Könntest du jemanden vertrauen, den du gerade erst kennengelernt hast? Und das nach einem Erlebnis, welches für immer Schatten auf dich wirft?
Emma kann es nicht fassen. Ihre Schule wird einfach so abgerissen und alle Schüler werden woanders hin qua...
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Die Zeit mit den anderen war wunderbar gewesen.
Es wurde ein Gespräch nach dem anderen begonnen, die Stimmung war super und die Leute super nett und offen gewesen.
Ich hatte ganz viele neue Schüler kennengelernt und mich auf Anhieb mit ihnen verstanden.
So hatte ich auch schließlich mitbekommen, dass das Mädchen, welches über zehn Minuten mit mir geredet hatte, ein noch größerer Nerd war als ich - im positiven Sinne.
Amara war eine kleine, zierliche Brünette mit einer großen Brille auf der Nase und einem schüchternen Lächeln. Unterschätzen durfte man sie aber überhaupt nicht. Denn das war nur Show.
Während unserer Unterhaltung hatte sie all die Zeit wild mit ihren Händen in der Luft herumgewedelt und ich hatte große Mühen gezeigt, nicht von ihrer Power getroffen zu werden.
Doch richtig brenzlich war es schließlich geworden, als sie gesehen hatte, wie ein junger Typ in Schlabberhose seine leere Coladose aus großer Entfernung in eine Mülltonne geworfen...und verfehlt hatte. Anstatt sie einfach reinzulegen, war er einfach weitergegangen, doch da hatte er nicht mit Amara gerechnet.
Brüllend und mit verschränkten Armen war sie auf ihn zu stolziert und hatte ihm eine Standpauke erteilt, die es in sich hatte.
Oh Mann. Man sollte kleine Menschen niemals unterschätzen.
Zudem war sie eine leidenschaftliche Leserin und liebte Fantasyromane und Krimis über alles. Aber auch Sachbücher und Ratgeber verschlang sie gerne, das deuteten die zahlreichen How-to-Bücher auf ihrer Picknickdecke an.
Ansonsten verbrachte sie ihre Zeit mit Lernen - das war ihre Gemeinsamkeit mit mir. Aber auch ihre einzige, denn obwohl ich schon mal eine drei und vier geschrieben hatte, so war ihre schlechteste Note eine Zwei minus gewesen.
Definitiv mehr Streber als ich. Am Ende unseres Gesprächs war ich verblüfft darüber, wie viel ich über sie in diesen wenigen Minuten erfahren hatte. Aber auch über die anderen Schüler, die sich bei dem Schulpicknick dabei gewesen waren, konnte ich interessante Informationen entlocken.
Am Ende des Tages hatte ich mit Aiden glücklich die Wiese verlassen, die mittlerweile durch die Sonne magisch beleuchtet worden war. Erstaunlicherweise hatte er mich häufig alleine gelassen, damit ich ein paar private Gespräche führen konnte. Und er war währenddessen sogar entspannt geblieben und hatte sich auf der Picknickdecke sonnen lassen.
Die nächste Woche verbrachte ich dann wieder damit zu lernen und mich durch die Bücher zu arbeiten.
Diesmal achtete ich aber sehr darauf, dass ich das nicht zu extrem tat, sondern entspannt...halbwegs.