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POV Kai
Hier saß ich nun auf einer Party mit Musik, die ich nicht mochte, mit Menschen, die ich nicht mochte und einer Stimmung, die mir alles andere als gefiel.
Ich war hier nur, weil ich einfach nicht nein sagen konnte. Sobald mich mein Freund aus seinen dunkelbraunen Augen ansah, konnte ich ihm nicht wiederstehen. Eigentlich hatten wir geplant, dass er zu mir nach Leverkusen fliegen würde und doch konnte er mich überzeugen nach Paris zu kommen. Ich würde gerne sagen können, dass es mir nichts ausmachen würde, doch genau das tat es.
Die meisten seiner Kollegen in Paris waren mir unsympathisch und behandelten mich von oben herab. Die jenigen, die ich mochte waren, entweder dabei ihren Freund abzuknutschen, danke Marco wirklich, oder waren schon so besoffen, dass sie mit der Zimmerpflanze flirteten.
Eigentlich würde ich Pres ja für diese Aktion auslachen, wäre ich nicht viel zu sauer auf meinen Freund. Er hatte mir versprochen, dass es anders enden würde, als das letzte Mal, aber nein, ich saß schon wieder alleine an der Bar und nippte gelangweilt an meinem ersten Bier. Auch wieder ein Fakt, der mich in ihren Augen zu dem größten Langweiler machte und mich kindlich wirken ließ. Ich mochte den Geschmack von Alkohol einfach nicht und hasste das Gefühl die Kontrolle über eine Situation zu verlieren.
So schweifte mein Blick, während ich in meinen Gedanken versunken war, durch den Raum und über die tanzende Menschenmenge, die ihre Körper mehr oder weniger elegant zu der viel zu lauten Musik bewegten. Die einzigen Menschen, welche sich nicht dem Tanzen verschrieben hatten, waren Pres, ich und eine Gruppe anderer Fußballer, deren Namen ich mir schon nicht merken konnte, als Julian mir sie vorgestellt hatte.
Apropos Julian,dieser hatte sich mitten in die tanzende Menge geworfen und schien mich seit diesem Augenblick vergessen zu haben. Mit jeder Minute, die ich hier alleine verbrachte, verwandelte sich die anfängliche Wut in eine Trauer, welche mein Herz langsam und qualvoll in viele Teile zeriss.
Ich meine, ich hatte wirklich nichts dagegen, wenn er auf Partys ging und glücklich war. Doch was mir diese verdammten Schmerzen bereitete war, dass er mit ihnen glücklicher wirkte, als wenn wir zusammen Zeit verbrachten.
Dieser Eindruck beschlich mich schon seit einiger Zeit. Unsere stundenlangen Skypegespräche, die die einzige Konstante neben unserer Liebe in dieser Beziehung bildeten, waren immer seltener geworden und wurden durch einfache Telefonate von nicht mal einer viertel Stunde ersetzt. Doch selbst diese wurden immer seltener. Deshalb hatte ich mich auch so sehr auf diesen Urlaub gefreut und hatte sogar Kevins Geburtstagsfeier abgesagt. Ich dachte, wir könnten wieder mehr Zeit miteinander verbringen und uns als Paar wieder entdecken.
Mir war schon am Anfang klar gewesen, dass eine Fernbeziehung nicht einfach werden würde, doch Julian hatte mich davon überzeugt, dass wir es schaffen konnten und hatte mich in unserem gemeinsamen Jahr nicht eine Sekunde daran zweifeln lassen. So tat mir sein Verhalten heute Abend nur noch mehr weh.
Ich sah wie Marco auf mich zu kam, da er und Neymar sich anscheinend doch von einander lösen konnten. "Was ziehst du denn für ein Gesicht?", fragte er mich in einem viel zu fröhlichen Tonfall, welcher meine Nerven nur noch mehr strapazierte. Ich antwortete ihm nur mit einem Kopfnicken in Richtung meines Freundes, der gerade mit irgendeinem Typen tanzte und man brauchte nicht viel Fanatsie um die Intension von diesem zu erkennen. Nur Julian schien es nicht zu merken oder es war ihm einfach egal.
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Fußball Oneshots
Short StoryBoy x Boy Fußball Oneshots halt..... Wünsche werden gerne angenommen .Schreibt sie einfach in die Kommentare ❤️ Cover by @painoton✨
