprühte sich ein bisschen Parfum auf den Handrücken und roch daran.
Sie strahlte ihn an, war für einige Sekunden sprachlos und hatte Tränen in den Augen. Dann zog sie ihn in eine innige Umarmung, die ihn sehr überraschte und nach hinten kippen ließ, und brachte ihn damit völlig aus dem Konzept. Es war immer noch ungewohnt, ihr so nah zu sein und es kribbelte überall. „Oh Leon, ich liebe es! Danke. Es ist wunderbar!" Obwohl er sich nicht sicher war, dachte er, dass sie ein „und du bist auch wunderbar" in sein Ohr flüsterte.

An einem Tag wurde Leon von seiner hibbeligen Freundin geweckt, die unbedingt wandern gehen wollte. Und da Leon der Morgenmuffel höchstpersönlich war, war es nicht sonderlich einfach für die Unerschrockene, ihn aus dem Bett zu bekommen. Als er selbst bei dem in Versuchung führenden Angebot Vanessas, bei dem eine Extrarunde Kuscheln rausspringen würde, nur müde grummelte, sich auf die andere Seite drehte und etwas Unverständliches in sein Kissen murmelte, verschränkte Vanessa beleidigt die Arme vor der Brust. Doch sie dachte nicht lange nach, zog ihrem Freund die Decke weg und schubste ihn aus dem Bett. Der schrie dabei hysterisch auf, quiekte schon fast und blickte sich dann mit verschlafenem, jedoch verwundertem Blick im Zimmer um. Alles schien wie immer. Bis auf seine Freundin, die unschuldig grinsend im Schneidersitz auf dem Bett saß und ihn ohne Wiederrede zu dulden mit zum Wandern nahm.
Auf den Berggipfel hatten sie eine wunderschöne Aussicht über das Meer. Sie meinten sogar, ein paar der Kerle schwimmen zu sehen und schrien hinunter. Doch die Entfernung war eindeutig zu weit – keiner hörte sie.
Sie lehnten sich an das Gipfelkreuz und Leon legte den Arm um sie.
Als Vanessa ihn anschaute, meinte er: „Wegen deine Höhenangst – Ich muss dich doch beschützen"
„Das ist total lieb von dir, aber du brauchst di nicht zu rechtfertigen, wenn du den Arm um mich legst", sagte Vanessa verliebt und küsste ihn zärtlich. Danach legte sie ihren Kopf auf seine Schulter.
„Ich weißt doch auch nicht, es ist total schlimm für mich, da runter zu sehen, obwohl die Aussicht ja total schön ist, aber wenn ich nach unten schaue...Ich will davor einfach keine Angst mehr haben, es ist doch so schön", meinte sie.
„Okay", meinte Leon nur. Und als sie schon enttäuscht war, er würde nicht mehr dazu sagen, schnappte er sie sich und trug sie in Richtung Abgrund. Vanessa schrie auf, als sie merkte, was er vorhatte. „Nein, Leon...So war das doch gar nicht gemeint. Leon bitte lass mich runter. Leon...Leon, Leon...LEON!" Mit jedem „Leon" wurde ihre Stimme hysterischer und aufgebrachter. Sie hatte panische Angst.
Irgendwie tat sie Leon ja auch Leid, aber das musste sein. Er meinte es doch gut mit ihr.

