Die verlorene Zeit
- einst wog sie in bäumen -
sie | da im nebel
sie sammelt sie
wie kaffeebohnen | in spinnenweben
neben morgentau
zu gräsern schweigen.
Die vergessene Zeit
sie trägt sie mit sich | in den jackentaschen
nebeldunsten, schilfesgräser
streifen ihre hüften
| stille schwingt, die luft ist kühl |
im wanderschritt | auf barfüßigen sohlen
ihr atem verschwindet im dunst
haarsträhnen regenfeucht
Die verwesene Zeit
sie riecht nach zimt und cardamon
sonnenstrahl | eine duftnote im modersumpf
sie findet sie
mit samtweichen händen
in feuchter erde | es raschelt der farn
oben | wüchse sie und überblickte die nebelgeschwaden |
kreisen vögel, rufen sich
sie besingen die zeit | die jemand verlor
im tale
| sie glaubte zu erst, es sei eine schlucht |
hallt der gesang und duftet der zimt...
