Schmelzer x Piszczek

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Für die liebe honeybadger26. Ich foffe er gefällt dir😊

Der Song zu dieser FF ist "Safe hands" von Michel Patrick Kelly. Er ist zwar schon etwas älter aber ich finde ihn unfassbar schön🥰 Ihr ja vielleicht auch...

POV Łukasz

One of those days when you feel so out of touch
Even the angel on my shoulder has had enough

Es war einer dieser Tage, an denen meine Einsamkeit wieder erdrückte. Ich war es jedoch selbst Schuld, schließlich war ich es gewesen, der dich von mir gestoßen hatte. Der dir unmögliche Dinge an den Kopf geworfen hatte und sie nun am liebsten zurücknehmen würde. Ich würde am liebsten zu dir rennen und dir sagen, wie sehr ich es bereute, dich so verletzt zu haben. Wie um meine Zunge dafür zu bestrafen, was gestern Abend eben über sie hergerollt war oder eben auch nicht, biss ich mir so fest darauf, dass der metallische Geschmack von Blut sich langsam aber sicher ausbreitete. Mit eben derselben Kraft presste ich meine Augenlider aufeinander, um die Tränen, welche in meine Augen zu treten drohten, zurückzuhalten. Damit scheiterte ich jedoch kläglich. Die salzige Flüssigkeit floss stumm und ungehemmt über meine Wangen. Es hatte etwas Befreiendes, seine Gefühle endlich zuzulassen. Aber es war zu spät. Viel zu spät. Der Knoten in meiner Brust fing an sich zu lösen und ich sackte in mich zusammen.

Ich hatte diese Freiheit, welche mir die Tränen schenkten, nicht verdient. Mein Schutzengel, falls es so etwas überhaupt gab, würde sich angeekelt wegdrehen bei dem, was ich getan hatte. Ich hatte alles, was er mir geschenkt hatte, mit den Füßen getreten. Dich nicht wertgeschätzt. Dein Herz mit diesen vier Worten gebrochen. Nein, ich hatte dich gebrochen. Mit der größten Lüge, die je meine Lippen verlassen hatte.
"Wir sind es nicht wert, Marcel."

feel like a boy against Goliath
Is Laughing down at my desires

Es ging mich anders. Ich fühlte mich klein und verloren in dieser großen, dunklen Welt. Mit dir war es immer anders gewesen. Ich hatte mich selbstbewusst gefühlt und glücklich. Ja, es war mir so vorgekommen als ob ich die ganze Welt erobern konnte, nur mit dir an meiner Seite. Bei diesem Gedanken zog ich meine Bettdecke nur noch enger um mich herum. Ein verzweifelter Versuch Sicherheit zu gewinnen, denn ich fühlte mich schrecklich bloßgestellt, seit ich mir der Tragweite meiner Handlungen bewusst geworden war. Mir kam es vor als würde die große Dunkelheit, welche mich umfing, lachen. Lachen über dieses nichtsnutzige, dämliche etwas, was ich darstellte. Ich, der das Letzte, was Licht in mein Leben brachte, vergrault hatte und sich nun wirklich erdreistete in Selbstmitleid zu baden. Schamgefühl stieg bitter in meine Kehle empor und hinterließ eine brennende Bitterkeit.

Sollte ich es wirklich tun? Konnte ich es wagen, dieses Gedanken auszuführen? Ich würde mich bis auf die Knochen blamieren. Doch hatte ich das nicht schon? Konnte es denn eigentlich nicht schlimmer kommen? Nein, nicht wirklich. Schlimmer als jetzt konnte es nicht werden.

Doch dann, kurz bevor mein Finger wirklich den grünen Hörer berührte, ja nur noch wenige Zentimeter darüber schwebte, brach ich den Versuch ab. Das, was ich dir sagen wollte, war so viel wichtiger, als dass man es am Telefon besprechen sollte. Also schwang ich gegen die Dunkelheit ankämpfend, welche sich hämisch grinsend über meinen tiefsten und innersten Wunsch lustig machte, von dir geliebt zu werden, meine Beine aus dem Bett. Auf dem Weg, das zu retten, was noch zu retten war. Meinen Wunsch zu retten, den ich doch gerade erst selbstmörderisch getötet hatte.

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