Vanessa hatte die Augen geschlossen, als er sie schließlich runterließ und sie kurz vorm Abgrund standen. Als sie die Augen langsam öffnete torkelte sie benommen zurück.
Aber Leon wollte nicht aufgeben. Sie musste ihre Angst besiegen. Als nahm er sie bei der Hand und zog sie wieder her, auch wenn sie sich wehrte.
Er legte von hinten die Arme um sie und hielt sie fest. Als Vanessa bemerkte, dass sie in Sicherheit war, öffnete sie die Augen erneut. Zwar war es immer noch nicht leicht für sie, aber allein die Tatsache, dass sie jemand festhielt, dem sie voll und ganz vertraute, ließ ihre Angst verblassen.
„Leon du...ich ...Wahnsinn", flüsterte sie.
Er gab ihr einen Kuss auf die Wange und zog sie wieder weg vom Abgrund.
„Danke", sagte Vanessa Minuten später, als sie auf dem Felsen des Gipfelkreuzes saßen.
„Ich hab mich richtig sicher gefühlt"
„Das kannst du auch", grinste Leon. „Ich werde dich immer beschützen. Versprochen!"
„Du bist echt zum knutschen Leon"
„Bitte gern", sagte er und kam ihr näher.
Vanessa lachte. „Blödmann" und küsste seine Nase.
Leon zog sich gespielt beleidigt zurück. „Jetzt schuldest du mir aber einen Kuss", forderte er.
„Mal sehen", sagte Vanessa fies und packte ihren Rucksack, um den Abstieg vorzubereiten.
Und da Leon auch nach 3 Küssen keine Ruhe gab, versprach sie ihm einen richtig fetten Kuss, wenn sie unten wären.
Das stimmte ihn dann halbwegs zufrieden, den ganzen Rückweg maulte er nicht, sondern hielt brav ihre Hand und lächelte sie fast die ganze Zeit an.
Vanessa grinste innerlich. Dass sie Leon so fest und gut in der Hand hatte, das hatte sie nie geahnt.
Aber ein bisschen ausnutzen würde sie das auf jeden Fall. 

Als sie am Abend knutschend in der Hollywoodschaukel lagen, sich selbst von Klette und Nerv nicht stören ließen, und Leons Hand „zufällig und total unbeabsichtigt" unter Vanessas ärmelloses Shirt fand, wies sie ihn trotzdem zurecht.
„Leon ich weiß schon, was ich gesagt habe", sagte Vanessa etwas genervt als sie zusammen die Treppe hochstiegen. „Aber damit habe ich doch nicht jetzt sofort gemeint".
„Und ich hab das auch nicht. Aber nur weil meine Hand zufällig mal dahin rutscht...das heißt doch nicht gleich, dass ich irgendwie mehr will. Und außerdem weißt du genau, dass ich nicht-"
„Ja ich weiß", sagte Vanessa schnell und ohne ein weiteres Wort verschwand sie im Bad.
Leon wartete geduldig auf sie und entschuldigte sich sofort bei ihr, als sie fertig war.
„Vanessa ich will doch bloß mehr...mehr Berechtigungen", versuchte er zu erklären.
„Was denn für Berechtigungen?"
„Naja eben so was wie vorhin. Du weißt doch dass ich nie was machen würde, was du nicht willst.
Ich will doch auch bloß...nur weil ich z.B. einen Zungenkuss möchte, heißt das nicht, dass ich sofort mir dir schlafen will. Es ist doch auch schön, dich so zu küssen".
„Denkst du wirklich so darüber?"
„Ja, natürlich". Er nahm sie an der Hand und zog sie aufs Bett. „Vanessa ich liebe dich. Mehr als alles andere dieser Welt. Und ich möchte, dass du glücklich bist. Und ich wünsche mir...dass ich dir...sehr nah sein kann. Es geht mir doch nicht um den Sex im Allgemeinen. Es geht darum, dass es mit dir ist, verstehst du?"
„Ich denke schon, rede weiter"
„Puh, also ich hab dich wie gesagt sehr lieb und du bist so schön und klug und witzig und alles...
Und ich würde sehr gerne mal mit dir schlafen. Außer du hast Angst. Dann warten wir. Solange wie du brauchst. Und wenn du es dir doch noch anders überlegst und nie mit mir schlafen möchtest, dann werde ich das so akzeptieren, okay?"
Vanessa rannten Tränen über die Wangen. Er würde für sie auf Sex verzichten! Und er liebte sie so sehr. Diese Worte taten ihr gut.
„Leon, ich möchte nicht, dass du wegen mir auf irgendetwas verzichten musst. Und ich habe auch keine Angst, weil ich dir total vertraue. Aber wir sind ja doch noch nicht so lange zusammen. Ich möchte einfach...noch ein bisschen warten".
„Das ist total okay für mich", sagte Leon lieb und küsste sie sanft.

Leonessa - Firework | Die Wilden KerleGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt