Könntest du jemanden vertrauen, den du gerade erst kennengelernt hast? Und das nach einem Erlebnis, welches für immer Schatten auf dich wirft?
Emma kann es nicht fassen. Ihre Schule wird einfach so abgerissen und alle Schüler werden woanders hin qua...
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Aus dem Augenwinkel nahm ich war, dass vier Jungen den Raum betreten hatten, einer von ihnen war Mason, ihn erkannte ich sofort. Alle von ihnen waren recht groß, hatten ein breites Kreuz und eine gewisse gefährliche Ausstrahlung. Einer von ihnen jedoch weckte besonders mein Interesse. Er war als erstes hineingetreten und hatte dunkle Haare, die ihm teilweise ins Gesicht fielen und ihm etwas wildes verliehen.
Sein Blick traf den meinen und ich wusste plötzlich nicht mehr, wer ich war und was überhaupt geschah. Hellblaue Augen, die mich bedrohlich und hungrig zugleich anfunkelten und eine gewisse elektrische Ladung, die mit einem Mal zwischen uns lag. Wie konnte man bloß so wunderschön und verdammt heiß aussehen?
Ich inhalierte scharf ein und er zuckte leicht zusammen. Seine Miene verriet Verwirrung und noch etwas anderes, was ich nicht ganz deuten konnte... war es Faszination?
Doch bevor ich den mysteriösen Jungen noch weiter ins Visier nehmen konnte, bemerkten sie Mr. Johnson, der immer noch den Stuhl in den Händen hielt.
Plötzlich sah der Lehrer gar nicht mehr so selbstsicher wie von vorhin aus. Zwar konnte man immer noch erkennen, dass er etwas genommen hatte, aber ansonsten tat er so, als wäre nicht passiert.
,,Jungs", begann er lächelnd und stellte den Stuhl wieder auf den Boden. ,,Ich habe dem jungen Fräulein gerade dabei geholfen, ihr Armband wieder zu finden. Und ich dachte, ich hätte es unter dem Stuhl gesehen". Er klopfte auf das Holz und quetschte ein Lächeln raus.
,,Und was war mit dem Schrei?", fragte einer der Typen skeptisch und trat an den Lehrer heran. Er hatte engelsblonde Haare, einen breit gebauten Körper und trug eine Brille, die ihn ganz und gar nicht wie einen Nerd aussehen ließ. Im Gegenteil, er war durchaus attraktiv.
Schrei. Mein Schrei. Ich war gemeint. Ich sollte etwas sagen, sollte ihnen erzählen, was er getan hatte und mir gerade antun wollte. Aber ich konnte nicht. Ich wusste nicht, wieso, aber ich war wie eingefroren. Meine Füße waren fest mit dem Boden verwurzelt und meine Lippen klebten fest aneinander.
Vielleicht lag es an daran, dass ich geschockt war, ein wenig traumatisiert, oder daran, dass Mr. Johnson mich so bedrohlich ansah, dass ich zu zittern begann. Ich konnte nichts sagen, ich durfte es nicht.
,,Also?". Der Blondhaarige zog wartend eine Augenbraue hoch. Sein Blick verweilte noch etwas bei meinem neuen Englischlehrer, bevor er sich dann mit zuwandte.
,,Was ist wirklich passiert?".
Ich bekam keinen richtigen Satz raus. ,,Ich...er....näher...Stuhl!". Ich keuchte, mein Hals fühlte sich mit einem Mal so rau und trocken an.
Plötzlich bemerkt ich, wie der Junge, der mich schon gerade so verzaubert hatte, sich mir näherte. Seine Schritte waren langsam, selbstsicher, bedrohlich. Als er mich erreicht hatte, beugte er sich runter zu meinem Ohr und sein heißer Atem streifte meine Haut. Eine Gänsehaut lief meinem Rücken hinunter.
,,Was ist passiert, Prinzesschen?". Mit seiner Stimme klangen die Worte mehr nach einer Verführung als nach einer Frage.
Als ich immer noch nicht reagierte, hob er seine Hand und strich mit ihr über meine Wange.
