"Wo ist dieser Scheiß Zettel?" fluche ich herum. Ich verwüste alle Zettel und suche wie wild nach diesem einem Zettel. Ich brauche ihn, denn ich muss den Zettel ausfüllen und an die Stadt senden. "Warum fluchst du schon wieder?" Noah betritt den Raum. Ihr Lächeln verschwindet, als sie den verwüsteten Tisch sieht. "Was zum Teufel?" flucht sie nun auch. Ich bleibe still. "Du hast alles verwüstet! Ich habe es doch gerade erst aufgeräumt." motzt sie. Sie fängt sofort an alles zu sortieren. "Ich suche den Zettel für die Stadt." meine ich, während ich aufstehe, um Platz für sie zu machen. "Den habe ich schon längst abgeschickt!" meint sie. Ich presse meine Lippen aufeinander. Die Tür klingelt und rettet mich aus der Situation.
Schnell gehe ich nach vorne und bediene die Frau. Noah ist sauer auf mich. Das kann ich nicht gebrauchen. Aber, hoffentlich kriegt sie sich schnell wieder ein. Die Frau möchte einen Blumenstrauß, der vor der Tür ist. Ich hole ihn von draußen, wo der etwas kalte Wind auf mich trifft. Schnell gehe ich wieder rein und verpacke ihn für die Dame. Sie bezahlt und verschwindet auch wieder. Ich schnappe mir mein Handy und checke meine Nachrichten. Ich seufzte. Langsam öffne ich die Tür vom Büro. Noah sortiert immer noch alles. "Bist du sauer?" frage ich. "Nein." meint sie schlicht. "Doch, bist du." sage ich sicher. "Bin ich nicht!" sagt sie nun gereizt. "Ich kenne dich." sage ich lächelnd und verlasse den Raum wieder.
Ich setze mich auf die Couch und schaue mir Sachen auf meinem Handy an. Von hinten höre ich nur Gefluche von meiner geliebten besten Freundin. Heute ist weniger los, aber das liegt wahrscheinlich einfach an dem Wetter. Ich schaue auf die Uhr und realisiere, dass es schon Zeit ist aufzuräumen. Ich stehe also auf und räume zuerst die Theke auf, und wische dann über den Couchtisch. Staubsaugen tue ich auch noch, bevor ich den Kühlraum kühler stelle und ihn dann anschließe. Ich gehe aus dem Laden, um die Töpfe von draußen zu holen.
Oh nein! Nein, nein, nein! Das darf nicht wahr sein. Was macht er denn hier? Ich drehe mich um, und will wieder in den Laden laufen, doch seine Stimme hält mich ab. "Isabel?" fragt er. Ich drehe mich um. "Hi, Mateo." begrüße ich ihn. "Bist du hier hingezogen?" fragt er direkt. "Ja." bejahe ich es schlicht. "Cool. Ist das dein Laden?" fragt er. "Ja. Mein Laden." "Freut mich! Sieht toll aus." Ich nicke und presse meine Lippen aufeinander. "Falls du Lust hast" fängt er an. Das hört sich nicht gut an. "Ich schmeiße nächste Woche eine Party. Du kannst kommen und auch jemanden mitbringen." lädt er mich ein. "Cool. Ich schaue, ob ich komme. Wenn ja, siehst du mich." "Ich würde mich freuen, wenn du vorbei kommst. Du weißt ja, wo ich wohne." Ich nicke. Ich lenke meinen Körper zur Tür und will wieder zurück reingehen, doch eine weitere Stimme hält mich ab.
"Hi." Ich drehe mich um. Pedri. Das hat mir jetzt auch noch gefehlt. Pedri nickt ihn nur an und stellt sich direkt neben mich. "Gut, ich gehe dann mal. Man sieht sich." Mateo verschwindet. "Wer war den das?" fragt Pedri neugierig. "Was machst du hier?" frage ich ihn, während ich den Wagen mit den Töpfen in den Laden herein schiebe, wobei er mir hilft. "Ich dachte mir, dass wir was unternehmen können." schlägt er vor. "Geht nicht. Muss den Laden schließen." suche ich eine Ausrede. "Du kannst gehen." Noah kommt von hinten und grinst mich an. "Also?" Seine Augenbrauen gehen in die Höhe. Seufzend gehe ich nach hinten und hole meine Tasche. "Tschau, Noah." verabschiede ich mich genervt von ihr. "Viel Spaß euch." Sie grinst schief, während wir den Laden verlassen.
