Lassen, verlassen zu werden, verlassen werden und es einfach lassen verlassen zu werden...
Was bisher geschah:
Marlon und Horizon verlassen die Kerle, sehr zum Missfallen des Slalomdribblers. Vanessa und Leon haben es bis jetzt nicht geschafft, über ihre Beziehung zu reden und sich zu versöhnen.
Leon erfährt von Vanessas Bruder Lukas. Dieser lädt die Mannschaft den ganzen Sommer über zu sich nach Australien ein. Begeistert nehmen sie das Angebot an.
Herr Wessel macht sich Sorgen, Vanessa und Leon würden auf Verhütung vergessen. Leon versichert ihm, dass so etwas noch nicht zwischen ihnen liefe, trotzdem legt er zur Sicherheit ein Kondom in Leons Rucksack.
Zwischen dem Anführer und der Unerschrockenen kommt es zu einer Auseinandersetzung. Grund: Jeder der beiden Sturköpfe will im Flugzeug am Fenster sitzen. Als die Stewardess den Fensterplatz Leon zuweist, platzt Vanessa der Kragen. Sie ist der Meinung, die Flugbegleiterin hätte dies nur getan, weil Leon ihr unentwegt in den Ausschnitt geglotzt hätte.
Doch noch während des Fluges versöhnen sich die beiden.
In Australien angekommen, gibt es zuerst das Problem der Zimmereinteilung. Nach mehreren Vorschlägen und Begutachtungen der Zimmer entscheidet sich Vanessa, mit Leon zusammenzuziehen, obwohl sie sich immer noch nicht ausgesprochen haben.
Endlich allein, nutzt Leon die Gunst der Stunde, um Vanessa seine Gefühle zu offenbaren. Leider wird er unterbrochen. Auf der Gitarre spielt er ihr schöne Songs vor.
In seiner Geldbörse entdeckt Vanessa ein Foto von ihr. Beim nächtlichen Strandspaziergang mit Leon wirft er sie ins Wasser und es kommt erneut zum Streit. Dabei beendet die Unerschrockene ihre undefinierbare Beziehung zum Anführer.
Ihr Gewissen schickt ihr einen Engel und einen Teufel, die sie jeweils nach ihrer Meinung beraten, was sie nun tun soll.
Markus berichtet ihr, dass Leon mit ihm Zimmer getauscht hat, um mit ihr zusammen in einem wohnen zu können. (In ihrem alten war bloß ein Bett, in Markus' ist ein Doppelbett :O)
Das neue Zimmer hat außerdem einen Balkon mit schöner Aussicht.
Auf diesem küssen sich die beiden schließlich.
Zu Leons großer Überraschung hat Vanessa Marlon einfliegen lassen, welcher seit kurzem Single ist.
Leon ist nicht sicher, ob Vanessa nun seine Freundin ist, doch sie räumt diese Unsicherheit schnell beiseite.
Surfer Matt schwärmt für Vanessa.
Als Leon von Matt erfährt, will er auch unbedingt wellenreiten lernen, um Vanessa zu imponieren. Diese macht ihm klar, dass er ihr Herz schon erobert hat, und sich nicht verbiegen soll.
Da der Slalomdribbler und Matt denselben Rucksack besitzen, werden diese unabsichtlich vertauscht.
Als Vanessa zu Besuch bei dem begehrten Jungen ist, entdeckt sie das Kondom in Matts Rucksack, der ja eigentlich Leon gehört.
Matt macht Leon nieder und holt sich seinen Rucksack zurück. Zwischen Leon und seiner Freundin gibt es ein ernstes Gespräch.
Während die Kerle bei einem Open-Air-Film sind, machen sich Vanessa und Leon einen schönen sturmfreien Abend, der mit einer Gartenschlauchattake endet.
Marlon hat großen Liebeskummer. Doch eine Zufallsbekanntschaft geht ihm nicht aus dem Kopf.
Auf einer Party raucht Leon, obwohl er Vanessa versprochen hat, das nicht zu tun.
Sie ist enttäuscht und haut ab. Verzweifelt sucht Leon sie in der Dunkelheit.
Als er sie schließlich findet, erzählt sie ihm von ihrem verstorbenen Bruder Robert.
An einem Tag klaut Markus beim Schwimmen Vanessas Bikinioberteil. Als Leon mit ihm fertig ist, traut er sich nicht zum Essen zu kommen.
Leon liest heimlich die Facebooknachrichten von Vanessa.
Mit Lukas führt er ein Männergespräch.
Durch ein Missverständnis denkt Vanessa, Leon will Schluss machen, doch er klärt es schnell auf.
Dank ihrem Freund überwindet Nessi ihre Höhenangst und bekommt als Geschenk sein Parfüm.
Nach einem Beachvolleyballtunier kommt es erneut zu Zankereien zwischen dem Anführerpaar, Leon beschuldigt Vanessa, eine schlechte Freundin zu sein, sie meint er könne nicht verlieren.