Sie fühlte sich warm an, wohltuend, beruhigend. Am Liebsten hätte ich mich gegen sie geschmiegt, so gut tat es. Dabei wusste ich nicht mal, wieso. Ich kannte diese Person nicht. Sie war ein Fremder, wenn auch ein sehr gutaussehender.
,,Ich...ich wollte mein Glücksarmband holen", begann ich schließlich und hielt die ganze Zeit über Augenkontakt mit ihm. ,,Ich betrat den Raum und sah Mr. Johnson. Er...er-"
,,Ich war gerade dabei gewesen, die Tafel zu putzen!", kam es schnell und nervös von dem Mann am Rande. Sein eines Auge zuckte und seine Finger spielten mit seiner Krawatte herum.
,,Maul!", zischte mein Gegenüber gereizt und ich zuckte erneut zusammen. Was hatte er gerade zum dem Lehrer gesagt?
,,Rede weiter, Liebling".
,,Er hat Kokain genommen...durch die Nase-"
,,Nein, hab ich nicht!". Dieses Mal stampfte er wie ein Kleinkind mit dem Fuß auf den Boden.
Es wäre eine lächerliche Szene gewesen, würde die Bedeutung nicht so ernst sein.
Unbeirrt redete ich weiter, Wort für Wort verließ meinen Mund. ,,Als er mich bemerkte, war er ganz komisch. Er...küsste mich, ich stieß ihn weg und dann schleuderte einen Stuhl auf mich". Alle Blicke lagen auf den Holzsplittern.
,,Ja verdammt! Und ich hätte dich lieber erwürgen sollen, dumme Schlampe! Nein, zuvor hätte ich dich vergewaltigt sollen! Nutte!". Seine Spucke flog durch den Raum und er trat einen Schritt auf mich zu. Weiter kam er nicht, denn mein Verführer schnitt ihm den Weg ab.
,,Bastard. Wie können Sie bloß solch einen geisteskranken Scheiß abziehen?!". Er wartete nicht auf eine Antwort, stattdessen machte das Gesicht von Mr. Johnson Bekanntschaft mit seiner Faust.
,,Fuck!". Ein Knacks. Ein Jaulen. Blut.
Der Junge stürzte sich auf den Mann, der noch immer high war, seine große Gestalt überragte ihn um fünf Zentimeter und brachte ihn mühelos zu Boden.
Schlag für Schlag landete gegen die sowieso schon gebrochene Nase. Die rote Flüssigkeit, die den Boden befleckte, bescherte mir ein heftiges Übelgefühl.
,,Stopp! Bitte!". Ich schrie aus lautem Halse und versuchte, auf mich aufmerksam zu machen.
,,Jo, Aiden". Eine seiner Freunde packte ihm an die Schulter und zerrte ihn hoch.
,,Scheiße, lass mich Alter. Ich bring ihn um, dieses Arschloch!". Seine Augen blitzen wütend und an seiner Faust klebte Blut.
Sein Kumpel schüttelte für einen Moment den Kopf, bevor er etwas in sein Ohr flüsterte, was ihn anscheinend besänftigte.
,,Na gut", brummte er und sah dann zu mir.
,,Komm mit". Schon schloss sich seine Hand um meine und er führte mich aus dem Raum.
Ich wollte protestieren, doch angesichts der Tatsache, dass ich ihn nicht kannte und deshalb nicht wusste, wie schnell er wieder auf hundertachtzig gebracht werden konnte, unterließ ich es.
Noch bevor wir den Flur erreichten, nahm ich ein Handzeichen von ihm war und die Jungs, die im Raum geblieben waren, nickten und schlossen die Tür. Was hatte das bloß zu bedeuten? Was würden sie mit ihm machen?
Mir blieb keine Zeit, weiter darüber darüber zu nachzudenken, denn plötzlich stieß der geheimnisvolle Junge mich gegen die kalte Wand eines Spindes. Ich hatte gar nicht bemerkt, wie er mich durch die ganzen Flure gezogen und in einer schlechtbeleuchteten Ecke Halt gemacht hatte. Nun waren wir alleine.
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