Thomas Shelby (Peaky Blinders)

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Es war ein normaler Tag, einer dieser kalten, regnerischen Tage, an denen Birmingham in grauem Nebel unterzugehen schien. Doch heute war nichts normal. Ich spürte es sofort, als ich das Büro betrat. Es war diese beunruhigende Stille. Polly, meine Tante, stand schon da und wartete. Ihre Miene war angespannt, als sie mir den Brief übergab, der in ihren Händen zittert. „Was ist das?" fragte ich ruhig und nahm den Brief entgegen, dabei meine Tante mustert. Ihre Augen waren müde, doch es war der Blick einer Frau, die wusste, dass hier etwas Dunkles im Spiel war. „Es kam heute morgen", sagte sie nur. „Ich dachte, du solltest es selbst sehen." Ich brach das Siegel des Briefes und entfaltete das Papier. Die Worte, die sich mir entgegenwarfen, ließen mein Blut in den Adern gefrieren. „Du bist ein toter Mann, Thomas Shelby. Dein Leben ist zu Ende. Wenn du weiter gegen uns kämpfst, wird das Leben deiner Frau und deines Kindes das nächste Opfer sein." Der Brief fiel mir beinahe aus den Händen. Diese Drohung war kein leeres Gerede. Die Worte waren eindeutig, klar und alles andere als leichthin ausgesprochen. Und es ging nicht nur um mich, sondern um sie – Y/N. Meine Frau. Die Frau, die ich über alles liebte, die mir das Gefühl gab, mehr als nur ein Verbrecher zu sein. Und jetzt, da sie schwanger war, war sie das einzige, was noch wirklich zählte. „Die wissen, was sie tun", murmelte ich, mehr zu mir selbst als zu Polly. „Sie werden nicht aufhören, bis sie alles zerstört haben, was ich liebe." Polly trat einen Schritt näher. „Du musst sie in Sicherheit bringen, Thomas. Du kannst jetzt nicht nur kämpfen. Du hast Verantwortung." „Ich werde sie beschützen, Polly", sagte ich entschlossen. „Und wenn es das Letzte ist, was ich tue, werde ich sicherstellen, dass niemand meine Familie anrührt." Die Worte fühlten sich schwer an, aber sie waren wahr. Mein Leben hatte sich geändert, seit ich Y/N getroffen hatte. Früher war ich ein Mann, der nur in den Schatten lebte, ein Mann, dessen Herz von Rache und Zorn getrieben wurde. Doch Y/N hatte mir gezeigt, was es bedeutete, zu lieben und geliebt zu werden. Sie war nicht nur meine Frau; sie war meine Zuflucht, mein Licht in der Dunkelheit. Und jetzt, da sie schwanger war, konnte ich keinen einzigen Fehler mehr machen. „Was wirst du tun, Thomas?" Polly fragte noch einmal, ihre Stimme nun voller Besorgnis.

„Ich werde alles tun, um sie zu schützen", antwortete ich, während ich den Brief zerknüllte und in den Abfalleimer warf. „Und wenn das bedeutet, dass ich über Leichen gehen muss, dann wird es so sein." Polly nickte, aber ich konnte sehen, dass sie nicht ganz überzeugt war. Doch sie wusste, dass ich entschlossen war. Und auch wenn sie es nicht wollte, wusste sie, dass meine Entscheidung feststand. Es war nicht nur mein Leben, das auf dem Spiel stand. Es war das Leben von Y/N und unserem ungeborenen Kind. Das konnte ich nicht einfach so lassen. Ich fuhr nach Hause, die Gedanken wirbelten in meinem Kopf. Es gab so viel zu tun. Doch als ich das Haus betrat, fand ich Y/N, wie sie am Fenster stand und nach draußen starrte, ihr Bauch rund und voller Leben. In diesem Moment wurde mir wieder klar, dass es nichts auf der Welt gab, das ich mehr liebte als sie. Ich trat leise hinter sie und legte eine Hand auf ihren Rücken.

