Malen x Bellingham (2/2)

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Für girl_books2, Schildkroete03, die sich eine Fortsetzung unter Teil 1 gewünscht haben und für XAsunnyAX, da sie mich bei der Idee unterstützt hat. Ich hoffe euch gefällt der OS😊.

Anmerkung: Der OS kann alleine gelesen werden aber um Donny etwas besser zu verstehen empfehle ich Teil 1 zu lesen

POV Jude

Ich hatte keine Lust mehr. Ich hatte absolut keine Ahnung, was in diesem Mann vorging. Bis jetzt hatte ich immer geglaubt, eine gute Menschenkenntnis zu haben. Doch dieser eine Mensch, der mir zu meinem Leidwesen auch noch umso wichtiger war, konnte ich nicht im Geringsten einschätzen. Einmal war er offen und machte Späße, sodass sich mein dummes, verliebtes Herz wieder Hoffnungen machte. An anderen Tagen wiederum war er verschlossen und so schüchtern, dass man meinen konnte, es wären zwei verschiedene Personen, die man kennenlernte. Dieses ständige hinunter hielt ich nicht länger aus. Dieser Mann hatte so einen Einfluss auf meine Gefühlswelt, wie ich sie noch nie zuvor gespürt hatte. Um der Wahrheit die Ehre zu geben waren meine bisherigen Erfahrungen in Sachen Liebe, welche über das verknallt sein hinaus gingen, nicht sonderlich groß. Das ein Mann mein Herz so heftig zum Schlagen bringen konnte oder es schmerzhaft zerquetschte war neu für mich.

Dennoch würde ich auf zweiteres gerne verzichten. Leider hatte sich mein Herz nämlich den wohl kompliziertesten Typen herausgesucht, den es in meinem Umfeld gab. Aber wie konnte man sich in dieses leichte Lächeln, die funkelnden schokoladenbraunen Augen und diesen Körper nicht verlieben? Er war perfekt. Perfekt für mich. Das konnte ihm doch auch nicht entgangen sein. Hatte er nicht dasselbe gespürt, wenn wir uns zufällig berührten oder sich unsere Blicke immer wieder verschmolzen? Denn das waren diese Momente, welche mich davon abhielten, ihn als bloße Schwärmerei abzutun, sonderbaren Kampfgeist in mir weckten.

Diesen wünschte ich gerade jedoch zum Teufel, denn dieser hatte eine ganz bescheuerte Nebenerscheinung. Diese nannte sich Eifersucht und grub sich immer tiefer in mein Innerstes. Besonders, wenn er so vertraut mit Greg umging. Bei ihm war er nie distanziert oder schüchtern, sondern schien glücklich zu sein. Ich könnte kotzen. Ich wünschte ihm ja, dass es ihm gut ging, aber er sollte wegen mir lachen und nicht wegen ihm. Ich konnte ihn aber auch verstehen. Greg war toll, aber wieso konnte ich nicht einfach er sein? Wieso war das alles nur wo kompliziert? Wieso Donny?

Gefrustet von der Situation und von dem anstrengenden Training, schmiss ich meine Fußballschuhe in die Trainingstasche. Danach krallten sich meine Hände fest in den Rand der Bank, auf der ich normalerweise saß. Gleichzeitig mahlen meine Zähne schmerzhaft aufeinander. Meine Augenlider waren fest zusammengekniffen und öffneten sich erst, als sich mein vor Wut kochendes Blut wieder beruhigt hatte. Genau in diesem Moment hatte ich einen Entschluss gefasst. Ich würde Donny nicht einfach so aufgeben. Ich würde um ihn kämpfen und selbst wenn er nein zu einem Date sagen sollte, konnte ich wenigstens mit ihm abschließen oder es zumindest versuchen. "Was ist denn mit dir los, Kumpel?", fragte mich Gio etwas verwirrt. "Ich habe einen Plan.", antwortete ich ihn geistesabwesend. "Na dann viel Glück dabei." war das letzte, was ich hörte, bevor ich mich auf den Weg machte.

Denn gerade in diesem Moment sah ich Donny alleine mit Greg etwas abseitsstehen. Die heiße Welle an Wut unterdrückte ich und setzte ein Lächeln auf, was mir bei dem Anblick eines inzwischen oberkörperfreien Donnys nicht sehr schwerfiel. Als ich bei ihnen ankam, wurde es still. Unangenehm still. Der Kleinere wich ständig meinen Blicken aus und sah dafür umso öfter zu unserem Torwart. Na gut, wenn er jetzt noch nichts sagte, musste ich nun endgültig die Initiative ergreifen, obwohl mir doch flau im Magen war. "Donny, könnte ich dich vielleicht einmal sprechen?", fragte ich ihn mit zitternder Stimme. Scheiße verdammt. Wieso war ich denn jetzt aufgeregt? Meine kalten Hände und meine zitternden Finger waren aber eindeutig. Mit einem "Ich lass euch dann mal alleine." verabschiedete sich ein breit grinsender Greg und schlug Donny freundschaftlich auf die Schulter. Er murmelte ihm auch noch etwas in sein Ohr, woraufhin dieser peinlich berührt den Kopf senkte. Wenn es aufgrund seiner Hautfarbe nicht unmöglich wäre, hätte er bestimmt rote Wangen bekommen. Ich fand seine Reaktion einfach nur niedlich, obwohl ich doch nur zu gerne gewusst hätte, was der Schweizer zu ihm gesagt hatte.

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