Könntest du jemanden vertrauen, den du gerade erst kennengelernt hast? Und das nach einem Erlebnis, welches für immer Schatten auf dich wirft?
Emma kann es nicht fassen. Ihre Schule wird einfach so abgerissen und alle Schüler werden woanders hin qua...
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,,Es ist aus".
,,Was? Wieso? Ich habe doch alles getan, was du willst!". Mein Betteln glich einem Jammern und meine Stimme ging ins Schluchzen über, als er lachte.
,,Ich weiß. Aber denk mal drüber nach, was sollte mir noch an dir liegen? Sieh dich an, so nutzlos". Seine Augen funkelten verachtend und amüsiert zugleich.
Eine Träne kullerte meine Wange hinunter. Stimmt, was sollte ihm noch an mir liegen?
Seine dunklen Haare waren genauso schwarz wie seine Seele, und obwohl ich es in diesem Moment bemerkte, war es zu spät für mich, irgendwas zu unternehmen. Ich fiel auf den Boden, sackte einfach so in mich hinein, weinte wie ein erbärmliches Opfer.
,,Du bist echt ein Niemand".
,,Ich bin ein Niemand", wiederholte ich trocken.
,,Du kannst gar nichts, weshalb dich nie jemand brauchen wird".
,,Ich kann gar nichts, weshalb mich niemand brauchen wird".
,,Dummes Opfer". Noch bevor ich auch diesen Satz wiederholen konnte, wie ein Papagei, dem die Federn ausgerupft worden waren, stand er direkt neben mir und holte aus.
Ich sah seine Hand auf mich zu schnellen -
,,Neiiiiiiin!". Schweißgebadet schreckte ich hoch. Nein. Nein, nein, nein, nein, nein! Das konnte nicht sein, das durfte nicht sein.
Es bedurfte einen Blick nach links und einen nach rechts, damit ich feststellten konnte, dass ich nur geträumt hatte. Er war nicht da. Alles war nur ein Traum, ein ganz harmloser Traum.
Wie schon so oft, wie ich beunruhigt feststellen musste. Diese verdammten Träume plagten mich nun schon so einige Nächte und zögerten keineswegs, es so real anfühlen zu lassen, wie nur möglich.
Ich schaute auf die Uhr, 6 : 45. Nun ja, wenigsten war es diesmal nicht mitten in der Nacht. Man musste das Positive im Negativen sehen.
Stöhnend stand ich auf und bemerkte erst dann, dass ich beobachtet wurde.
,,Was war los?". Meine Schwester rieb sich gähnend die Augen und sah mich besorgt an.
,,Nur ein Albtraum", murmelte ich und schnappte mir mein Outfit für den Tag, welches ich mir gestern Abend schon zur Seite gelegt hatte. Es bestand aus meinem Lieblingstop und einer Cargo Hose.
,,Hm, okay".
Innerlich seufzte ich vor Erleichterung, äußerlich jedoch ließ ich mir nichts anmerken und ging ins Bad. Dort wusch ich mein Gesicht mit kaltem Wasser und sprang dann für eine viertel Stunde in die Dusche. Es tat gut, denn es fühlte sich an, als würde das Wasser all meine Sorgen und die dunklen Gedanken abwaschen, sodass ich schließlich wieder die alte war.