Es ist kälter als gedacht, aber ich lasse mir nichts anmerken. "Wohin gehen wir?" frage ich, während er mir die Tür aufhält. "Zum Strand." meint er schlicht und schließt die Tür. Zwei Sekunden später sitzt er neben mir und fährt los. Ich bin heute zu Fuß zur Arbeit gekommen, weshalb mein Lexus nicht hier steht. "Wie geht's dir?" fängt er Smalltalk an. "Gut." "Mir geht es auch gut, danke." Ich lache nicht. "Wie bringe ich dich zum Lachen?" fragt er mich gespielt traurig. Ich zucke nur mit den Schultern. "Ich finde es schon noch heraus."
Wir kommen schnell am Strand an. Die Sonne geht gerade unter und der Strand ist recht leer. "Hast du kein Training?" frage ich. "Ich hatte heute schon Training. Jetzt verbringe ich Zeit mit dir." Er zwinkert und dreht sich schnell wieder um. Ich folge ihm einfach. Der Sand fließt direkt in meine Sneaker und lässt mich schwerer fühlen. Irgendwann setzt sich Pedri einfach auf den Boden. Ich setze mich neben ihm. Die Stille tut gut. Der Sonnenuntergang ist schön, und das Meeresrauschen beruht mich. Dennoch ist es kalt. Ich schließe meine Augen. "Wer war der Junge?" interessiert sich Pedri und zerstört den Moment. "Interessiert dich nicht." Ich gehe mir durch die Haare und überkreuze meine Arme, damit mir wärmer wird. Pedri beobachtet mich dabei.
"Du hast dich unwohl bei ihm gefühlt, oder?" Ich drehe mich überrascht zu ihm. Er hat das gemerkt? "Habe ich recht?" Er lächelt. "Nein, hast du nicht." motze ich. "Na gut. Verrätst du mir jetzt, wer er ist?" Ich seufzte. "Mein Ex." meine ich schlicht. Sein Gesicht verändert sich. Er wirkt überrascht. "Was? Kaum zu glauben, dass ich einen Ex habe?" Ich schaue wieder aufs Meer, um den Augenkontakt zu unterbrechen. Ich hasse Augenkontakt. "Ich kann nicht glauben, dass du deinen Ex hast. Du bist doch so artig." Ich muss mir das Lachen verkneifen. "Ja, unartig." sage ich ironisch. Das überrascht ihn noch mehr. "Du bist unartig?" Er schmunzelt und hebt überrascht die Augenbraue.
"Warum habt ihr euch getrennt?" Ich verdrehe mir meine Augen. "Wir hatten eine Fernbeziehung. Es hat nicht mehr geklappt." erkläre ich. "Warte mal, du kommst gar nicht aus Barcelona?" Ich schüttele den Kopf. "Ich habe früher mit meinem Vater in Madrid gewohnt." erzähle ich. Er nickt. Bitte, frag nicht nach meiner Mutter. "Und deine Mutter?" Ich seufzte laut. "Du willst es nicht erzählen. Ist nicht schlimm." Ich schaue ihn überrascht an. "Was denn? Ich kann auch Verständnisvoll sein." Er lächelt. "Ist dir kalt?" bemerkt er. Ich schüttele meinen Kopf. "Doch, dir ist kalt. Nimm meine Jacke." Er fängt an sie auszuziehen. "Passt schon." "Nimm meine Jacke." sagt er eindringlicher. "Nein." verneine ich wieder. Anstatt weiter zu diskutieren, was ich auch getan hätte, legt er seine Jacke einfach über meine Schultern. Ich schaue ihn überrascht an.
Ich beiße mir auf die Lippen, um nicht zu schmunzeln. Nett von ihm. Ja, nett. Seine Augen kullern und blicken runter zu meinen Lippen. Seine Lippen öffnen sich einen kleinen Spalt. Will er mich etwa küssen? Seine rosigen Lippen kommen mir näher. Ich schaue abwechselnd von seinen Lippen zu seinen Augen, was er auch tut. Er lehnt sich vor. Ich weiche aus, indem ich mich einfach auf seine Schulter lege, damit er sich nicht schlecht fühlt. Ich schlucke. Ich spüre seine Enttäuschung.
Warum fühle ich mich so schlecht?
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till I get your love | PEDRI
RomanceIsabel gerät in einen Autounfall, wobei der Verursacher kein anderer als Pedri González ist.