Für die Kerle ist es Zeit, wieder nach Hause zu fliegen.
Nun steht Vanessa vor Leons Haustüre...mit zitternden Knien.
Als sie klingelte, hatte sie ein flaues Gefühl im Magen. Es war wahrscheinlich das letzte Mal, dass sie das tat...
„Vanessa". Leon war sehr überrascht, als er ihr die Tür öffnete. Draußen riss sie den Kopf hoch, offenbar war sie tief in Gedanken.
„Komm rein", sagte er schnell und zog sie in sein Zimmer. Dort setzen sie sich aufs Bett.
Leon entschuldigte sich erst mal ausgiebig für seinen Ausraster an ihrem letzten Tag in Australien.
Er erklärte ihr, dass er nichts davon ernst gemeint hatte und sie sehr liebte.
Vanessa versuchte, ihm aufmerksam zuzuhören, schweifte dennoch mit den Gedanken immer wieder ab und knetete nervös ihre Hände.
Als Leon ihre Unsicherheit bemerkte, legte er den Arm um sie und drückte ihr einen sachten Kuss auf die Wange.
„Ist was passiert? Ich rede die ganze Zeit und dabei bedrückt dich doch was, stimmts?", sagte er lieb und kniete sich vor sie.
Vanessa blinzelte mehrmals und sah ihm nicht in die Augen. „Also da, da ist was... etwas, was ich dir sagen muss, Leon", sagte sie äußerst langsam.
Leon grinste süß und meinte: „Klar, ich hör dir zu".
Endlich blickte sie ihm in die Augen. Nur für einen kurzen Augenblick, aber er konnte sehen, dass etwas Gewaltiges vorgefallen sein musste. Ihre Haare waren zerzaust, sie war knallrot und total durch den Wind.
Sanft legte er seine Hände auf ihre Knie und strich zärtlich darüber. Ermutigend blickte er sie an.
Doch Vanessa blickte nur traurig zurück. Blitzschnell hatte sie ihn an sich gezogen und umarmte ihn fest.
Leon wusste gar nicht wie ihm geschah. Was war bloß los?
„Leon, ich...ich liebe dich. Mehr als alles andere auf der ganzen Welt! Und das sag ich nicht nur einfach so. Das mein ich auch so. Das weißt du doch oder?", sagte sie unter Tränen in seinen Armen.
„Sicher weiß ich das Süße. Ich liebe dich doch auch", entgegnete er.
„Und du weißt auch, dass ich dir nichts Böses will...und für immer mit dir zusammen sein möchte?"
Er nickte und sie drückte ihn noch fester. Nach etlichen Minuten, drückte er sie ein Stück von sich, um ihr in die Augen sehen zu können. Ihre Augen waren total verheult und rot, sie zitterte am ganzen Körper und sogar ihre Lippen bebten. Keiner konnte sich ausmalen, was jetzt in ihn vorging.
Sie hatte riesengroße Angst. Sie atmete tief durch und sagte leise: „Leon du bist mein Ein und Alles. Ich hab dich schrecklich vermisst. Und ich muss dir etwas sagen. Etwas sehr Schlimmes..."
Sie zitterte stark beim Ein-und Ausatmen und konnte ihm nicht mehr in die Augen schauen.
„Also...du hast ja gerade von unserem Streit gesprochen. Ich...ich hab mich so mies gefühlt. Ich dachte, du hast Schluss gemacht. Ich dachte, du würdest nichts mehr von mir wissen wollen.
Verstehst du, mir war einfach alles egal."
Leons Augen wurden größer. „Hast du dich betrunken?", äußerte er seinen Verdacht.
„Nein...ja schon – auch – aber...ich hab auch...naja, weißt du-"
„Hast du dir was angetan? Vanessa das wollte ich nicht. Daran bin nur ich Schuld."
„Nein, ich hab-nein hab ich nicht. Aber wie gesagt, ich war total betrunken, gestern. Eigentlich wollte ich meinen Kummer anders bekämpfen, schlimmsten Falls mit einem Haufen Schokolade und Rosamunde-Pilcher-Filmen. Aber Maxi hat mich auf diese Party geschleppt. Er meinte, ich könne doch nicht die ganze Zeit in meinem Zimmer hocken. Es würde davon auch nicht besser werden."
„Und was ist auf der Party passiert?"
Vanessa senkte ihren Blick und biss sich auf die Lippen. „Ich war total zugedröhnt von den Alkopops. Ich vertrag den Scheiß sowieso nicht. Und ich musste die ganze Zeit an dich denken. Und daran, was du gesagt hast, dass ich dich nerve mit Gefühlen und so...Das hat mir so zugesetzt. Und da hab ich noch mehr getrunken. Ich wollte nichts mehr davon spüren, verstehst du?"
Leon nickte nachdenklich.
„Ich kann mich an fast nichts mehr von der Party erinnern. Aber an was ich mich erinnern kann ist, dass ich...also ich hab getanzt. Mit irgendeinem Kerl. Es hat sich rausgestellt, dass er der Veranstalter dieser Feier war. Irgendwann sind wir dann hoch in sein Zimmer...", berichtete sie tränenüberströmt und äußerst hysterisch.
„Was ist dann passiert?", fragte Leon und betete innerlich.
Als sie kein Wort mehr rausbrachte, wurde er lauter.
„Vanessa! Was ist dann passiert?"
Sie weinte nur noch mehr.
Er fasste sie wenig sanft am Kinn und sah ihr in die Augen.
„Es tut mir so leid!", weinte sie. „Ich hab nicht nachgedacht, ich war betrunken, ich...Ich hab nicht wirklich was davon mitgekriegt. Eigentlich gar nichts, ich war ja komplett hinüber. Leon es tut mir unendlich leid! Ich wollte das nicht. Ich liebe dich, nur dich!".
Unsicher blickte sie ihn an. Er starrte zurück wie ein stummer Fisch. Scheinbar war das zu viel für ihn gewesen.
„Du hast mich betrogen?", fragte er ungläubig und lachte dabei ironischerweise.
„Ich wusste doch gar nicht, ob wir noch zusammen waren, und...der Alkohol...Leon ich bitte dich, ich liebe dich, bitte verzeih mir!"
„Du hast mich betrogen?!", wiederholte er und schüttelte enttäuscht den Kopf.
Sie schloss die Augen und nickte ganz leicht.
Empört stand Leon auf und blickte aus dem Fenster.
Vanessa wusste nicht, was sie tun sollte. Ihm Zeit geben? Allein lassen? Oder gleich nochmal alles erklären? Sie entschied sich für das Letzte und stellte sich hinter ihn. Vorsichtig legte sie eine Hand auf seine Schulter und flüsterte behutsam: „Leon es hat mir nichts bedeutet. Du bist der einzige Junge für mich! Ich liebe dich, dich ganz allein! Es tut mir so leid!"
Leon schnaubte und drehte sich um.
„Es tut dir leid? Erst betrügst du mich und dann tut es dir leid?! Willst du mich verarschen?"
„Nein, nein Leon, ich wollte es nicht. Ich- es tut mir so leid!"
„Deine Entschuldigung kannst du dir sonst wo hinstecken!", meinte er ruhig.
Er schubste sie beiseite und trampelte die Treppen hinunter.
Verzweifelt rannte Vanessa ihm nach. „Leon, bitte warte"
Blitzschnell blieb er stehen. Damit hatte sie nicht gerechnet.
„Leon, ich...ich weiß nicht was ich sagen soll. Ich-"
„Lass stecken, ich will's nicht hören!" schrie er außer sich und knallte ihr eine.
Der Schmerz war groß, ihre Wange wurde bereits rot.
Sie versuchte es nochmal, und nahm seine Hand. Doch er riss sie weg.
„Lass mich verdammt nochmal in Ruhe! Ich will deine Fresse jetzt nicht sehen!"
Mit diesen Worten, packte er sie grober als er eigentlich wollte und schmiss sie praktisch aus dem Haus. Wütend knallte er die Tür zu.
Draußen lehnte Vanessa an der Haustür und rutschte am Rücken daran herab. Sie hatte keine Kraft mehr. Dieses Geständnis hatte ihr all ihren wilden Mut gekostet und ihr alles zerstört.
Vollkommen aufgelöst saß sie stundenlang vor Leons Haustüre. Die Gedanken zogen nur so an ihr vorbei. Und alle hatte nur ein zentrales Thema: Natürlich Leon.
Wie konnte sie nur so dumm sein?! Sie hatte doch immer allen gepredigt, dass Alkohol keine Lösung war. Egal wie schlimm man dran war. Sie hatte sich auch geschworen, ihre Probleme nie so zu bekämpfen. Sie hatte aber keine Ahnung wie leicht man abrutschen konnte. Innerhalb von 5 Minuten konnte man alles verlieren. Darüber konnte sie nun ein Buch schreiben oder davon ein Lied singen...
Alles nur weil sie so verdammt dumm war! Sie hasste sich selbst dafür sehr. Niemals hatte sie Leon wehtun wollen.
Sex war ihr doch total egal. Eigentlich wäre das erst viel später Thema geworden.
Sie waren doch noch jung, hatte noch so viel Zeit. Und sie und Leon hatten noch so viel zusammen vor.
Sollte das etwa alles vorbei sein?
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Leonessa - Firework | Die Wilden Kerle
RomanceDie wilden Kerle haben die Silberlichten besiegt und den Freestyle-Soccer-Contest gewonnen. Doch wie geht es jetzt mit dem Anführer und seiner Freundin weiter? Will Vanessa etwa doch Maxi? Und was denkt Vanessa überhaupt über die Beziehung zwischen...
