Könntest du jemanden vertrauen, den du gerade erst kennengelernt hast? Und das nach einem Erlebnis, welches für immer Schatten auf dich wirft?
Emma kann es nicht fassen. Ihre Schule wird einfach so abgerissen und alle Schüler werden woanders hin qua...
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Ein Pfeifen ertönte und das Spiel fing an. Mr Schröd warf einen Ball in die Mitte des Feldes und die Teams sprinteten nach vorne. Mason fing ihn schließlich als Erstes und passte zu Liam, der den Ball dann mit voller Wucht auf einen Schüler unseres Teams donnerte.
,,Raus!", brüllte unser Lehrer und mein Teamkamerad verzog sich jammernd auf die andere Seite, an den Rand. Ich sah ihm noch einen Moment hinterher, bevor meine Aufmerksamkeit auf Tyler gelenkt wurde, der den weichen Softball nun zu Elijah hinüber warf. Der Blondschopf holte aus und traf ein Mädchen aus dem gegnerischen Team. Auch sie verzog kurz eine Miene, sah aber nicht allzu überrascht aus.
Meine Schwester bückte sich und griff nach dem kugelartigen Teil, um ihn dann Sarah zu geben, die sich angriffslustig nach vorne gestellt hatte. Für einen kurzen Moment herrschte absolute Stille - selbst Liam und Mason warfen sich verdatterte Blicke zu.
Schließlich warf meine Klassenkameradin...und verfehlte den älteren Jungen, auf den sie gezielt hatte. Ein paar Leute kicherten über den Fehlwurf, was Sarah nicht gerade aufzumuntern zu schien. Deshalb bewegte ich mich dazu und kurze Zeit später nahm ich jemanden ins Visier.
Es wurde wieder leise, jeder hielt seinen Atem an. Wahrscheinlich waren sie es nicht gewohnt, dass so schlechte Spieler wie Sarah und ich es waren, versuchen würden, jemanden aus dem Team zu kicken. Na Pech gehabt.
Ein Atemzug später wurde der Ball von mir auf das Mädchen geschleudert, die ihr Glück selbst gerade versucht hatte. Sie war die langsamste und unbeweglichste von allen, die ich bisher kannte, also ein gutes Ziel.
Für einen Moment hatte ich Hoffnung, doch dann sank der Ball zu Boden, drei Meter, nachdem ich ihn geworfen hatte. Wie peinlich.
Diesmal gab es kein Kichern, nein, es war ein Lachen. Das laute Geräusch sorgte dafür, dass mir so heiß wurde, dass ich dachte, ich würde jeden Moment kollabieren. Den Kopf gesenkt, drehte ich mich um und ging ein paar Schritte an das hintere Feld heran. Ja, ich war keine Meistersportlerin, mir lag im Völkerball wenn schon das Ausweichen. Aber so war das halt, man hatte Stärken und Schwächen - und meine Schwäche war nun definitiv das Werfen.
Das Gelächter hatte noch nicht aufgehört, besonders die Mädchen fanden Vergnügen an meiner Blamage und ihre Augen leuchteten mit jedem Mal auf, wenn sie nach Luft schnappten. Doch dann wurden sie ganz plötzlich mucksmäuschenstill und schauten alle auf eine gewisse Person, die ihnen drohende Blicke zuwarf. Aiden schaute sie mit solcher Mordlust an, dass selbst ich eine Gänsehaut verspürte.
Sein Kiefer war angespannt, als er Liam zunickte, der das Spiel wieder weiterführte. Nur dieses Mal war es kein Spiel mehr, es war Krieg.
Es folgte ein Meer aus Bällen, die kreuz und quer durch die Gegend flogen. Das geschah so schnell, dass man sich gar nicht mehr sicher war, wo man selbst überhaupt war.