„Thomy?" Ihre Stimme war ruhig, aber ich konnte die Besorgnis darin hören. „Es gibt Ärger", sagte ich, meine Hand an ihrem Bauch ruhend. „Jemand hat uns bedroht." Sie drehte sich zu mir, und in ihren Augen war der Ausdruck einer Frau, die alles durchschaut hatte. „Was meinst du mit ‚uns', Thomas?" fragte sie. „Was hast du vor?" Ich wusste, dass sie mehr wusste, als sie zugab. Sie war die einzige Person, die meine Gedanken lesen konnte, ohne dass ich ein Wort sagte. Ich hielt ihren Blick fest, als ich die Worte fand, die sie brauchte. „Es geht um dich, Y/N. Sie haben uns bedroht. Und ich werde nicht zulassen, das dir oder unserem Kind etwas passiert", sagte ich mit einer Entschlossenheit, die ich noch nie zuvor gespürt hatte. „Ich werde dich beschützen, das verspreche ich dir." Sie legte ihre Hand auf meine und sah mich lange an. Ihre Augen waren voller Sorge, aber auch voller Liebe. „Thomas, du kannst nicht einfach wieder in den Krieg ziehen. Du kannst nicht mehr nur für dich selbst kämpfen. Du bist ein Ehemann, ein Vater. Du kannst nicht riskieren, alles zu verlieren." „Ich riskiere nicht, dich zu verlieren", antwortete ich leise, während ich ihre Hände festhielt. „Ich werde dafür sorgen, dass du sicher bist. Und wenn das bedeutet, dass ich kämpfen muss, dann werde ich es tun. Für dich. Für unser Kind." Y/N schloss die Augen, als ob sie die Schwere meiner Worte spüren konnte. Sie wollte mir glauben, aber sie wusste auch, dass die Welt, in der ich lebte, gefährlich war. Sie kannte mich zu gut, um zu wissen, dass ich immer einen Plan hatte – aber dieser Plan würde nicht nur uns betreffen. Es ging jetzt um mehr als nur um mich. Es ging um sie, um unser Kind. Und ich würde alles tun, um sie zu schützen.

Die nächsten Tage vergingen in einer angespannten Stille. Ich wusste, dass der Moment kommen würde, in dem der Feind zuschlagen würde. Doch ich hatte meine Brüder, und zusammen waren wir unaufhaltbar. Arthur, John, Polly – sie standen alle hinter mir. Und sie wussten, dass es diesmal nicht nur ein gewöhnlicher Kampf war. Diesmal ging es um mein Leben, und vor allem ging es um das Leben meiner Frau und meines Kindes. Wir hatten unsere Quellen. Wir wussten, wer hinter den Drohung steckte. Ein alter Rivale, jemand, der dachte, er könne die Shelby-Familie zerbrechen. Aber dieser Mann hatte sich überschätzt. Denn die Shelby-Familie war stärker als je zuvor. „Thomas, du weißt, dass wir es schaffen können", sagte Arthur eines Abends, als wir uns in einem der geheimen Räume im Small Heath aufhielten. „Wir haben uns schon mit größeren Leuten angelegt. Aber dieses Mal..." „Dieses Mal wird es anders", unterbrach ich ihn. „Wir spielen nach unseren Regeln. Wir schlagen zurück, bevor sie zuschlagen." Polly sah mich an, die Sorgenfalten auf ihrer Stirn waren tief. „Und was ist mit Y/N? Was ist, wenn etwas passiert?" „Dann sind wir vorbereitet", antwortete ich ruhig. „Aber ich werde sie beschützen. Sie weiß nicht alles, aber sie weiß genug, um zu verstehen, was auf dem Spiel steht

Der Tag, an dem es passierte, war der Tag, an dem ich es geahnt hatte. Ich hatte meine Männer strategisch platziert, die Straßen abgesperrt und jedes mögliche Versteck durchforstet. Doch der wahre Kampf war der, den ich zu Hause führte.   Y/N war schwanger. Unser Kind würde bald zur Welt kommen, und ich hatte nicht viel Zeit, die Dinge zu regeln. Ich wollte, dass sie sicher war, dass sie nichts von dem Schrecklichen erfuhr, das ich durchmachte, aber die Wahrheit war: Sie wusste es schon.

Am Abend, als ich das Haus betrat, fand ich sie auf dem Sofa, den Blick nachdenklich. Sie hatte ihren Bauch in den Händen und sah aus dem Fenster, während draußen der Regen gegen die Scheiben prasselte. „Thomy", sagte sie leise, als sie mich bemerkte. „Du hast dich verändert. Du bist nicht mehr der gleiche Mann, der du einmal warst. Du bist mehr geworden. Du bist ein Ehemann und ein Vater. Und ich werde immer an deiner Seite sein, aber du darfst nicht alles alleine tragen." Ich trat näher, kniete vor ihr und legte meine Hände auf ihren Bauch. „Ich werde dich niemals alleine lassen, Y/N. Du bist mein Leben. Du und das Baby seid alles, was mir noch etwas bedeutet. Und nichts wird uns auseinanderreißen." Sie sah mich lange an, ihre Augen glänzten vor Liebe und auch ein bisschen Angst. Doch sie wusste, dass sie mir vertrauen konnte. Wir würden das gemeinsam durchstehen. Und ich würde sie schützen, koste es, was es wolle.

Der letzte Kampf kam schnell, doch als ich zurückkehrte, war es wie ein neuer Anfang. Der Feind war besiegt, und ich hatte Y/N und unser Kind in Sicherheit gebracht. Nichts konnte uns jetzt noch trennen. Wir waren eine Familie, und zusammen waren wir stärker als jede Bedrohung.

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Strawbeerchen_Mimi

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⏰ Letzte Aktualisierung: Dec 16, 2024 ⏰

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