Überraschung via Post

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~ Melissa ~

Nachdem ich Sam die Nachricht seines Lebens übermittelt hatte, wurde er richtig anhänglich. Es ist nicht so, als ob wir an verschiedenen Bettenden schlafen würde, aber Sams Körper direkt an meinem Rücken geklebt zu habe und noch seine Hand auf meinem Bauch zu haben, war nicht gerade angenehm.

Ich kann es ja verstehen, dass er sich freut & dass die Vatergefühle rauskommen, aber ich habe noch nicht mal einen kleinen Schwangerschaftsbauch. Er kann ihn berühren so viel er will, wenn das Baby sich langsam sichtbar macht, aber ich brauche meinen Platz beim Schlafen. Trotzdem hielt ich meinen Mund & weckte ich ihn nicht, da es irgendwie schon süß war.

Am Morgen war er früher wach als ich, doch anstatt unten wie immer Frühstück zu machen, hatte er sich aufgesetzt & tippte eifrig auf seinem Laptop rum "Morgen" drehte ich mich verschlafen auf meinen Bauch & tat mir schwer die Augen zu öffnen, da das Laptoplicht so hell war "Morning, babe" unterbrach er, was immer er da auch tat, um mir einen Kuss zu geben.

Als ich endlich wach genug war, um aufzustehen, band ich meine Haare zusammen & tat im Bad die morgendlichen Sachen. Zurück im Schlafzimmer war Sam immer noch an den Bildschirm geheftet "Was machst du da?" krabbelte ich neugierig an seine Seite "Habe für meine Eltern was vorbereitet" drehte er den Laptop zu mir, so dass ich sehen konnte, was er geschrieben hatte.

"Ist es echt nötig einen Brief zu schreiben, um meine Schwangerschaft zu verkünden? Können wir nicht einfach wie deine Geschwister sagen, dass ich schwanger bin?" lachte ich über Sams Mühe "Ich will nicht so basic & langweilig sein wie die. Außerdem bin ich der Jüngste von uns; Mom und Dad werden sich eh darüber freuen. Ich helfe da nur nach" lächelte er unschuldig, gab mir einen weiteren Kuss & ging hoch in sein Büro, um das Gedruckte abzuholen. Ich dagegen schaute ihm nur mit einem lachenden Kopfschütteln hinterher.

Als er wieder da war, gingen wir zusammen nach unten, um zu frühstücken "Für deine Eltern habe ich mir auch schon was ausgedacht. Wir machen die Whisper Challenge mit denen" erklärte er stolz "Die Whisper Challenge? Dein Ernst?" lachte ich, während ich die Kaffeemaschine anmachte "Ja! Wir sind heute Abend eh bei denen. Ist viel lustiger, als es einfach so zu sagen. Vertrau mir, babe" stellte er sich an den Herd, um seine berühmt beruhigtigten Eier zu machen.

Ich ging nicht mehr darauf ein & ließ Sam Sam sein. Wenn er sich so eine Mühe machen will, will ich nicht die Spielverderberin sein. Während Sam uns Eier machte, wartete ich ungeduldig auf meinen morgendlichen Kaffee, denn erst mit ihm kann mein Tag beginnen. Ich goss uns beiden was ein, nahm mir meinen schon vorfreudig in die Hand, als Sam mich von meiner großen Liebe trennte "Für dich gibt es keinen Kaffe mehr" sagte er mit einem entschuldigendem Grinsen & gab mir einen Kuss auf die Stirn.

Als ob ein Kuss alles gut machen würde, doch ich hatte schon eine Antwort parat, denn Melissa hatte ihre Recherchen gemacht "Ich darf nicht mehr als zwei Tassen geben, also gib mir mein Baby zurück oder das wird ein sehr anstrengender Tag für dich, Wilkinson. Ein Morgenkaffee wird mir nicht schaden" ging ich zum Tisch & nahm mir meinen Kaffee."Wieso verzichtet Cailin dann darauf, wenn es nicht gefährlich für das Baby ist?" fragte er sofort nach "Weil Cai zu übervorsorglich ist & Angst hat das sie schon durch 1mg Koffein das Baby verliert" erklärte ich ihm, was er nicht ganz verstand, aber das machte nichts. Man muss nicht immer Cailin verstehen.

Nach dem Frühstück hetzte Sam mich beim fertig machen, da er unbedingt zu seinen Eltern wollte "Wäre es nicht logisch gewesen, wenn wir allen Bescheid gesagt hätten?" fiel mir ein, als wir in Sams Maserati saßen "Ist schon erledigt" antwortete er lässig & nahm seine Augen nicht von der Straße.

Dann schauen wir mal was Sammy Boy den ganzen Morgen geplant hat.

~ Sam ~

Meinen Eltern einfach so eine wichtige Nachricht zu verkünden war für mich keine Option. Es ist was lebenveränderndes, also verdient es auch eine entsprechende Verkündung. Deswegen hörte ich nicht auf Melissa & zog einfach mein Ding durch. An meinem alten Haus angekommen, parkte ich mein Auto an den Straßenrand, da Ben der Pisser den zweiten Parkplatz besetzt hatte.

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