Die Mission

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~ Melissa ~

Der Plan für heute war Kleidersuche. Lori hatte mir bzw uns einen Termin für heute Nachmittag vereinbart, was super passte, da ich davor nichts machen konnte. Diese scheiß Planungen sind stressiger als eine Tour durch ganz Amerika zu planen. Es war geplant, dass Cailin, Mallory, Laura & die Moms mit mir kommen. "Wie macht ihr das mit den Kleidern für die Brautjungfern? Kelsey ist in Omaha & ihr seid hier?" fragte meine Mom "Mom, ich weiß noch nicht mal wer meine Brautjungern sein werden" antwortete ich leicht genervt.

Ich bin ihr ja dankbar, dass sie mir unter die Arme greifen will, aber irgendwann wird es auch für mich zu viel "Sag mir bitte jetzt nicht, dass du dich noch nicht entschieden hast" schaute sie schockiert "Ich hatte eigentlich schon einen Plan im Kopf, aber da wir Alina nicht erreichen können, brauchen wir jemanden für G. Das sieht sonst scheiße aus, wenn Sam drei Begleiter hat & ich nur zwei Brautjungfern" versuchte ich ruhig zu bleiben, um meine Mom nicht anzumeckern "Und jetzt? Wie willst du Kleider für deine Freundinnen kaufen, wenn du sie noch nicht mal komplett hast" fing sie an panisch zu werden.

Zum Glück ging Cailin dazwischen. "Beruhig dich erstmal, Ashley. Melissa weiß was sie da tut. Vertraue ihr" setzte sie meine Mom auf einen Stuhl & drückte ihr ein Glas Wasser in die Hand. "Heute gehen wir nur Melissas Kleid aussuchen. Unsere können wir auch zum Schluss klären, so haben wir auch Zeit für Alina einen Ersatz zu finden" "Cailin hat Recht, Ashley. Vertraue deiner Tochter. Sie ist kein kleines Kind mehr" unterstützte Lori Cai. Ich schaute sie lächend an, da sie die Beste ist. You gotta love Mama Wilk.

Als meine Mom endlich wieder beruhigt war, gab ich ihr meinen Autoschlüssel & ein wenig Geld, worauf sie mich fragend anschaute "Nimm Lori & fahrt zum East Boulevard. Da ist ein Schönheitssalon, wo du dich beruhigen kannst, weil du echt übertreibst, Mom. Sag einfach, dass ich euch geschickt habe & sie erledigen den Rest" Ich drückte ihr ihre Tasche in die Hand & führte sie nach draußen "Bye. Wir sehen uns heute Nachmittag" schloss ich die Tür hinter mir zu & ging wieder ins Wohnzimmer. Das war voll unhöflich von mir, aber ich halte das nicht mehr länger aus.

Als ich zurück kam, lachten Cai, Mallory & Laura nur "Das musste gemacht werden" high fivte mich Cailin "Ich muss hier auch raus, bevor mich die Wände ersticken. Ich fahr zu den Jungs, wer kommt mit?" fragte ich in die Gruppe & sie begleiteten mich.
Bei den Jungs angekommen ,machte mir mein Dad die Tür auf "Was machst du hier?" fragte ich ihn lachend "Deine Mom wurde mir zu viel" antwortete er ehrlich. Also bin ich nicht die einzige "Oh, wem sagst du das" lachte ich.

Bevor ich den Flur verlassen konnte, kam Luke voll am lachen zu mir gerannt. Der ist also auch hier "Hast du Mom wirklich einfach aus der Wohnung geschmissen?" fragte er schon fast unter Tränen "Im Grunde schon, ja" nickte ich "Endlich hat es jemand gebracht ihr zu sagen, dass sie jeden nervt" high fivete er mich. Ich achtete nicht mehr auf Luke, sondern schaute nach Sam.

Als ich ihn nirgendswo finden konnte, setzte ich mich zu Papa Wilk auf die Couch "Wo ist der andere Wilkinson?" "Der ist glaube ich duschen, weil er gerade erst aufgestanden ist" antwortete er "Ich schaue mal nach ihm" sagte ich & ging nach oben. Auf der Treppe stieß ich auf Nate der Oberkörperfrei aus seinem Zimmer kam. Ok, Melissa nicht gucken, du bist verlobt. Nope, du darfst nicht.

"Good Morning, Shorty" benutzte er den Spitznamen, den er mir mal vor Jahren gegeben hatte "Morgen" lächelte ich zurück "Ist Cailin auch da?" fragte er mich sofort "Sie ist unten" antwortete ich "Deiner ist oben" informierte er mich auch & raste die Treppe runter zu seiner Herzensdame.

Leise betrat ich in Sams Zimmer, um ihn zu überraschen, doch dort war er nicht. "Sammy?" rief ich nach ihm "Bin im Bad, babe" hörte ich seine Stimme aus seinem Badezimmer. Die Tür war nicht abgeschlossen, so dass ich mühelos rein gehen konnte. Nur mit einem Handtuch um die Hüften stand er vor dem Spiegel & machte sich die Haare. Ok, jetzt darf ich gucken so viel ich will "Fast 8 Jahre Beziehung & du starrst mich immer noch an" grinste er "Kann ich nichts für. Du wirst von Jahr zu Jahr immer heißer" antwortete ich locker zurück, was ihn zum lachen brachte.

Das Grinsen von Sam verließ auch nach dem Lachen nicht sein Gesicht "Wieso grinst du wie ein Honigkuchenpferd?" fragte ich "Du hast mich Sammy genannt?" antwortete er "Und?" Ich konnte ihm nicht folgen, was mich verwirrte "Du hast mich, als wir uns neu kennengelernt haben, immer Sammy genannt, weißt du noch?" Ich dachte kurz nach und konnte mich noch sehr gut daran erinnen, wie ich jede Möglichkeit ausgenutzt habe, um ihn so zu nennen, weil ich seinen Spitznamen voll toll fand.

"Ich kann es wieder tun, wenn es das ist, was du willst" bot ich ihm an "Aber nicht zu oft, weil es sich wie Daddy anhört & das macht mich an" schockierte er mich mit seiner Antwort "Perversling" schlug ich ihm leicht auf den Oberarm "Nur für dich, baby girl" zwinkerte er mir zu.

Ich versuchte ihn an seinem Arm zu mich zu ziehen, was zuerst nicht klappt, aber Sam gab nach & stellte sich vor mich, so dass ich direkt in sein Gesicht schauen konnte "I love you, Sammy" grinste ich, als ich seinen Lippen näher kam, damit ich ihn küssen konnte "I love you, baby girl" flüsterte er gegen meine Lippen, bevor er sie mit seinen vereinte.

Nach ca. 10 Minuten rummachen, fiel mir ein, wieso ich eigentlich hier war. "Wie liebendgerne ich das auch weiterführen würde, habe ich aber leider was zu erledigen" löste ich mich von ihm, worauf Sam schmollte. Schnell holte ich mein Handy raus & machte sofort ein Foto "Du siehst so süß & knuffig aus" sagte ich mit hoher Stimme "Ich bin nicht knuffig, sondern heiß" zeigte er auf sein Sixpack "Whatever you say, Wilkinson" sprang ich runter & verließ sein Bad "Mach hinne, ich muss gleich los" hetzte ich ihn, bevor ich mich wieder nach unten begab.

"Ist Sam immer noch nicht fertig?" fragte Johnson "Nein. Sein fertig Machen hat sich ein bisschen verzögert" setzte ich mich auch auf die Couch "Ich frag mich wohl wieso" grinste Nate mich an. Ich griff nach dem nähstgelegenen Kissen & warf es in seine Richtung. Normalerweise hätte ich nichts gesagt, aber unsere Väter sind da.

"J, wo ist G? Ich muss mit ihm was klären" fragte ich Jack, da ich Gilinsky heute noch nicht gesehen habe "Der ist im Studio" bekam ich als Antwort "Schon wieder?" Ich war leicht überrascht, da Jack in kurzer Zeit öfters dort war & das meistens alleine "Ja, der ist gestern Abend gegangen & ist seitdem nicht zurück gekommen"

Plötzlich fing ich an mir Sorgen zu machen, denn er ist immer noch mein bester Freund "Ist er in dem Studio, wo ihr immer seid?" erkundigte ich mich weiter. Jack bestätigte meine Frage mit einem Nicken "Sagt Sam, dass ich sein Auto nehme. Ich schau mal was Mr.Gilinsky so treibt" bat ich die anderen & begab mich Richtung Downtown LA.

~ Sam ~

Ich wartete oben am Treppengelände, bis Melissa weg war, um runterzugeheb. "Sie ist weg" gab mir Mallory einen Daumen hoch. Es war gut, dass sie nicht da war, da ich eine Überraschung für sie geplant habe.

"Ihr wisst was zu tun ist. Mallory & Cai, ihr habt ein Öhrchen, was die Brautjungfernkleider angeht. So weit ihr wisst für welches Melissa sich entscheidet, sagt ihr mir bitte bescheid" bat ich sie "Geht klar" sagten die beiden "Johnson, du musst klar stellen, dass weder Mel noch G was davon erfahten, ok?" "I got you, bro" spielte er auch mit.

"Nate, wir beide haben den schwierigsten Teil. Wie wir wissen, hat sie ihre Nummer geändert, die keiner von uns kennt. Also müssen wir versuchen ihre neue Nummer ausfindig zu machen, damit wir sie anrufen & in das alles hier einweihen können. Denkst du wir schaffen das?" fragte ich meinen besten Freund, da das schon eine Herrausforderung ist "Natürlich schaffen wir das. Wenn es Gilinsky & Melissa glücklich macht, bin ich dabei" gab er mir einen Brofist.

"Wenn das geklärt ist, können wir ja heute schon mit der Mission anfangen. Mallory & Cai machen den Start & alles wird dann seinen Lauf nehmen. Das hoffe ich zumindest" sagte ich optimistisch. Wenn dieser Plan klappt, machen wir nicht nur Melissa glücklich, sondern retten vielleicht eine Beziehung, die viel zu früh geendet hat.

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