20. Kapitel

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,,Echt jetzt?"

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,,Echt jetzt?". In meinen Augen funkelten Lachtränen und nur mit Mühe schaffte ich es, ein Kichern zu unterdrücken.

Aiden verdrehte - halb beleidigt, halb belustigt - seine Augen und nickte.

,,Ja, echt jetzt."

Ich musterte ihn von der Seite und stellte mir die Situation bildlich vor. Und schließlich prustete ich los.

Mein Gegenüber verzog sein Gesicht zu einer Grimasse und bückte sich zu mir hinunter. ,,Das ist nicht lustig".

,,Doch, eigentlich schon. Du siehst gar nicht wie ein Pferdeliebhaber aus".

Er schnaufte. ,,Bin ich auch nicht. Ich war einer". Seine Finger strichen über meine Jeans und ließen dort, wo sie mich berührt hatten, eine angenehme Wärme zurück.

Dann räusperte er sich. ,,Außerdem wollte ich nur ein eigenes Pony haben, weil meine Mutter diese Viecher über alles geliebt hat. Jedes Wochenende hat sich mein sechsjähriges Ich mit auf ihren Privathof gezerrt. Es war nur eine Frage der Zeit, bis ich auch eins haben wollte."

,,Viecher? Dafür, dass du als Kind hin und weg von ihnen warst, ist das eine etwas abwertende Bezeichnung, findest du nicht auch?", gluckste ich und kreuzte meine Beine übereinander.

Neckend schnaubte ich wie ein Pferd, was er ganz und gar nicht lustig fand.


,,Ja, ja, lach nur weiter. Mach dich über mich lustig", sagte er mit gespielt verärgerter Stimme und zog an meiner Haarsträhne. Ich quickte auf und diesmal hob er seine Mundwinkel zu einem Grinsen.


Nachdem mein Auto - ich war noch immer völlig perplex - abgeholt worden war, hatten Aiden und ich uns auf den Weg zum Hotel Tenders gemacht. Meine Klassenkameraden und ich belegten noch immer die luxuriöse Suite und genossen sie jeden einzelnen Tag.

Dort angekommen, wurde der stinkreiche Junge erstmal von allen Mädchen genauestens inspiziert, obwohl sie ihn bereits vorher gesehen hatten und er kein wirkliches Interesse zeigte.

Vor allem hatten sie auf seine Oberarme gestarrt. Da kam es mir recht, dass sie sowieso noch ein paar Einkäufe erledigen mussten - mit verfügbarem Geld sollten wir uns selber etwas kaufen und kochen können.


Als sie endlich verschwunden waren, hatten Aiden und ich uns auf der Couch niedergelassen und eng aneinander gekuschelt. Dann hatten wir angefangen, über unseren Tag zu reden und ehe wir uns versahen, wurden unsere Gespräche immer tiefgründiger.


Aus fünf Minuten wurden fünfzehn und aus einer halben Stunde eine ganze Stunde.


Wir tauschten unsere lustigsten, traurigsten und schönsten Momente miteinander aus, reagierten darauf - wie ich zum Beispiel mit meinem Lachen - und hörten gebannt zu.

Badboys Queen | ✓Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt