Wie durch ein Wunder schafften die beiden sich unbemerkt im Bad bettfertig zu machen und fanden im Zimmer Joel tatsächlich schon tief und fest schlafend vor.
Colin und Noah standen in der Mitte des Raums zwischen ihren Betten und schauten sich unschlüssig an.
„Ich will bei dir bleiben.", entfuhr es Colin leise. Noah lächelte und Colin biss sich auf die Lippe. „Das war gerade sehr kitschig, sorry."
„Soll ich dir was verraten? Ich liebe Kitsch.", flüsterte Noah und Colin zog überrascht die Augenbrauen hoch. „Vor allem, wenn es trotzdem ernst gemeint ist.", fügte Noah noch hinzu.
„Es war definitiv ernst gemeint."
„Dann bleib bei mir solange du willst."
„Für immer also.", grinste Colin und rechnete damit, dass Noah lachen oder die Augen verdrehen würde, doch er lächelte nur sehr sanft.
„Gut.", sagte Noah simpel, als ob es jetzt eine abgemachte Sache wäre, und zog Colin mit sich zu seinem Bett.
Die Jungs legten sich mit den Gesichtern zueinander hin und Colin legte vorsichtig einen Arm um Noahs Taille, während dessen Hand auf Colins Brust ruhte.
„Ich seh' schon, du wolltest mich die ganze Zeit nur ins Bett kriegen.", scherzte Colin und Noah kicherte kurz, bevor er ein gespielt ernstes Gesicht aufsetzte.
„Hm, auf jeden Fall. Deine Persönlichkeit spielt für mich gar keine Rolle – dass du der netteste, klügste, witzigste und schönste Mensch bist, den ich kenne. Und schön kann man innerlich und äußerlich sein, bevor du was sagst. Und du bist beides.", meinte Noah mit einem Funkeln in den Augen. Colin konnte kaum glauben, dass Noah das gerade über ihn gesagt hatte und versuchte, die aufkommenden Tränen zu unterdrücken. Seine Finger krallten sich in Noahs Shirt.
„Gott, ich bin so verliebt in dich." Scheinbar hatte Colin aktuell gar keinen Filter mehr und musste alle seine Gedanken aussprechen. Noahs Augen wurden groß.
„Tut mir leid, das war wahrscheinlich zu schnell.", sagte Colin mit hochrotem Kopf und wollte schon seinen Arm von Noahs Körper zurückziehen, doch Noah hielt ihn fest.
„Nicht entschuldigen! Schon gar nicht für das Schönste, was mir je passiert ist. Ich will, dass wir immer offen und ehrlich miteinander reden können und nichts zurückhalten müssen. Bei dir fühl ich mich, als ob ich einfach ich sein darf und das gut ist, und ich will, dass du dich bei mir genauso fühlst."
Colin nickte und kämpfte immer noch mit den Tränen. Noah lehnte seine Stirn an Colins.
„Ich bin Hals über Kopf in dich verliebt, Colin.", flüsterte er und Colin fragte sich, ob das Glücksgefühl, das ihn bei diesen Worten durchströmte, und das Lächeln in seinem Gesicht jemals wieder verschwinden würden.
„Sind wir... ich meine, möchtest du..."
„Dein fester Freund sein?", fragte Noah und Colin nickte erneut. Sein Herz schlug laut in seiner Brust, was Noah sicher fühlen konnte, da seine Hand immer noch dort lag.
„Unbedingt.", wiederholte er grinsend Colins Antwort von vorher und Colin lachte leise auf, bevor er Noah in einen Kuss zog und noch nie so glücklich war wie in diesem Moment.
Am nächsten Morgen wunderte Joel sich kurz, wo Colin abgeblieben war, bis er ihn friedlich schlafend in Noahs Bett entdeckte. Die beiden Jungen lagen eng umschlungen da und sahen so süß aus, dass Joel sein Handy zückte und ein Foto schoss. Er legte direkt ein Album an, das er „C+N" benannte. Er war sich sicher, dass mit der Zeit noch einige weitere Fotos hinzukommen würden. Vielleicht konnte er sie ihnen zur Hochzeit schenken. Die beiden Jungen waren perfekt füreinander, fand Joel, in seinen Augen waren sie ganz klar endgame.
Weil er sich so für die beiden freute, beschloss Joel großzügig, seine Yoga Session im Tanzsaal durchzuführen und seine Mitbewohner schlafen zu lassen.
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Nolin | Unconditionally
FanfictionHappy Nolin, von Anfang an, weil mein Herz nicht noch mehr angst aushält. Tooth-rotting fluff. Realismus? I don't know her.
