Könntest du jemanden vertrauen, den du gerade erst kennengelernt hast? Und das nach einem Erlebnis, welches für immer Schatten auf dich wirft?
Emma kann es nicht fassen. Ihre Schule wird einfach so abgerissen und alle Schüler werden woanders hin qua...
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Was hatte ich bloß getan?
Mich von Aiden zu trennen, war der größte Fehler, den ich hätte begehen können. Und dennoch hatte ich es getan.
Tagelang lag ich nach der Schule nur noch im Bett und weinte mir meine Seele aus dem Leib. Träne für Träne kamen so einfach wie noch lange nicht aus mir heraus und verwandelten meine Bettdecke in einen kleinen Ozean.
Nia und die anderen Mädchen merkten sofort, was los war, und zum ersten Mal in meinem Leben waren sie nett und hilfsbereit.
Sie streichelten meinen Rücken beruhigend - was gar nicht half, denn das musste mich an Aidens Berührung erinnern - und versorgten mich mit Eiscreme und guten Filmen, die mich eigentlich ablenken sollten.
Das typische Trennungsprogramm.
Ich zog das alles für eine Woche lang durch, schrieb die Mathearbeit mit einem so miesen Gefühl wie noch nie und ging dann wieder in mein vertrautes Hotelzimmer. Das Ungewöhnlichste war, dass mich gar nicht mehr interessierte, welche Note ich bekam und ob ich überhaupt bestehen würde.
Es war mir egal. Dabei war es mir noch nie egal gewesen, nicht einmal nach der Trennung mit Damien. Aber jetzt...war alles anders.
Nach sieben Tagen wurde es mir selbst in meinem Bett zu unbequem und so packte ich mich schließlich am Riemen und begann zu versuchen, mein Leben wieder in den Griff zu bekommen.
Was blieb mir denn noch anders übrig?
Ich stand früh morgens auf, um noch genug Zeit zum Vorbereiten der restlichen Prüfungen zu haben und um mich von einem bestimmten Jemand abzulenken.
Danach nahm ich eine kalte Dusche, machte ein fünf Minuten Workout und aß ein gesundes Frühstück, welches auf Apfel, Kiwi, Haferbrei und einem vollen Glas Wasser bestand.
In der Schule verbrachte ich nun mehr Zeit mit Maxim, kümmerte mich etwas um ihn, denn so wie es aussah, würden seine Bandagen noch eine Zeit lang bleiben.
Er gab dennoch sein Bestes und unterstützte mich dabei, über Aiden hinweg zu kommen. Oder versuchte es.
Er wartete jeden Morgen vor der Schule und startete mit einem Witz, der ungefähr so lustig war, wie ein Mord bei einem engen Familienmitglied.
Dafür musste ich aber zugeben, dass mich nichts mehr so richtig aufmuntern konnte.
Obwohl ich mein Bestes gab und nach dem Unterricht nicht direkt wieder in der Dunkelheit meines Zimmers verschwand, lag immer noch dieser tiefe Schmerz in meiner Brust, der einfach nicht verschwinden wollte, egal, was ich tat.