26. Kapitel

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Überrascht hob sich mein Kopf und ich drehte mich zum Ursprung der Stimme

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Überrascht hob sich mein Kopf und ich drehte mich zum Ursprung der Stimme.

Nia bewegte sich leicht hüpfend auf uns zu, während sie eine leichte Melodie trällerte und ihre Hand zur Begrüßung hob.

Ihr ging es anscheinend gut.

,,Hey. Na, Schwesterherz", sagte ich amüsiert und umarmte sie flüchtig, bevor mich Aidens Arme wieder an seine Brust zwangen.

,,Hey, Em! Hey Aiden". Sie ging einen Schritt zurück und betrachtete uns beide, wie uralte Antiquitäten. Dann warf sie meinem Freund ein warmes Lächeln zu, was dieser höflich erwiderte.


Sofort kamen mir seine Worte vor der Turnhalle in den Kopf.  ,,Freunde sind unwichtig, deine Schwester aber nicht. Schließlich gehört sie zu deiner Familie und mit der muss ich mich gut verstehen, oder? Denn wenn wir erst geheiratet haben, werden wir sie oft besuchen".


Freunde.

Unwichtig.

Familie. 

Aber nicht. 

Geheiratet. 


Mein Kopf schwirrte vor lauter Gedanken und ein feiner Schleier legte sich über meine Augen, sodass ich nur noch verschwommen sehen konnte, was um mich herum geschah.

Oh Gott, dieser Junge verursachte in mir Reaktionen, die er nicht verursachen durfte.

Mit großer Wahrscheinlichkeit hatte er damals seine Worte weise ausgewählt, damit sie mir jetzt, in genau diesem Moment, wieder einfallen und mich an das erinnern würden, was er wollte.


Mich.


,,...also Emma, bist du dabei oder nicht?".

Schnell blinzelte ich das Verschwommene vor meinen Augen weg und zuckte mit den Schultern.

,,Was hast du noch mal gesagt?". 


,,Ich habe dich gefragt, ob du Lust hast, nach der Schule mit mir und ein paar anderen Leuten Zeit zu verbringen. Wir wollen auf die Wiese, die sich ein paar Meter von dem Schulgebäude aus befindet".  Skeptisch blickte sie mich an, ihre Augen zu Schlitzen verengt, als würde sie nachprüfen wollen, dass ich diese Mal auch wirklich zugehört hatte.


,,Also", wiederholte sie ihre Frage erneut. ,,Hast du Lust?".


,,Sie ist heute schon mit mir verabredet", fuhr Aiden dazwischen, bevor ich überhaupt etwas antworten konnte.

Er hatte die ganze Zeit geschwiegen, sein Daumen aber langsam Kreise auf meine Haut gezeichnet. Jetzt streckte er seinen Körper in die Höhe, wohl in der Hoffnung, seine beachtliche Größe wäre schon Überzeugung genug.


Da hatte er aber nicht mit meiner Schwester gerechnet. Für sie gab es kein Nein. 


In Zeitlupe, fast schon lächerlich, machte sie auf dem Absatz kehrt, drehte sich ein kleines bisschen, so, dass man nur ihren schmollenden Blick von der Seite aufnahm.

Badboys Queen | ✓Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt