Billy Hargrove (Stranger Things)

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Billy Hargrove hatte immer einen Plan, und dieser Plan war der Inbegriff von cool und rebellisch. Als typischer Badboy der Schule war er der Inbegriff des Adrenalinrausches, des mühelosen Charismas und der gelassenen Unverschämtheit. Doch eine Sache konnte ihm niemand nehmen: seine Freunde. Sie waren seine treuen Mitstreiter, immer an seiner Seite, wenn es um die nächste Herausforderung ging, und immer bereit, Wetten abzuschließen, die nur er gewinnen konnte.

Eines Nachmittags, in einer der üblichen Pausen, saß Billy mit seinen Kumpels Tj, Jason und Chris in der Cafeteria. Sie hatten gerade einen neuen Plan geschmiedet, um den langweiligen Nachmittag etwas aufregender zu gestalten. „Okay, hört mal zu", sagte Tj mit einem schelmischen Grinsen, während er sich über den Tisch beugte. „Ich habe eine Idee für eine Wette, die uns allen richtig Spaß machen wird." Billy hob eine Augenbraue und war sofort interessiert. „Erzähl, Tj. Was hast du dir ausgedacht?" Tj zog eine Packung Chips aus seiner Tasche und legte sie auf den Tisch. „Es geht um Lily." „Lily?" Jason lachte. „Du meinst die Streberin, die immer mit dieser übergroßen Brille rumläuft und niemanden anspricht?" Billy konnte sich das Grinsen nicht verkneifen. „Ja, sie ist der Inbegriff von Langweiligkeit. Was willst du mit ihr?" „Du wirst es sehen", antwortete Tj. „Die Wette ist einfach: Billy, du musst es schaffen, Lily dazu zu bringen, sich in dich zu verlieben. Und nicht nur das – du musst sie auch küssen." Alle starrten ihn an, als ob er gerade ein unmögliches Ziel gesetzt hätte. Doch Billy war nicht der Typ, der sich von einer Herausforderung abschrecken ließ. „Und was gibt's zu gewinnen?" „Du bekommst den Respekt von allen. Kein Witz.", sagte Chris und grinste.

Billy lehnte sich zurück und dachte nach. Lily war nicht gerade seine bevorzugte Art von Mädchen, aber ein bisschen Spaß konnte nie schaden. Und wenn er die Wette gewann, würde er nicht nur die Anerkennung seiner Freunde haben, sondern auch das Gefühl, etwas Unmögliches geschafft zu haben. „Okay, ich nehme die Wette an", sagte Billy schließlich. „Du hast eine Woche", fügte Tj hinzu. „Wenn du es bis dahin nicht schaffst, gehörst du zu den Verlierern. Und keiner will das." Billy nickte, stand auf und machte sich auf den Weg zu seinem Ziel. Die Herausforderung lag vor ihm, und er war entschlossen, sie zu gewinnen. Billy beobachtete Lily schon eine Weile. Sie saß immer in der ersten Reihe im Klassenzimmer, ihre Brille rutschte ständig von der Nase, und ihre Nase war immer tief in einem Buch vergraben. Sie war kein typisches Mädchen, das in seiner Welt eine Rolle spielte. Sie war klug, zurückhaltend und, nun ja, eher unscheinbar. Doch gerade das war die Herausforderung. Er wusste, dass er nicht einfach auf sie zugehen konnte, wie er es bei anderen Mädchen tat. Kein flirty Blick, keine lockeren Sprüche. Lily war kein Mädchen, das sich von diesen Tricks beeindrucken ließ. „Na gut", murmelte er vor sich hin. „Was würde ein Badboy tun?" Er entschied sich, ihr auf eine andere Art und Weise näherzukommen: mit einer Mischung aus Charme, Spielerei und ein bisschen Herausforderung.

Am nächsten Tag in der Schule, als die Pausenklingel ertönte, ging Billy in die Bibliothek, wo er Lily sitzen sah, wie immer mit einem Stapel Bücher vor sich. Er setzte sich ein paar Tische weiter weg und fing an, sie zu beobachten. Sie bemerkte ihn nicht sofort, doch als sie nach einer Weile aufblickte, sah sie ihm direkt in die Augen.

„Billy Hargrove", sagte sie, als ob sie sich selbst davon überzeugen wollte, dass er tatsächlich hier war. „Lily", antwortete er mit einem schiefen Grinsen, als er sich zu ihr umdrehte. „Hast du noch nie daran gedacht, mal etwas anderes zu lesen, außer diesen ganzen Fachkram?" Lily blickte auf den Stapel Bücher, dann wieder auf ihn. „Ich lese, um zu lernen. Das ist sinnvoller, als sich mit belanglosem Kram abzugeben." Billy lachte leise. „Klingt nach einem Plan. Aber ich dachte, du würdest irgendwann mal eine Pause vom Lernen machen wollen." „Ich habe keine Zeit für Pausen", sagte sie mit einem leichten Stirnrunzeln. „Und außerdem gibt es immer noch so viel zu lernen." „Du bist wirklich immer so ernst?", fragte Billy, während er sich zurücklehnte und seinen Stuhl aufstellte. „Warum sollte ich nicht ernst sein? Die Welt ist kein Spielplatz." Billy zog die Augenbrauen hoch. „Oh, ich glaube, du bist noch nicht lange genug auf dieser Welt, um zu wissen, wie viel Spaß man haben kann." „Vielleicht nicht", antwortete sie, „aber ich weiß, wie man sich Wissen aneignet. Das ist viel wertvoller." „Tja", sagte Billy, „manchmal ist es gut, wenn man auch mal etwas anderes wertschätzt, Lily. Spaß, Freiheit, das Leben einfach mal genießen. Ich könnte dir das zeigen." Sie sah ihn skeptisch an. „Was willst du mir zeigen?" „Nun, vielleicht, wie man sich von seinen eigenen Erwartungen befreit. Wie man mal etwas Neues ausprobiert." Lily schüttelte den Kopf. „Ich brauche keine Abenteuer, Billy. Ich bin zufrieden, so wie ich bin." Billy konnte nicht anders, als beeindruckt von ihrer Selbstsicherheit zu sein. Aber er wusste auch, dass sie sich nicht so leicht von ihrer Meinung abbringen lassen würde. „Vielleicht solltest du es einfach mal versuchen", sagte er und stand auf. „Ich bin sicher, du würdest es nicht bereuen." 

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