Könntest du jemanden vertrauen, den du gerade erst kennengelernt hast? Und das nach einem Erlebnis, welches für immer Schatten auf dich wirft?
Emma kann es nicht fassen. Ihre Schule wird einfach so abgerissen und alle Schüler werden woanders hin qua...
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Sicht Aiden:
Wusste ich, was ich tat? Nein.
Gab es irgendeine Garantie, dass alles gut werden würde? Nein.
Hatte ich trotzdem Hoffnung? Ja.
Und schon das allein genügte, damit mich meine Beine zur Essensausleihe trugen, wo Emma bereits in der Schlange stand.
Vor ihr waren ein Mädchen und ein Junge, die entspannt miteinander quatschten. Amelie und Leon, wenn es mich nicht täuschte.
Ich kannte die Beiden vom Picknick und ein paar anderen Begegnungen auf dem Schulflur.
Sie waren mit Emma befreundet, sie konnten einfach so mit ihr reden. Eine kleine Flut an Eifersucht durchflutete meine Gedanken, doch schnell schob ich sie beiseite.
Das würde mir nicht helfen, um Emma zurückzugewinnen. Liebe und Geduld aber schon.
Nun hatte ich die Mitte der Reihe erreicht und drängelte mich vor. Niemand sagte etwas. Natürlich nicht, ich hatte nichts anderes erwartet.
Ich kontrollierte die Schule und alles hörte auf mein Kommando. Nicht, dass ich ausnutzen würde, dass ich reich war und meinen Eltern die Hälfte der Stadt gehörte - naja, ok, vielleicht früher, manchmal, aber jetzt nicht mehr...nicht mehr so schlimm.
,,Hey", begrüßte ich das Mädchen meiner Träume vorsichtig.
Aus ihren Gedanken gerissen, zuckte sie zusammen und sah mich an.
Mir wurde augenblicklich warm, als ich ihren Blick auf mich spürte, ihre braunen Augen, die mich skeptisch musterten. Oh Baby.
,,Hey", sagte sie schnell und drehte sich wieder um.
,,Hast du auch Hunger?". Oh Mann Aiden.
Ich hätte mich ohrfeigen können. Natürlich hatte sie Hunger, was war das für eine Frage. Sonst würde sie jetzt nicht hier stehen.
,,Ja".
Ich schluckte hart. Ihre Antwort war knapp. Zu knapp.
Nach ein paar Sekunden, in denen ich ihr deutlich ansehen konnte, dass sie mit sich rang, fügte sie schließlich hinzu: ,,Und du?".
,,Ja, sehr", log ich schnell und legte meine Hand auf meinen Bauch. Das stimmte nicht, ich saß mit den Jungs schon seit mindestens einer halben Stunde hier.