19. Kapitel

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Nachdem seiner Aidens Drohung hatte sich die Situation einigermaßen beruhigt

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Nachdem seiner Aidens Drohung hatte sich die Situation einigermaßen beruhigt. Zwar hatte ich Maxim wegschicken müssen, damit niemand von den Jungen etwas voreiliges tun konnte, doch ganz so einfach war es auch nicht gewesen. Er hatte gegrummelt und etwas erwidern wollen, war aber dann schlussendlich abgezogen und hatte sein leeres Tablet mit sich gezogen, was die anderen mit guter Laune mit angesehen hatten.



So viel mehr Zeit blieb uns dann auch nicht mehr zum Essen, sodass wir unser Essen schnell hinunterwürgen mussten, damit wir es noch pünktlich zu unserer letzten Stunde schaffen konnten.

Es wäre mir lieber gewesen, ich hätte die ganze Stunde verpasst, denn als mich Aiden schlussendlich vor dem Biologieraum absetzte und ich mich zu Timo, meiner Schwester und Lara an eine Tisch setze, bekamen wir die frohe Botschaft, einen Frosch zu sezieren. 

Einen verdammten grünen, toten Frosch.



Beinahe wäre mir das Essen wieder hochgekommen, doch ich riss mich zusammen und tat, was Aufgabe war. Langsam bewegte ich die Schere in die Nähe des leblosen Tierkörpers und dachte dabei, an sein bedauerliches Leben, welches er wohl gehabt haben müsste.

Was tat man denn nicht alles, um auf einer Luxusschule bleiben zu können?



Der Anblick der toten Tieres lag mir auch noch am Nachmittag tief im Magen, selbst während mich Aiden abholte und ich mit seiner Freundesgruppe Richtung Ausgang verschwand.

,,So schlimm?", Mason lächelte mich amüsiert von der Seite an und schnitt eine Grimasse.

,,Ja. Schau du dir doch einmal leblose Körper an", bluffte ich, ungewollt gereizt.

,,Von Fröschen".

,,Wie bitte?".

Mason schnaubte. ,,Was du sagen willst, ist, schau du dir doch einmal leblose Körper von Fröschen an".

Perplex sah ich ihn von der Seite an. ,,Macht das denn einen Unterschied? Fakt ist, dass sie tot waren und Gefühle hatten".

Liam lachte auf. ,,Gefühle? Emma, das sind Frösche, keine Kinder". 

Auch Tyler hob die Mundwinkel. 

Mein Kopf schüttelte sich wie von alleine, als ich allen einen vorwurfsvollen Blick zuwarf.

,,Hätte das der Frösch gehört, dann wäre er empört gewesen". 

Aiden blinzelte emotionslos, seine Hand verschränkte er wieder mit meiner. ,,Richtig, hätte. Jetzt ist er tot. Er kann nicht mehr sehen, hören oder gar sonst was. Er lebt nicht mehr". Die Jungen nickten zustimmend.

,,Ihr seid alle gefühlskalte Brocken, wisst ihr das?", brummte ich, verdrehte meine Augen und legte einen Zahn zu.

 ,,Und wir sind stolz drauf", erwiderte Elijah und zeigte mir seine perfekten, weißen Zähne.

Badboys Queen | ✓Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt