Kapitel 24

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Mirabel

Roman und ich haben uns ein bisschen über die letzten Tage ausgetauscht, bis ich halb eingeschlafen bin und er gemeint hat ich solle schlafen. Nun ist ein neuer Tag, naja eigentlich schon Abend und ich sitze mit meinen Großeltern im Innenhof und schaue mir mit Abuelo Fotoalben an. „Jetzt werden keine Bilder mehr angeschaut! Wir gehen auf das Straßenfest hier!", ruft Álvaro. Ich schaue ihn an, danach zu meinem Großvater. „Eine sehr gute Idee. Ihr geht auf das Fest und haltet schön Diego auf Trapp!", sagt Abuelo. „Oh ja! Papá wird sich bestimmt freuen! Komm Mirabel.", sagt Álvaro und zieht mich von der Bank hoch. „Ist ja gut! Ich ziehe mich nur um und richte mich.", sage ich und gehe in die Richtung vom Zimmer. „Mamá?! Kommst du mit?", höre ich meinem Cousin rufen, während ich hinter der Tür verschwinde. Schnell gehe ich duschen, ziehe helle Unterwäsche mit einem weißen Kleid an, auf dem viele blaue Blumen sind.

Als ich gerade meine Haare föhne und anschließend locke, ruft Roman an

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Als ich gerade meine Haare föhne und anschließend locke, ruft Roman an. Ich hebe ab und stelle mein Handy auf das Waschbecken, dabei erscheint er schon auf meinem Handybildschirm. „Wow! Du siehst toll aus!", sagt er, weshalb ich grinsend zu ihm schaue. „Vielen Dank. Wir gehen auf das Straßenfest hier.", antworte ich. „Das klingt schön. Du siehst wieder fitter aus.", meint er. Ich schaue zu ihm und auch Roman sieht erholter aus. Unglaublich, was ein Gespräch alles auslösen kann. „Du auch.", sage ich und widme mich wieder dem Lockenstab zu. „Ich fühle mich auch besser. Unser Gespräch hat wirklich gut getan.", gesteht er. „Oh ja! Ich fühle mich irgendwie..naja es tut mir leid, dass ich gleich durchgedreht bin, es beenden wollte und abgehauen bin.", sage ich. Roman fängt an zu grinsen, dann antwortet er: „Deine Mutter meinte schon, dass du gerne und schnell aus Situationen abhaust. Nächstes mal, rede mit mir, schrei mich von mir aus an, aber hau nicht ab in ein anderes Land." Ich lache und stecke den Lockenstab aus und nehme mein Makeup. „Wie viel hast du mit meiner Mutter gesprochen?", frage ich ihn. „Sie war die erste, wo ich mich erklären konnte. Ich habe ihr total aufgeregt alles erklärt. Ich mag sie.", sagt er. „Nach ihren Nachrichten mag sie dich auch.", erwidere ich und konzentriere mich auf meine Grundierung von Make up. Anschließend schminke ich meine Augen mit Lidschatten, einem Eyeliner und Wimerpntusche. Nachdem ich fertig bin, nehme ich mein Handy und gehe aus dem Badezimmer. „Du bist wirklich wunderschön. Gott Miri du fehlst mir.", sagt er und lacht unsicher. Ich setze mich auf die Bettkante und grinse, dann antworte ich: „Du fehlst mir auch Roman. Wir haben schon Freitag und bald fliege ich zurück." Er nickt knapp und zieht die Lippe zwischen die Zähne. „Warum hattest du eigentlich frei?", fragt er. „Ich hatte mir Urlaub genommen und wollte eigentlich mit nach Frankfurt zu eurem Auswärtsspiel und anfeuern. Konnte ja keiner wissen, dass es so endet.", sage ich. „Mhm stimmt schon. Schade, das wäre wirklich schön gewesen.", erwidert er knapp. „Was machst du nun mit deinen Freunden?", frage ich ihn. Er atmet laut aus und sagt: „Ehrlich gesagt keine Ahnung. Ich kenne sie seit Jahren und sie waren immer für mich da. Sie sehen ja selber ein, dass sie mit ihrer Idee großen Mist angerichtet haben. Vielleicht, vielleicht wäre es irgendwann möglich, dass ihr euch zusammensetzt? Ich will dich dazu bloß auf keinen Fall drängen!", sagt er schnell. Knapp zucke ich mit dem Schultern und seufze laut. „Erstmal nicht Roman. Für mich kommt das etwas so rüber, als hätten sie kein Respekt? Weil, wer macht sowas?", frage ich ihn direkt. „Ich verstehe was du meinst Miri. Und das Verhalten meiner Freunde kann ich wirklich nachvollziehen und ich nehme sie auf keinen Fall in Schutz. Jedoch kann und will ich ungern meine Freunde verlieren.", gesteht er mir. „Das sagt ja auch keiner Roman. Gib mir diesbezüglich einfach Zeit ok?", bitte ich ihn. Er nickt und erwidert schnell: „Natürlich! Jetzt will ich dich aber nicht mehr stören. Meldest du dich?" Ich erwidere es mit einem nicken, dann verabschieden wir uns und ich gehe aus dem Zimmer. Violetta und Álvaro stehen schon bereit, dann zieht mich meine Tante direkt mit. Während wir die Straße entlanggehen, hört man schon laut die Musik. „Da ist Papá!", ruft Álvaro und zeigt auf einen Polizisten, der am Straßenrand steht und die Leute beobachtet. „Wie wäre es, wenn tía ihren Mann begrüßt und wir uns etwas Tequila besorgen?", schlage ich meinem Cousin vor. „Eine sehr gute Idee!", sagt er und zieht mich davon. Wir gehen zu den ersten Ständen von Familien und Álvaro wird direkt in Gespräche verwickelt! „Mirabel? Bist du das wirklich?", höre ich jemanden hinter mir sagen. Ich drehe mich um und Alejandro, meine erste Liebe und - ich nenne es mal Liebhaber - steht vor mir. „Alejandro! Kein bisschen verändert.", sage ich und stelle mein kleines Tequila Glas hin. Er zieht seinen Mund zu einem Lächeln, sodass seine perfekten, weißen Zähne zum Vorschein kommen. „Du auch nicht, außer die ganzen Tattoos. Stehen dir.", antwortet er. „Vielen Dank! Wie geht es dir?", frage ich ihn. Er kommt näher, sodass wir uns besser unterhalten können, dann antwortet er: „Mir geht es super! Ich helfe jetzt in der Werkstatt meines Vaters aus. Und du? Studierst du jetzt wie du immer erzählt hast?", stellt er als Gegenfrage. „Ich studiere und ich arbeite. Es passt perfekt zu mir.", antworte ich. „Freut mich zu hören. Und in der Liebe? Hast du?", fängt er an und ich lache direkt. „Tatsächlich ja! Er ist wunderbar.", antworte ich schnell. Er nickt knapp und lächelt gezwungen. „Alejandro, du hast kein Recht so zu schauen. Immerhin warst du derjenige, der hier während unserem Verhältnis auf einmal mit Adriana geschlafen hat.", sage ich und klinge streng. „Ich weiß ich weiß. Adriana und ich sind auch nach deiner Abreise zusammengekommen. Etwa drei oder vier Monate hat es gehalten, dann fand sie auf einmal Fernando Cruz besser und ich war abgeschrieben.", erzählt er. „Oh das tut mir leid. Ich kenne das.", sage ich und meine es so. „Alejandro! Trink mit uns!", begrüßt mein Cousin ihn und bestellt eine neue Tequila Runde. Nachdem wir die Gläser geleert haben, hält Álvaro sein Handy zu Alejandro. „Mach mal ein Foto von mir und meiner wunderschönen Cousine!", fordert er, dann zieht er mich an sich und legt sein Kinn auf meinen Kopf. Ich lächle in die Kamera, während er ein paar Fotos schießt und das Handy zurück gibt. „Du hast recht. Sie ist wunderschön.", sagt Alejandro und schaut mich dabei intensiv an. „Na na na! Sie hat jetzt einen Mann an der Seite. Deine Zeit ist vorbei!", sagt Álvaro ernst, danach winkt er dem älteren Mann hinter der Bar zu und zieht mich weg.

Blinddate - (Roman Bürki FF)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt